Neues Löschgruppenfahrzeug LF 20 für die Ortsfeuerwehr Mühlberg

Verbandsgemeinde Liebenwerda investiert rund 429.000 Euro in moderne Feuerwehrtechnik – neues Einsatzfahrzeug vereint Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Mühlberg. Ein bedeutender Schritt für die Zukunft der Ortsfeuerwehr Mühlberg: Am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF 20 offiziell an die Ortsfeuerwehr übergeben. Mit dem modernen Einsatzfahrzeug stärkt die Verbandsgemeinde Liebenwerda die Leistungsfähigkeit ihrer Freiwilligen Feuerwehr und setzt die kontinuierliche Modernisierung der Fahrzeugtechnik fort.

Das neue LF 20 ersetzt das bisherige Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS und übernimmt künftig zusätzlich Aufgaben der technischen Hilfeleistung, die bislang durch den Gerätewagen (VGW) abgedeckt wurden. Dieser kann damit außer Dienst gestellt werden. Die Zusammenführung dieser Aufgaben auf einem modernen Einsatzfahrzeug stellt sowohl technisch als auch organisatorisch eine wesentliche Verbesserung dar.

Feierliche Übergabe am Feuerwehrstandort Mühlberg

Die offizielle Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeuges erfolgte am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, durch die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber und den Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann an die Ortsfeuerwehr Mühlberg und ihren Ortswehrführer Georg Franke. Als Gast nahm auch Maximilian Schöne, Bürgermeister der Stadt Mühlberg/Elbe, an der Fahrzeugübergabe teil.

Mit einer eigens veranlassten Alarmierung wurde das neue Einsatzfahrzeug am Feuerwehrstandort begrüßt. Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr sowie Gäste aus den umliegenden Ortsfeuerwehren und weiteren Bereichen waren gekommen, um das neue Fahrzeug gemeinsam willkommen zu heißen. Im Anschluss hatten die Anwesenden Gelegenheit, das LF 20 aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen, sich über die moderne Technik und Ausstattung zu informieren und erste Eindrücke auszutauschen. Bei Getränken und einem kleinen Imbiss klang die Fahrzeugübergabe in kameradschaftlicher Atmosphäre aus. Die gemeinsame Freude über die neue Technik und die damit verbundenen verbesserten Einsatzmöglichkeiten stand dabei im Mittelpunkt.

Beschaffung im Rahmen einer Landesausschreibung – Finanzierung aus eigenen Mitteln

Bereits im Jahr 2021 beantragte die Verbandsgemeinde Liebenwerda Fördermittel für die Beschaffung von insgesamt drei Löschgruppenfahrzeugen LF 20, die für die Ortsfeuerwehren Mühlberg, Wahrenbrück und Uebigau vorgesehen waren. Die beantragten Fördermittel wurden jedoch nicht bewilligt.

Um die notwendige Modernisierung der Feuerwehrtechnik dennoch voranzubringen, entschied sich die Verbandsgemeinde Liebenwerda, die Beschaffung des LF 20 für die Ortsfeuerwehr Mühlberg aus eigenen Haushaltsmitteln zu finanzieren. Dabei schloss sie sich als Eigenzahler der landesweiten Ausschreibung und Sammelbeschaffung des Landes Brandenburg an. Auf diese Weise konnten die Vorteile einer gemeinsamen Beschaffung und einheitlicher technischer Standards genutzt werden, ohne dass eine finanzielle Förderung durch das Land erfolgte.

Am 3. Mai 2023 fasste die Verbandsgemeindeversammlung der Verbandsgemeinde Liebenwerda den entsprechenden Vergabebeschluss und schuf damit die Grundlage für die Finanzierung und Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges. Zwischen diesem Beschluss und der tatsächlichen Fahrzeugübergabe am 21. Oktober 2026 liegen rund dreieinhalb Jahre. Dies verdeutlicht einmal mehr, welche langen Zeiträume zwischen einer Beschaffungsentscheidung, der Herstellung, der technischen Anpassung und der tatsächlichen Bereitstellung moderner Feuerwehrfahrzeuge liegen können. Für die langfristige Fahrzeug- und Investitionsplanung der Verbandsgemeinde Liebenwerda sind solche Vorlaufzeiten von erheblicher Bedeutung. Ersatzbeschaffungen müssen deshalb frühzeitig vorbereitet und finanziell abgesichert werden, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr dauerhaft zu gewährleisten.

