Katastrophenschutz-Leuchtturm in Mühlberg/Elbe erfolgreich getestet

Mühlberg/Elbe. Die Verbandsgemeinde Liebenwerda hat unter Leitung der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz am Dienstag, den 03. Februar, und Mittwoch, den 04. Februar 2026, den Katastrophenschutz-Leuchtturm für den Bereich Mühlberg/Elbe in Betrieb genommen und im Rahmen eines Probebetriebes umfassend getestet.

Ein Katastrophenschutz-Leuchtturm ist eine zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung in besonderen Krisen- und Notlagen, insbesondere bei länger andauernden Stromausfällen oder großflächigen Schadensereignissen. Er dient dazu, der Bevölkerung ein Mindestmaß an Versorgung, Orientierung und Sicherheit zu bieten, wenn wichtige Infrastrukturen wie Strom, Telefon oder Internet zeitweise nicht zur Verfügung stehen.

Zu den wesentlichen Aufgaben eines Katastrophenschutz-Leuchtturms gehören:
• die Bereitstellung von Wärme und Aufenthaltsmöglichkeiten,
• die Notversorgung mit Trinkwasser,
• die Möglichkeit, mitgebrachte Nahrung zu erwärmen,
• Erste Hilfe,
• Lademöglichkeiten für mobile Kommunikationsgeräte,
• sowie die Weitergabe verlässlicher Informationen an die Bevölkerung.

Foto: Emma Nixdorf, VG Liebenwerda
Foto: Emma Nixdorf, VG Liebenwerda

Im Rahmen des Probebetriebes wurde das Betreiberkonzept des Landkreis Elbe-Elster auf die örtlichen Gegebenheiten des Bereiches Mühlberg/Elbe sowie auf die Strukturen der Verbandsgemeinde Liebenwerda angepasst und praktisch umgesetzt. Dabei wurden unter realistischen Bedingungen unter anderem die Notstromversorgung, die Kommunikationswege, die Raumaufteilung, die Materiallogistik sowie die personellen Abläufe getestet. Ziel war es, die Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutz-Leuchtturms für den Ernstfall sicherzustellen und mögliche Optimierungen frühzeitig zu erkennen.

Als Standort für den Katastrophenschutz-Leuchtturm im Bereich Mühlberg/Elbe wurde die Grundschule Mühlberg festgelegt. Das Gebäude bietet aufgrund seiner räumlichen Gegebenheiten und technischen Voraussetzungen geeignete Bedingungen, um im Krisenfall als zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung zu dienen und die notwendigen Versorgungs- und Informationsangebote bereitzustellen.

Foto: Stefanie Richter, VG Liebenwerda

Am Mittwoch, den 04. Februar 2026, nutzten die Amtsleitungen und die dazugehörigen Kolleginnen und Kollegen der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber und der Bürgermeister der Stadt Mühlberg/Elbe, Maximilian Schöne, die Gelegenheit, den Katastrophenschutz-Leuchtturm vor Ort zu besichtigen.
Ebenfalls anwesend war der Sachbearbeiter Zivilschutz des Landkreises Elbe-Elster, Patrick Berg. In diesem Rahmen konnten organisatorische Abläufe erläutert, offene Fragen geklärt und weitere notwendige Abstimmungen vorgenommen werden.

Ein besonderer Dank gilt der Schulleiterin Frau Neumann sowie ihrem Team, insbesondere der Schulsekretärin Frau Babinsky und dem Hausmeister Herrn Schwartze. Durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten der Grundschule Mühlberg/Elbe, die tatkräftige Unterstützung während des Probebetriebes und die wertvollen praxisnahen Hinweise leisteten sie einen entscheidenden Beitrag zum erfolgreichen Ablauf der Maßnahme. Die konstruktive Zusammenarbeit vor Ort trug wesentlich dazu bei, organisatorische Abläufe realitätsnah zu erproben und weiter zu optimieren.

Foto: Stefanie Richter, VG Liebenwerda

Die im Rahmen des Probebetriebes gewonnenen Erkenntnisse werden nun ausgewertet und aufbereitet, um einen verbindlichen Ablaufplan für den Betrieb der Katastrophenschutz-Leuchttürme zu erstellen. Gleichzeitig soll die Bevölkerung umfassend über Aufgaben, Funktionen und Standorte informiert werden. Ein besonderes Ziel ist es dabei, auch Unterstützungspersonal aus der Bevölkerung für den Einsatz in den Katastrophenschutz-Leuchttürmen zu gewinnen.

Im weiteren Jahresverlauf ist geplant, auch die Katastrophenschutz-Leuchttürme in Bad Liebenwerda, Falkenberg/Elster und Uebigau-Wahrenbrück in Betrieb zu nehmen und im Rahmen weiterer Probebetriebe zu testen. Auf diese Weise soll die Einsatzbereitschaft aller vorgesehenen Standorte schrittweise sichergestellt und weiter optimiert werden.

Der erfolgreiche Probebetrieb in Mühlberg/Elbe stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Krisenvorsorge für die Bevölkerung in der Verbandsgemeinde Liebenwerda nachhaltig zu stärken.

(Mitteilung der Stabstelle Brand- und Bevölkerungsschutz VG Liebenwerda)

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