Mühlberg/Elbe. Am Samstag, den 21. März 2026, fand an der Elbbrücke Mühlberg eine umfangreiche Rettungsübung unter Beteiligung mehrerer Ortsfeuerwehren der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie weiterer Fachkräfte statt. Ziel der Übung war es, Einsatzabläufe bei Notfällen innerhalb des Brückenkörpers realitätsnah zu erproben und weiter zu optimieren.
Hintergrund der Übung waren Erkenntnisse aus Wartungs- und Prüfungsarbeiten an der Brücke. Dabei wurde festgestellt, dass für Einsatzlagen im Inneren des Bauwerks bislang kein vollständig abgestimmtes Rettungskonzept vorlag. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg sowie der Ingenieurskammer Sachsen wurde daher eine praxisnahe Übung vorbereitet.

Im Rahmen der Übung wurden zwei zentrale Einsatzszenarien dargestellt, die insbesondere den Abtransport von Personen aus dem Brückenkörper zum Schwerpunkt hatten. Zum einen wurde als Hauptübung das sichere Herausführen einer gehfähigen Person trainiert. Zum anderen erfolgte die Rettung einer verletzten Person mittels Schleifkorbtrage, einschließlich des kontrollierten Ablassens aus dem Brückenkörper.
Eingesetzt waren:
• die Ortsfeuerwehr Mühlberg als örtlich zuständige und unterstützende Einsatzkräfte,
• der Einsatzleitwagen (ELW) der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda zur Führungsunterstützung des Einsatzleiters,
• die Fachgruppe Absturzsicherung, bestehend aus Kräften der Ortsfeuerwehren Falkenberg/Elster, Prestewitz und Bad Liebenwerda,
• eine Drohneneinheit der Ortsfeuerwehr Falkenberg/Elster.
Die Drohne, verlastet auf dem Einsatzleitwagen, unterstützte die Übung durch Luftaufnahmen. Diese dienten sowohl der Dokumentation als auch der Lageübersicht für den Einsatzleiter. Zudem war ein Rettungswagen des Rettungsdienstes Elbe-Elster vor Ort, besetzt mit einem Praxisanleiter sowie Auszubildenden. Dadurch konnten die Abläufe besonders realitätsnah dargestellt und trainiert werden.

Die Rettungs- sowie Einzelübungen wurden durch ein professionelles Kamerateam filmisch begleitet. Das entstandene Material soll künftig in der Ausbildung von Studierenden sowie Fachkräften eingesetzt werden, die mit der Prüfung von Brücken und vergleichbaren Bauwerken betraut sind. Ziel ist es, praxisnah zu vermitteln, wie Rettungsmaßnahmen ablaufen und welche Anforderungen im Bereich Arbeits- und Unfallschutz zu beachten sind. Auch die Feuerwehr beabsichtigt, die Aufnahmen künftig für eigene Übungs- und Ausbildungszwecke zu nutzen.
Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg, der Ingenieurskammer Sachsen sowie der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Liebenwerda vor Ort. Sie begleiteten die Übung fachlich und unterstützten die Abstimmung zwischen technischen Anforderungen und einsatztaktischen Maßnahmen.
Besondere Herausforderungen stellten die beengten Platzverhältnisse, die komplexen Zugangswege sowie die Koordination unterschiedlicher Akteure dar. Gleichzeitig konnten wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Rettungs- und Einsatzkonzepten gewonnen werden.

Ein besonderer Dank gilt der Ortsfeuerwehr Mühlberg, die die Versorgung aller eingesetzten Kräfte sichergestellt hat. Von einem gemeinsamen Frühstück bis hin zur abschließenden Mittagsverpflegung sowie der Bereitstellung von kalten und warmen Getränken war die Betreuung der Kameradinnen und Kameraden jederzeit gewährleistet.
Ebenso gilt ein herzlicher Dank der Ortsgemeindewehrführung Mühlberg sowie allen beteiligten Akteuren, Unterstützern und Helfern, die maßgeblich zum reibungslosen und erfolgreichen Ablauf der Übung beigetragen haben.
Die Verantwortlichen zogen insgesamt ein positives Fazit: Die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktionierte sehr gut und bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Einsätze und Maßnahmen im Bereich komplexer Infrastruktur.
(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Foto: Andy Selig (FF VG Liebenwerda, Ofw Mühlberg)