Das Fahrzeug stammt vom Feuerwehrtechnikhersteller Rosenbauer und wurde in dessen Werk in Slowenien gefertigt. Im Anschluss erfolgte im Rosenbauer-Werk in Luckenwalde ein zusätzlicher Umbau, bei dem das Fahrzeug gezielt für die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen erweitert wurde.

Die ursprünglich vorgesehenen Kosten lagen nach Angaben des Landes bei rund 482.000 Euro. Bislang wurden für das Fahrzeug einschließlich der zusätzlichen Ausstattung und Umbauarbeiten rund 429.000 Euro aufgewendet. Einzelne Ausstattungsgegenstände sowie abschließende Beklebungsarbeiten stehen noch aus. Die Beschaffung zeigt damit, dass die Verbandsgemeinde Liebenwerda auch ohne bewilligte Fördermittel gezielt in die Modernisierung ihrer Feuerwehr investiert, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger langfristig zu gewährleisten.

Foto: FF Mühlberg/ Georg Franke

Umfangreiche Ausstattung für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung

Das neue LF 20 bietet Platz für eine Löschgruppe mit neun Einsatzkräften und verfügt über einen leistungsfähigen Allradantrieb, ein Automatikgetriebe sowie eine umfangreiche feuerwehrtechnische Ausstattung. Zur Brandbekämpfung stehen den Einsatzkräften ein 3.000 Liter fassender Löschwassertank, ein Schaummittelvorrat sowie eine leistungsfähige Feuerlöschkreiselpumpe zur Verfügung. Damit können sowohl Wasser als auch Löschschaum zur Bekämpfung unterschiedlicher Brände eingesetzt werden.

Der große Löschwasservorrat ist insbesondere im ländlichen Einsatzgebiet der Verbandsgemeinde Liebenwerda von Bedeutung. Gerade in kleineren Ortslagen oder bei Wald- und Vegetationsbränden steht nicht immer unmittelbar eine ausreichende Löschwasserversorgung zur Verfügung. Mit den 3.000 Litern Wasser an Bord kann die Feuerwehr schnell erste Löschmaßnahmen einleiten und die Zeit bis zum Aufbau einer zusätzlichen Wasserversorgung überbrücken. Zur weiteren Ausstattung gehören unter anderem moderne Beleuchtungstechnik, Geräte zur Menschenrettung und medizinischen Erstversorgung sowie spezielle Einsatzmittel für Wald- und Vegetationsbrände. Damit ist das Fahrzeug für ein breites Spektrum möglicher Einsatzlagen ausgestattet.

Eine wesentliche Besonderheit ist die zusätzliche Ausstattung für die technische Hilfeleistung. Hierfür hat die Verbandsgemeinde Liebenwerda eigenständig einen hydraulischen Rettungssatz sowie weitere Ausrüstungsgegenstände beschafft. Um diese Technik sicher und einsatztaktisch sinnvoll im Fahrzeug unterzubringen, wurde das LF 20 im Rosenbauer-Werk in Luckenwalde entsprechend umgebaut und angepasst. Der hydraulische Rettungssatz ermöglicht es den Einsatzkräften, bei schweren Verkehrsunfällen technische Rettungsmaßnahmen durchzuführen und beispielsweise eingeklemmte Personen aus verunfallten Fahrzeugen zu befreien.

Damit vereint das neue LF 20 die Aufgaben der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung in einem einzigen Einsatzfahrzeug. Während bislang unterschiedliche Fahrzeuge für diese Aufgaben vorgehalten werden mussten, steht den Kameradinnen und Kameraden künftig ein vielseitig einsetzbares Löschgruppenfahrzeug zur Verfügung. Dies verbessert nicht nur die Einsatzmöglichkeiten, sondern erleichtert auch die Organisation, Ausbildung und Unterhaltung der Fahrzeugtechnik.

