Verbandsgemeinde Liebenwerda. Im Waldgebiet zwischen Döbrichau und Rehfeld, noch auf sächsischer Seite, kam es zu einem Waldbodenfeuer. Die Einsatzkräfte aus dem Zuständigkeitsbereich Beilrode forderten bereits im ersten Abmarsch Unterstützungskräfte aus Brandenburg nach. Daraufhin wurden die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Falkenberg, Rehfeld und Kölsa bereits im Erstalarm zur Einsatzstelle entsandt.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich die Einsatzlage zunächst als unübersichtlich dar. Das Waldbodenfeuer hatte sich bereits weiter ausgebreitet. Vorrangig galt es zunächst, die Zusammenarbeit mit den sächsischen Einsatzkräften abzustimmen sowie funktionierende Kommunikations- und Führungswege sicherzustellen.
Die Brandbekämpfung im zunächst zugewiesenen Bereich wurde durch die Ortsfeuerwehr Falkenberg durchgeführt. Die Verantwortung für die Führung der Brandenburger Einsatzkräfte in diesem Bereich übernahm Sören Diecke. Die Wasserversorgung für die Brandenburger Einsatzkräfte wurde durch die Ortsfeuerwehren Kölsa und Rehfeld sichergestellt. Gerade bei Vegetationsbränden stellt eine leistungsfähige und dauerhaft verfügbare Löschwasserversorgung eine wesentliche Voraussetzung für einen nachhaltigen Einsatzerfolg dar.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde festgestellt, dass für die aus Brandenburg eingesetzten Kräfte eine eigene Führungsstruktur erforderlich ist. Aus diesem Grund wurde der Einsatzleitwagen (ELW) der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda nachalarmiert. In enger Abstimmung mit der Gesamteinsatzleitung in Sachsen erhielten die Brandenburger Kräfte entlang der Landesgrenze den eigenen Einsatzabschnitt „Ost“.
Zur Verstärkung dieses Einsatzabschnitts wurden weitere Einsatzkräfte aus Brandenburg alarmiert. Hierzu gehörten insbesondere die Tanklöschfahrzeuge der Ortsfeuerwehren Bad Liebenwerda, Langennaundorf und Neuburxdorf, um die Brandflanke im Bereich Brandenburg wirksam zu halten und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Eine wichtige Unterstützung erfolgte erneut durch die örtliche Landwirtschaft. Insbesondere die Agrargenossenschaft Beyern stellte kurzfristig wasserbefüllte Güllefässer zur Löschwasserversorgung bereit. Darüber hinaus legte ein Traktor mit Egge einen Waldbrandschutzriegel an, der maßgeblich dazu beitrug, die Ausbreitung des Feuers einzudämmen.
Insgesamt befanden sich aus dem Gebiet der Verbandsgemeinde Liebenwerda 72 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Falkenberg, Kölsa, Rehfeld, Bad Liebenwerda, Neuburxdorf, Langennaundorf und Uebigau im Einsatz.
Schwerpunkt des Einsatzabschnitts „Ost“ war das Halten eines Hauptweges im Wasserwerfereinsatz sowie die Sicherung einer angrenzenden Waldschonung mit handgeführten Strahlrohren. Das Auflaufen des Feuers auf den angelegten Waldbrandschutzriegel wurde kontinuierlich überwacht. Glutnester wurden mit Handwerkzeugen geöffnet und anschließend mit handgeführten Strahlrohren abgelöscht.
Zur Führung des Einsatzabschnitts „Ost“ wurde der Einsatzleitwagen der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda eingesetzt. Von dort erfolgten die Führung und Koordinierung der Brandenburger Einsatzkräfte sowie die laufende Abstimmung mit der Gesamteinsatzleitung in Sachsen.
Zeitgleich bestand ein enger Austausch mit dem diensthabenden stellvertretenden Kreisbrandmeister Mario Harnisch, der Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber sowie der Leitstelle Lausitz. Ziel war es, die Maßnahmen zwischen den Leitstellen, dem Landkreis Elbe-Elster, der Verbandsgemeinde Liebenwerda, der Gesamteinsatzleitung in Sachsen sowie den eingesetzten Brandenburger Kräften fortlaufend abzustimmen. Gleichzeitig wurde der weitere Einsatzverlauf kontinuierlich bewertet, um sowohl den Grundschutz im Gebiet der Verbandsgemeinde Liebenwerda als auch eine gegebenenfalls erforderliche überörtliche Unterstützung aus dem Landkreis Elbe-Elster jederzeit koordinieren und sicherstellen zu können.
Nach Angaben der Gesamteinsatzleitung umfasste die betroffene Brandfläche rund zehn Hektar. Insgesamt befanden sich rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz.
Durch das koordinierte Vorgehen aller eingesetzten Kräfte konnte die weitere Ausbreitung des Waldbodenfeuers zunächst gestoppt werden. Das Feuer war jedoch noch nicht vollständig abgelöscht und konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht als unter Kontrolle betrachtet werden. In enger Abstimmung mit der Gesamteinsatzleitung in Sachsen erfolgten die fortlaufende Lagebewertung sowie die Erteilung und Koordinierung der Einsatzaufträge innerhalb des Einsatzabschnitts „Ost“ durch Sören Diecke. Hierzu gehörten insbesondere das systematische Ablöschen verbliebener Glutnester, die Kontrolle und Sicherung der Brandränder sowie die fortlaufende Abstimmung der weiteren Maßnahmen mit den sächsischen Einsatzkräften, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern.


















