Lichterfeld (Amt Kleine Elster). Am Montag, den 22.06.2026, wurden die Feuerwehren des Amtes Kleine Elster sowie die Ortswehr Finsterwalde- Mitte um 10:37 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B: Gebäude-Groß“ nach Lichterfeld-Schacksdorf alarmiert. Vor Ort stand eine Werkstatthalle eines Entsorgungsbetriebes in Brand. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer vermutlich durch einen brennenden Transporter ausgelöst worden und hatte sich anschließend auf die Halle ausgebreitet.

Die Lage stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. In der Werkstatt befanden sich zahlreiche Gefahrenquellen wie Gasflaschen, Kraftstoffkanister und weitere Fahrzeuge. Zusätzlich war ein rund 1.000 Liter fassender Dieseltank von den Flammen bedroht. Besonders kritisch war die Gefahr eines Übergreifens auf angrenzende Lagerbereiche mit einer großen Menge Reifen, brennbaren Flüssigkeiten sowie weiteren Fahrzeugen und auch das benachbarte Bürogebäude war zeitweise gefährdet. Aufgrund dieser Lage erfolgte eine zeitige und intensive Nachalarmierung weiterer Kräfte. Insgesamt waren rund 75 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle tätig. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen aller eingesetzten Kräfte konnte ein Übergreifen des Brandes auf die genannten Bereiche verhindert werden.
Auch die Wasserversorgung erforderte besondere Maßnahmen. Da sich die nächstgelegene ausreichende Wasserentnahmestelle (Löschteich) in größerer Entfernung befand, entschied sich der Einsatzleiter für einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen. Diese Lösung konnte schneller umgesetzt werden als der Aufbau einer langen Wegestrecke und stellte die benötigte Löschwassermenge zuverlässig sicher.

Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte ein Mitarbeiter des Betriebes erste Löschmaßnahmen durchgeführt. Aufgrund des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung wurde die Person vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Der Amtsbrandmeister des Amtes Kleine Elster, Oliver Ittner, dankt allen beteiligten Einsatzkräften für ihr engagiertes Handeln. Durch die gute Zusammenarbeit und die frühzeitige Verstärkung der Einsatzstelle konnte ein deutlich größerer Schaden verhindert werden. Das professionelle und koordinierte Vorgehen aller Kräfte hat maßgeblich dazu beigetragen, die Ausbreitung des Brandes zu stoppen. (JK)

Foto: Brandenburg Media