Nachhaltige Stärkung der örtlichen Gefahrenabwehr

Die Neubeschaffung ist Bestandteil der langfristigen Fahrzeug- und Investitionsplanung der Verbandsgemeinde Liebenwerda. Mit ihren 41 Ortsfeuerwehren und einem großflächigen, ländlich geprägten Einsatzgebiet steht die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda vor vielfältigen Herausforderungen. Insbesondere die zahlreichen Ortslagen, größere Entfernungen zwischen den Einsatzstandorten, die vorhandene Verkehrsinfrastruktur sowie die Gefahren durch Hochwasser und Vegetationsbrände erfordern eine leistungsfähige und bedarfsgerechte technische Ausstattung.

Das neue LF 20 trägt diesen Anforderungen Rechnung. Durch die Kombination aus großem Löschwasservorrat, moderner Brandbekämpfungstechnik und umfangreicher Ausstattung zur technischen Hilfeleistung kann die Ortsfeuerwehr Mühlberg künftig noch flexibler auf unterschiedliche Einsatzsituationen reagieren. Davon profitieren insbesondere die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Mühlberg/Elbe und der umliegenden Ortslagen. Bei Bränden, Verkehrsunfällen und anderen Notlagen steht den ehrenamtlichen Einsatzkräften moderne Technik zur Verfügung, um schnell und wirkungsvoll Hilfe zu leisten. Gleichzeitig verbessert das neue Fahrzeug die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen. Moderne Fahrzeugtechnik, eine zeitgemäße Unterbringung der Einsatzmittel und eine auf die örtlichen Anforderungen abgestimmte Ausstattung unterstützen die Einsatzkräfte bei ihrer verantwortungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeit. Die Investition ist damit nicht nur eine Ersatzbeschaffung für ältere Feuerwehrfahrzeuge, sondern zugleich eine nachhaltige Stärkung des Brand- und Bevölkerungsschutzes innerhalb der Verbandsgemeinde Liebenwerda.

Dank an alle Beteiligten

Die Verbandsgemeinde Liebenwerda bedankt sich bei allen Beteiligten, die an der Planung, Beschaffung, technischen Umsetzung und Übernahme des neuen Löschgruppenfahrzeuges mitgewirkt haben. Ein besonderer Dank gilt der Verbandsgemeindeversammlung der Verbandsgemeinde Liebenwerda, die mit ihrem Vergabebeschluss vom 3. Mai 2023 und der Bereitstellung der erforderlichen Eigenmittel die Beschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeuges auch ohne Landesförderung ermöglicht hat.

Ebenso gilt ein besonderer Dank Mathias Bauer, dem damaligen Leiter der Feuerwehr, sowie Eric Zeidler, dem seinerzeit zuständigen Sachbearbeiter. Beide haben die Beschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeuges in ihren damaligen Funktionen maßgeblich begleitet und einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung und Umsetzung dieses langfristigen Vorhabens geleistet.

Der Dank richtet sich darüber hinaus an alle weiteren Beteiligten aus Verwaltung, Feuerwehr und den beteiligten Unternehmen, die über die vergangenen Jahre an der Realisierung mitgewirkt haben. Nicht zuletzt gilt die Anerkennung den ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Mühlberg, die sich mit großem Engagement für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug steht ihnen künftig moderne und leistungsfähige Technik zur Verfügung, um den vielfältigen Anforderungen des Feuerwehrdienstes auch in den kommenden Jahren gerecht zu werden.

Die Investition von rund 429.000 Euro ist damit zugleich eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie in die Zukunftsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda, insbesondere im Bereich Mühlberg/Elbe.

