Brand zerstört Gebäude einer Kfz-Werkstatt

Symbolbild Absperrung Feuerwehr (Blaulichtreport Elbe-Elster)

Sonnewalde. Ein Großbrand hat in der Nacht zum Sonntag, den 8. Februar 2026, eine Kfz-Werkstatt in Sonnewalde zerstört. Kurz nach 3 Uhr ging bei der Leitstelle Lausitz der Alarm ein. Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, war das Gebäude bereits vollständig von Flammen erfasst.

Der Einsatzort ist den Einsatzkräften aus der Region nicht unbekannt. Bereits im September 2024 hatte dort ein leerstehendes Wohnhaus gebrannt. Einige Monate später, im Dezember 2024, wurde eine Werkstatt für Fahrzeugaufbereitung samt Reifenservice durch ein Feuer vernichtet. Während beim ersten Brand noch ein Übergreifen auf benachbarte Gebäudeteile verhindert werden konnte, war der Schaden beim zweiten Ereignis erheblich.

In der aktuellen Nacht rückten zunächst Wehren aus Sonnewalde, Münchhausen und Breitenau an, später kamen weitere Kräfte hinzu. Insgesamt waren 127 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Sonnewalde, Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain und Frankena mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Auch Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort. Die Einsatzleitung übernahm Thomas Trodler der Ortswehr Breitenau. Er gliederte den Einsatz in vier Abschnitte. Um ausreichend Löschwasser aus drei Entnahmestellen fördern zu können, musste die Bundesstraße B96 vorübergehend gesperrt werden.

Foto: FF Stadt Sonnewalde

Die Situation am Einsatzort war mit erheblichen Risiken verbunden. In der Werkstatt lagerten zahlreiche Gasflaschen, die dauerhaft gekühlt werden mussten. Trotz dieser Maßnahmen kam es im Inneren des Gebäudes zu mehreren Explosionen. Daraufhin wurde ein Rückzug der Einsatzkräfte angeordnet und die Taktik angepasst. Um benachbarte Gebäude zu schützen, darunter das Wohnhaus des Eigentümers, ein weiteres Wohnhaus mit Scheune sowie ein Schuppen, richtete die Feuerwehr eine sogenannte Riegelstellung mit unbemannten Monitoren ein. So konnte verhindert werden, dass die Flammen auf die umliegende Bebauung übergriffen.

Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden gegen 7.30 Uhr hin, anschließend blieb eine Brandwache zur Absicherung vor Ort. Zwischenzeitlich bereitete eine ausgefallene Wasserpumpe Probleme, die jedoch behoben werden konnten.

Foto: FF Stadt Sonnewalde

Die Ermittlungen zur Brandursache führt die Polizeidirektion Süd. Nach ersten Erkenntnissen wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen. Konkrete Angaben zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor, es wird jedoch mit einem sehr hohen Sachschaden gerechnet. Für Montag, den 9. Februar war eine Begutachtung der Brandstelle durch Umwelt- und Bauordnungsamt geplant. Dabei sollten mögliche Auswirkungen des Löschwassers geprüft und die Standfestigkeit des ausgebrannten Gebäudes beurteilt werden.

Nach Angaben der Einsatzführung funktionierte die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen reibungslos. Durch zusätzliche Kräfte aus Doberlug und Frankena standen ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung, sodass der umfangreiche Einsatz personell abgesichert war. (JK)

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