Rückersdorf (Amt Elsterland). Anfang September kam es in der Ortslage Rückersdorf zu einem schweren Gebäudebrand auf einem Dreiseitenhof. Gegen 14:32 Uhr waren zunächst die ersten Einsatzkräfte, in diesem Fall die Ortswehren Rückersdorf, Oppelhain und Friedersdorf, mit dem Stichwort „Brand: Gebäude klein“ alarmiert worden. Im Nebengebäude eines Wohnhauses sollte eine Sauna brennen, so die weitere Information. Bereits um 14:38 Uhr, also nur sechs Minuten später, erhöhte die Leitstelle Lausitz das Stichwort auf „Brand: Gebäude groß“, denn es ging eine erhöhte Anzahl an Notrufen ein. Durch diese Stichworterhöhung wurden gemäß Alarm- und Ausrückeordnung die Ortswehren Schönborn, Lindena, Fischwasser sowie das Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Finsterwalde Mitte und der Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster nachalarmiert. Über der Einsatzstelle stand zu diesem Zeitpunkt eine massive und dunkle Rauchentwicklung, welche den Einsatzkräften deutlich den Weg wies. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte am Ort des Geschehens hatte der Brand des Nebengebäudes bereits auf das Wohnhaus, insbesondere auf die Fassade und den Dachstuhl übergegriffen. Dazu ergab die Erkundung, dass sich im Gebäude noch ein Hund befand. Mit mehreren Trupps unter Atemschutz begann man zeitnah die Löscharbeiten, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu stoppen und das Tier zu retten. Während die Brandbekämpfung unter anderem durch eine PV-Anlage auf dem Dach erschwert wurde, wie die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Elsterland gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte, konnte der Hund nach kurzer Zeit gerettet werden.
Der Rettungsdienst versorgte insgesamt zwei Personen und transportierte diese zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Eine weitere Schwierigkeit in der Brandbekämpfung im Bereich des Dachstuhls ergab sich durch die umfassende Ausbreitung der Flammen, denn hierdurch bestand Einsturzgefahr. Gegen 15:04 Uhr erfolgte eine weitere Nachalarmierung, insbesondere frische, einsatzbereite Atemschutzgeräteträger wurden benötigt, der Ortswehren Doberlug und Kirchhain (beide Stadt Doberlug-Kirchhain). Zudem ließ der Einsatzleiter eine lange Wegstrecke aufbauen, um das benötigte Löschwasser an die Einsatzstelle heran zu führen.

Mit einem massiven aber koordinierten Löschangriff im Innen- und Außenangriff, bei Welchem auch Löschschaum Verwendung fand, bekam man schließlich den Brand unter Kontrolle. Gegen 15:34 Uhr teilte der Einsatzleiter der Leitstelle Lausitz mit, dass man mit den Nachlöscharbeiten begonnen habe. Insbesondere die Suche nach versteckten Glutnestern gestaltete sich aufwendig. Wie uns weiterhin mitgeteilt wurde, konnten gegen 17:24 Uhr alle Einsatzkräfte die Brandstelle verlassen und ihre Gerätehäuser anfahren. Hier erfolgte im Anschluss das Aufrüsten der Fahrzeuge, um wieder vollständig einsatzbereit zu sein. Zuvor hatte man noch an der Einsatzstelle in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreises Elbe-Elster 40 B-Schläuche, zehn C-Schläuche und 14 Atemschutzgeräte getauscht sowie durch Brandrauch und Ruß kontaminierte Einsatzkleidung verpackt und für die Reinigung mitgegeben.
Wie in allen ungeklärten Brandfällen übernahm im Anschluss an die beschriebenen Maßnahmen die Landespolizei die Einsatzstelle und startete ihre Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache. (RRS)