(Mitteilung der Stabstelle Brand- und Bevölkerungsschutz VG Liebenwerda)

Katastrophenschutz-Leuchtturm in Bad Liebenwerda erfolgreich erprobt

Zweitägiger Probebetrieb im Grundschulzentrum „Robert Reiss“ – Technische und organisatorische Abläufe getestet


Bad Liebenwerda. Die Verbandsgemeinde Liebenwerda hat unter Federführung der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz am Dienstag, den 20. Oktober, und Mittwoch, den 21. Oktober 2026, den Katastrophenschutz-Leuchtturm für den Bereich Bad Liebenwerda im Grundschulzentrum „Robert Reiss“ aufgebaut, in Betrieb genommen und im Rahmen eines zweitägigen Probebetriebes umfassend getestet.
Nach dem ersten erfolgreichen Probebetrieb im Februar dieses Jahres in Mühlberg/Elbe wurde damit der zweite der insgesamt vier vorgesehenen Katastrophenschutz-Leuchttürme innerhalb der Verbandsgemeinde Liebenwerda praktisch erprobt. Ziel war es, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen späteren Betrieb im Krisenfall zu überprüfen, Erfahrungen zu sammeln und weiteren Handlungsbedarf zu erkennen.


Zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung in Krisensituationen


Ein Katastrophenschutz-Leuchtturm ist eine zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung in besonderen Krisen- und Notlagen, insbesondere bei länger andauernden Stromausfällen, großflächigen Schadensereignissen oder erheblichen Störungen der öffentlichen Versorgung und Kommunikation. Auch mit Blick auf mögliche Zivilschutzlagen gewinnen solche Einrichtungen zunehmend an Bedeutung.
Sie sollen dazu beitragen, der Bevölkerung ein Mindestmaß an Versorgung, Orientierung und Sicherheit zu bieten, wenn wichtige Infrastrukturen wie Strom, Telefon oder Internet zeitweise nicht zur Verfügung stehen.
Zu den wesentlichen Aufgaben und Angeboten eines Katastrophenschutz-Leuchtturms gehören:
die Bereitstellung von Wärme und Aufenthaltsmöglichkeiten,
die Notversorgung mit Trinkwasser,
Möglichkeiten zum Erwärmen mitgebrachter Nahrung,
die Bereitstellung von Erster Hilfe,
Lademöglichkeiten für mobile Kommunikationsgeräte,
die Weitergabe wichtiger und verlässlicher Informationen an die Bevölkerung sowie
die Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit zuständigen Behörden und Hilfsorganisationen.
Die Einrichtungen sind dabei nicht als dauerhafte Notunterkünfte vorgesehen, sondern sollen insbesondere als zeitlich begrenzte Anlauf- und Unterstützungsstellen für die Bevölkerung dienen.


Zwei Tage für Aufbau, technische Erprobung und Dokumentation


Am Dienstag, den 20. Oktober 2026, stand zunächst die umfassende Begehung des Grundschulzentrums „Robert Reiss“ im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden die räumlichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen für den Betrieb des Katastrophenschutz-Leuchtturms geprüft.
Dabei ging es insbesondere um die Frage, welche Räumlichkeiten für die einzelnen Funktions- und Versorgungsbereiche genutzt werden können, wie die verschiedenen Stationen angeordnet werden müssen und welche organisatorischen Abläufe im tatsächlichen Krisenfall erforderlich sind.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der technischen Infrastruktur. Hierzu gehörten insbesondere die Notstromversorgung einschließlich der erforderlichen Netzeinspeisung, die vorhandenen Medienanschlüsse und Versorgungsleitungen sowie deren Nutzung im Ereignisfall.
Darüber hinaus wurde betrachtet, welche besonderen Maßnahmen bei einer kurzfristigen Inbetriebnahme erforderlich sind und welche organisatorischen, personellen und technischen Voraussetzungen hierfür geschaffen werden müssen.
Im Anschluss an die Begehung wurde der Katastrophenschutz-Leuchtturm entsprechend den vorgesehenen Abläufen aufgebaut, eingerichtet und die technische Ausstattung praktisch getestet.
Am Mittwoch, den 21. Oktober 2026, erfolgte eine erneute umfassende Begehung des eingerichteten Standortes. Dabei wurden die einzelnen Stationen und Funktionsbereiche überprüft, die vorgesehenen Abläufe nachvollzogen und die Ergebnisse fotografisch sowie schriftlich dokumentiert.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen insbesondere dazu dienen, die notwendigen Aufbau- und Betriebsabläufe künftig möglichst eindeutig festzulegen, zu vereinheitlichen und für einen tatsächlichen Krisenfall nachvollziehbar zu dokumentieren.

