B101, OV Beutersitz-Winkel. Vor gut einer Woche, am 14. Oktober 2026 kam es auf der B101 zwischen Beutersitz und Winkel (beide Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Verbandsgemeinde Liebenwerda) zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Pkw frontal im Bereich einer Kurve miteinander kollidierten. In einem Pkw Dacia wurde eine 66-jährige Frau eingeklemmt, im anderen Pkw BMW ein junger Mann eingeschlossen. Gegen 9 Uhr vormittags waren die Ortswehren Winkel, Prestewitz, Wahrenbrück und Bad Liebenwerda zusammen mit dem Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster und der Landespolizei alarmiert worden. Hinzu kam ein Rettungshubschrauber.
Entgegen einer ersten Meldung in der von drei beteiligten Personen die Rede war, fand man an der Einsatzstelle nur zwei Personen vor. Um ein zügiges, koordiniertes und paralleles Arbeiten an beiden Unfallfahrzeugen zu ermöglichen, wurde der Raum in zwei Abschnitte aufgeteilt. So übernahmen Kameradinnen und Kameraden aus Bad Liebenwerda die technische Befreiung und Rettung der Frau aus dem Pkw Dacia. Parallel dazu übernahmen die Einsatzkräfte aus Prestewitz und Wahrenbrück die Befreiung des jungen Mannes aus dem Pkw BMW sowie die Sicherung der Einsatzstelle, unter Anderem gegen Brandgefahren und auslaufende Betriebsstoffe. Weitere Kameradinnen und Kameraden aus Bad Liebenwerda leisteten die Koordination aller Kräfte und Mittel, dokumentierten den Einsatzverlauf und führten die Kommunikation mit der Leistelle Lausitz.
Selbstredend waren bei den Arbeiten in beiden Abschnitten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes eingebunden, um die Patienten zu beurteilen und erste Maßnahmen zur medizinischen Versorgung einzuleiten. Leider musste hierbei festgestellt werden, dass für die 66-jährige Frau jede Hilfe zu spät kam, obwohl sie trotz der Einklemmung vergleichsweise zügig technisch befreit werden konnte, wie Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte.
Nach Abschluss der Rettungsarbeiten durch die Freiwillige Feuerwehr übernahm die Landespolizei die Unfallstelle, um den vorgefundenen Sachstand zu sichern und erste Ermittlungen einzuleiten. Aufgrund der verstorbenen Person wurde auch ein Sachverständiger der DEKRA hinzugezogen.
Weiterhin forderte man den Straßenbaulastträger an, da durch den Unfall erhebliche Mengen an Kraftstoff ausgelaufen waren und der betroffene Streckenabschnitt vor einer Freigabe entsprechend gereinigt werden musste. Letzte Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten abschließend noch bei der Bergung der Unfallfahrzeuge. Bis zum heutigen Tag hat sich die Landespolizei noch nicht weiter zum Unfallhergang oder zur Schuldfrage geäußert, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Ermittlungen noch laufen. (RRS)

Symbolfoto: Blaulichtreport Elbe-Elster