Bundesfahrzeug in Bonn-Dransdorf übernommen – Stationierung bei der Ortsfeuerwehr Wahrenbrück
Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda erhält neue leistungsfähige Technik für den Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz. Nachdem der Verbandsgemeinde Liebenwerda bereits im Sommer die Zuweisung eines neuen Schlauchwagens Katastrophenschutz (SW-KatS) mitgeteilt worden war, konnte das vom Bund bereitgestellte Fahrzeug nun übernommen und in die Verbandsgemeinde überführt werden.
Der Standort Wahrenbrück verfügt bereits seit vielen Jahren über Erfahrungen mit dieser besonderen Technik. Der dort zuvor stationierte Schlauchwagen des Bundes musste bereits vor einiger Zeit aufgrund technischer Defekte und einer nicht mehr wirtschaftlichen Instandsetzung außer Dienst genommen werden. Um die Einsatzfähigkeit weiterhin sicherzustellen, stellte der Landkreis Elbe-Elster übergangsweise ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung. Mit der jetzigen Zuweisung eines neuen Bundesfahrzeuges erhält der Standort nun wieder einen regulären Schlauchwagen Katastrophenschutz.
Am 1. und 2. Oktober 2026 machte sich dazu ein Team der Feuerwehr gemeinsam mit einem Vertreter des technischen Bereichs auf den Weg zum Bestückungslager des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nach Bonn-Dransdorf.
An beiden Tagen standen die umfangreiche Einweisung und die ordnungsgemäße Übernahme des Fahrzeuges im Mittelpunkt. Die Einsatzkräfte wurden in das Fahrgestell, den feuerwehrtechnischen Aufbau sowie die umfangreiche Beladung eingewiesen. Darüber hinaus erfolgten praktische Fahrübungen und eine vollständige Kontrolle der Ausstattung. Am 2. Oktober konnte der Schlauchwagen schließlich seine Heimreise antreten und wurde sicher in die Verbandsgemeinde Liebenwerda überführt.
Spezialist für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken
Der Schlauchwagen Katastrophenschutz ist ein Spezialfahrzeug, dessen wesentliche Aufgabe der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserversorgung über größere Entfernungen ist. Hierfür führt das Fahrzeug insgesamt 2.000 Meter B-Schlauch mit. Die Schlauchleitungen können während langsamer Fahrt verlegt werden und ermöglichen so einen schnellen Aufbau langer Förderstrecken.
Zur Ausstattung gehören außerdem eine leistungsfähige Tragkraftspritze sowie ein Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern Wasser. Damit können auch größere Entfernungen und Höhenunterschiede bei der Löschwasserversorgung überwunden werden.
Gerade bei größeren Bränden, Vegetations- und Waldbränden oder anderen umfangreichen Schadenslagen, bei denen Löschwasser nicht unmittelbar an der Einsatzstelle zur Verfügung steht, stellt diese Technik eine wichtige Ergänzung dar.
Stationierung bei der Ortsfeuerwehr Wahrenbrück
Seinen Standort erhält der neue Schlauchwagen bei der Ortsfeuerwehr Wahrenbrück. Die dortigen Kameradinnen und Kameraden werden das Fahrzeug künftig für die Aufgaben des Katastrophen- und Zivilschutzes besetzen und sich in den kommenden Wochen intensiv mit der neuen Technik vertraut machen.
Gleichzeitig stellt das Fahrzeug auch für den örtlichen Brandschutz der Verbandsgemeinde Liebenwerda einen deutlichen Mehrwert dar. Die Technik kann damit nicht nur bei überörtlichen Katastrophenschutzlagen, sondern bei entsprechendem Bedarf auch bei Einsätzen innerhalb der Verbandsgemeinde genutzt werden.
Bis zur vollständigen Einsatzbereitschaft sind noch einige Schritte erforderlich. Dazu gehören unter anderem die Aufnahme und Erfassung des Fahrzeuges einschließlich seiner Beladung durch den Landkreis Elbe-Elster sowie die abschließende technische Überprüfung und Abnahme durch die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) am Standort Borkheide.
Nach Abschluss dieser Schritte soll die offizielle Übergabe und anschließende Indienststellung des neuen Schlauchwagens erfolgen.
Die Verbandsgemeinde Liebenwerda freut sich über die Zuweisung des neuen Bundesfahrzeuges. Mit ihm wird nicht nur eine bisher übergangsweise sichergestellte Fähigkeit dauerhaft wiederhergestellt, sondern zugleich der Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz in der Verbandsgemeinde und im Landkreis Elbe-Elster weiter gestärkt.
(Mittelung der FF VG Liebenwerda)

Foto: FF VG Liebenwerda