Foto: Frank Claus (LR)


Besichtigung durch Landkreis und Verbandsgemeinde


Am Mittwoch gegen 10:30 Uhr besuchten die Beigeordnete und Dezernentin für Ordnung und kreisliche Entwicklung des Landkreises Elbe-Elster, Susann Kirst, sowie die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber den eingerichteten Katastrophenschutz-Leuchtturm.
Im Rahmen einer gemeinsamen Begehung ließen sie sich durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz die einzelnen Funktionsbereiche, die technische Ausstattung und die vorgesehenen organisatorischen Abläufe erläutern.
Dabei kamen die Beteiligten über die praktischen Erfahrungen aus dem Probebetrieb, die besonderen Anforderungen an einen solchen Standort und die noch zu bewältigenden Aufgaben ins Gespräch.
Auch der für den Grundschulbereich zuständige Sachbearbeiter der Verbandsgemeinde Liebenwerda war vor Ort, verschaffte sich einen Überblick über die Nutzung der Räumlichkeiten und beteiligte sich an den erforderlichen Abstimmungen.
Der gemeinsame Austausch verdeutlichte erneut, dass die Vorbereitung und der spätere Betrieb der Katastrophenschutz-Leuchttürme eine enge Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeinde Liebenwerda, dem Landkreis Elbe-Elster und den verschiedenen beteiligten Verwaltungsbereichen erfordern.


Besonderer Dank an den Bauhof und das Grundschulzentrum


Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofes Bad Liebenwerda, die den zweitägigen Probebetrieb in erheblichem Umfang unterstützten.
Insbesondere beim Transport der umfangreichen Ausstattung, beim Auf- und Abbau, bei der Einrichtung der einzelnen Stationen sowie bei den praktischen Arbeiten während des Probebetriebes leisteten sie einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Ablauf der Maßnahme.
Ebenso gilt ein ausdrücklicher Dank den Hausmeistern des Grundschulzentrums „Robert Reiss“, die mit ihrer Unterstützung, ihren Kenntnissen der örtlichen Gegebenheiten und ihren praktischen Hinweisen wesentlich zur Durchführung des Probebetriebes beitrugen.
Die konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit aller Beteiligten war eine wichtige Voraussetzung dafür, die geplanten Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen erproben zu können.


Weitere organisatorische Vorbereitungen erforderlich


Auch wenn der zweitägige Probebetrieb erfolgreich durchgeführt werden konnte, wurde deutlich, dass bis zur abschließenden organisatorischen Vorbereitung der Katastrophenschutz-Leuchttürme noch verschiedene Aufgaben zu bewältigen sind.
Insbesondere müssen Zuständigkeiten, personelle Besetzungen, technische Abläufe, Materiallogistik sowie die einzelnen Schritte zur Inbetriebnahme und zum laufenden Betrieb weiter geprüft, abgestimmt und verbindlich dokumentiert werden.
Die Erfahrungen aus den bisherigen Probebetrieben in Mühlberg/Elbe und Bad Liebenwerda bilden hierfür eine wichtige Grundlage. Ziel ist es, aus den praktischen Erkenntnissen einen möglichst einheitlichen, verbindlichen und zugleich auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten abgestimmten Betreiber- und Ablaufplan zu entwickeln.
Ursprünglich war auch vorgesehen, die Katastrophenschutz-Leuchttürme bereits frühzeitig einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Im Verlauf der bisherigen Vorbereitungen hat sich jedoch gezeigt, dass zunächst die organisatorischen und technischen Grundlagen weiter gefestigt werden müssen.
Erst auf dieser Grundlage soll die Bevölkerung umfassend über die Aufgaben, Standorte, Nutzungsmöglichkeiten und Grenzen der Katastrophenschutz-Leuchttürme informiert werden.
Ein besonderes Anliegen ist es zudem, künftig interessierte Bürgerinnen und Bürger für eine ehrenamtliche Mitarbeit und Unterstützung beim Betrieb der Einrichtungen zu gewinnen. Denn gerade bei länger andauernden Krisenlagen wird neben den vorhandenen Verwaltungs- und Einsatzkräften auch zusätzliches Unterstützungspersonal benötigt.

Foto: Frank Claus (LR)


Vier Katastrophenschutz-Leuchttürme für die Verbandsgemeinde Liebenwerda


Insgesamt sind innerhalb der Verbandsgemeinde Liebenwerda vier Katastrophenschutz-Leuchttürme vorgesehen, jeweils einer für die Bereiche Bad Liebenwerda, Falkenberg/Elster, Mühlberg/Elbe und Uebigau-Wahrenbrück.
Mit den beiden bisher durchgeführten Probebetrieben konnten bereits wichtige praktische Erfahrungen gesammelt werden, die nun auch bei der Vorbereitung und Erprobung der weiteren Standorte berücksichtigt werden sollen.
Ziel ist es, für alle vier Einrichtungen möglichst einheitliche, praktikable und verlässliche Betriebsabläufe zu schaffen, die gleichzeitig die jeweiligen örtlichen Besonderheiten berücksichtigen.
Dabei spielen insbesondere die technischen Voraussetzungen der Gebäude, die Notstromversorgung, die Materiallogistik, die personelle Besetzung sowie die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und weiteren Unterstützungskräften eine wesentliche Rolle.


Katastrophen- und Zivilschutz als gemeinsame Herausforderung


Die zunehmenden Herausforderungen durch extreme Wetterereignisse, großflächige Stromausfälle, Störungen kritischer Infrastrukturen sowie die veränderte sicherheitspolitische Lage verdeutlichen die wachsende Bedeutung einer umfassenden und vorausschauenden Krisenvorsorge.
Dabei müssen neben den klassischen Aufgaben des Katastrophenschutzes zunehmend auch die Anforderungen des Zivilschutzes berücksichtigt werden. Insbesondere mögliche Auswirkungen von Verteidigungs- und Spannungsfällen auf die zivile Bevölkerung, länger andauernde Versorgungsausfälle, eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten sowie die Aufrechterhaltung grundlegender Unterstützungs- und Informationsangebote stellen Bund, Länder, Landkreise und Kommunen vor zusätzliche Herausforderungen.
Die Katastrophenschutz-Leuchttürme können hierbei im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten und vorhandenen Möglichkeiten einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie auch in außergewöhnlichen Krisenlagen als Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen.
Umso wichtiger ist es, die organisatorischen, technischen und personellen Voraussetzungen frühzeitig zu schaffen, die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Einrichtungen weiter zu stärken und die Bevölkerung angemessen in die Krisenvorsorge einzubeziehen.
Mit der schrittweisen Erprobung der vier Katastrophenschutz-Leuchttürme verfolgt die Verbandsgemeinde Liebenwerda das Ziel, ihre kommunalen Vorsorgestrukturen sowohl im Katastrophenschutz als auch mit Blick auf die Anforderungen des Zivilschutzes weiterzuentwickeln.
Der erfolgreiche Probebetrieb in Bad Liebenwerda stellt damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung der Krisenfestigkeit und des Schutzes der Bevölkerung innerhalb der Verbandsgemeinde Liebenwerda dar.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda; Die Erstellung der Fotos erfolgte durch Frank Claus (LR), das zur Verfügung stellen dieser durch die FF VG Liebenwerda.)

Ein Leben für die Feuerwehr: 68 Kameradinnen und Kameraden für Treue Dienste geehrt

Landkreis Elbe-Elster würdigte im voll besetzten Refektorium Doberlug-Kirchhain 50, 60 und 70 Jahre ehrenamtliches Engagement / Landrat Marcel Schmidt dankte für jahrzehntelange Einsatzbereitschaft und gelebte Kameradschaft

68 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus dem Landkreis Elbe-Elster standen am 16. Oktober im Mittelpunkt einer besonderen Feierstunde. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Refektorium Doberlug-Kirchhain wurden sie für 50, 60 und sogar 70 Jahre treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr mit Medaillen und Urkunden des Landes Brandenburg ausgezeichnet. Für Landrat Marcel Schmidt war es die erste Auszeichnungsveranstaltung dieser Art seit seinem Amtsantritt. Er würdigte die außergewöhnlichen Lebensleistungen der Geehrten und dankte ihnen persönlich sowie im Namen des Landkreises für ihren jahrzehntelangen Einsatz.

„Heute stehen Menschen im Mittelpunkt, die über Jahrzehnte Verantwortung übernommen haben. Menschen, die nicht lange fragen, wenn Hilfe gebraucht wird. Menschen, auf die sich andere verlassen können“, sagte Schmidt in seiner Ansprache. Die Geehrten hätten nicht nur Brände bekämpft, Menschen gerettet und bei Unfällen und Katastrophen geholfen. Sie hätten auch die Entwicklung ihrer Feuerwehren über Jahrzehnte begleitet, Verantwortung übernommen und ihr Wissen an jüngere Generationen weitergegeben. Viele hätten nach der politischen Wende maßgeblich dazu beigetragen, ihre Wehren neu aufzustellen und weiterzuentwickeln.Der Landrat erinnerte zugleich an die schweren Waldbrände der vergangenen Jahre, unter anderem in Kölsa-Rehfeld, der Gohrischheide sowie in Breitenau und Kleinbahren. Diese Einsätze hätten eindringlich gezeigt, wie unverzichtbar gut ausgebildete und verlässlich zusammenarbeitende Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung seien.

Mit Blick auf die Zukunft sprach Schmidt auch die wachsenden Herausforderungen für das Ehrenamt an. Nachwuchs zu gewinnen und Beruf, Familie und freiwilliges Engagement miteinander zu vereinbaren, werde zunehmend schwieriger. Umso wichtiger seien erfahrene Kameradinnen und Kameraden, die ihre Kenntnisse weitergeben und jungen Menschen Kameradschaft und Verantwortungsbewusstsein vorleben. Zugleich betonte er die gemeinsame Verantwortung des Landkreises und seiner Kommunen für moderne Technik, gute Ausbildung und verlässliche Rahmenbedingungen. „Die beste Technik hilft uns wenig, wenn die Menschen fehlen, die sie einsetzen“, unterstrich der Landrat.

Foto: LK-EE/ Pressestelle Kreisverwaltung

Sein Dank galt ausdrücklich auch den Familien und Angehörigen, die über viele Jahrzehnte Verständnis für Einsätze, Übungen und die damit verbundenen Entbehrungen aufgebracht hätten. Hinter jeder Medaille stehe eine persönliche Geschichte voller gemeinsamer Erlebnisse, Herausforderungen und Freundschaften.An der Feierstunde nahmen neben den Geehrten zahlreiche Vertreter der Kommunen und Feuerwehren teil. Unter ihnen waren die Bürgermeisterinnen Claudia Sieber (Verbandsgemeinde Liebenwerda) und Anja Heinrich (Elsterwerda), Kreisbrandmeister Steffen Ludewig, Stadtbrandmeister René Wunderlich aus Doberlug-Kirchhain sowie Kreisjugendwart Robby Richter vom Kreisfeuerwehrverband Elbe-Elster.

Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgte das Trompetenensemble der Kreismusik- und Kunstschule „Gebrüder Graun“ unter der Leitung von Thomas Brünnich. Die Musiker begleiteten die Veranstaltung mit mehreren Beiträgen.
Nach der feierlichen Übergabe der Auszeichnungen eröffnete Landrat Marcel Schmidt den geselligen Teil des Abends. Bei Essen und Getränken bot sich reichlich Gelegenheit, Erinnerungen an ein langes und ereignisreiches Feuerwehrleben auszutauschen, alte Weggefährten wiederzutreffen und gemeinsam auf viele Jahrzehnte gelebter Kameradschaft zurückzublicken. Damit wurde die Ehrung nicht nur zu einem Zeichen öffentlicher Anerkennung, sondern auch zu einem Abend der Begegnung und des persönlichen Dankes.

(Pressemitteilung des Landkreises Elbe-Elster)

Schwerer Verkehrsunfall: 66-jährige Frau verstirbt noch vor Ort

B101, OV Beutersitz-Winkel. Vor gut einer Woche, am 14. Oktober 2026 kam es auf der B101 zwischen Beutersitz und Winkel (beide Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Verbandsgemeinde Liebenwerda) zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Pkw frontal im Bereich einer Kurve miteinander kollidierten. In einem Pkw Dacia wurde eine 66-jährige Frau eingeklemmt, im anderen Pkw BMW ein junger Mann eingeschlossen. Gegen 9 Uhr vormittags waren die Ortswehren Winkel, Prestewitz, Wahrenbrück und Bad Liebenwerda zusammen mit dem Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster und der Landespolizei alarmiert worden. Hinzu kam ein Rettungshubschrauber.

Entgegen einer ersten Meldung in der von drei beteiligten Personen die Rede war, fand man an der Einsatzstelle nur zwei Personen vor. Um ein zügiges, koordiniertes und paralleles Arbeiten an beiden Unfallfahrzeugen zu ermöglichen, wurde der Raum in zwei Abschnitte aufgeteilt. So übernahmen Kameradinnen und Kameraden aus Bad Liebenwerda die technische Befreiung und Rettung der Frau aus dem Pkw Dacia. Parallel dazu übernahmen die Einsatzkräfte aus Prestewitz und Wahrenbrück die Befreiung des jungen Mannes aus dem Pkw BMW sowie die Sicherung der Einsatzstelle, unter Anderem gegen Brandgefahren und auslaufende Betriebsstoffe. Weitere Kameradinnen und Kameraden aus Bad Liebenwerda leisteten die Koordination aller Kräfte und Mittel, dokumentierten den Einsatzverlauf und führten die Kommunikation mit der Leistelle Lausitz.

Selbstredend waren bei den Arbeiten in beiden Abschnitten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes eingebunden, um die Patienten zu beurteilen und erste Maßnahmen zur medizinischen Versorgung einzuleiten. Leider musste hierbei festgestellt werden, dass für die 66-jährige Frau jede Hilfe zu spät kam, obwohl sie trotz der Einklemmung vergleichsweise zügig technisch befreit werden konnte, wie Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten durch die Freiwillige Feuerwehr übernahm die Landespolizei die Unfallstelle, um den vorgefundenen Sachstand zu sichern und erste Ermittlungen einzuleiten. Aufgrund der verstorbenen Person wurde auch ein Sachverständiger der DEKRA hinzugezogen.

Weiterhin forderte man den Straßenbaulastträger an, da durch den Unfall erhebliche Mengen an Kraftstoff ausgelaufen waren und der betroffene Streckenabschnitt vor einer Freigabe entsprechend gereinigt werden musste. Letzte Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten abschließend noch bei der Bergung der Unfallfahrzeuge. Bis zum heutigen Tag hat sich die Landespolizei noch nicht weiter zum Unfallhergang oder zur Schuldfrage geäußert, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Ermittlungen noch laufen. (RRS)

Feuerwehr Werenzhain feiert Einweihung

Werenzhain (Stadt Doberlug-Kirchhain). Ein wichtiger Schritt für die Sicherheit und Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Werenzhain ist vollbracht. Am 2. Oktober 2026 wurde der Erweiterungsbau des örtlichen Feuerwehrgerätehauses im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung offiziell eingeweiht. Damit haben sich die Bedingungen am Standort für die Kameradinnen und Kameraden erheblich verbessert.

An der feierlichen Einweihung nahmen neben den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr auch Vertreter aus Politik und Verwaltung teil. Zu den Gästen zählten Innenstaatssekretär Uwe Schüler, der stellvertretende Landtagspräsident Rainer Genilke, Bürgermeister Enrico Reiche sowie Stadtbrandmeister René Wunderlich.

Im Mittelpunkt der Baumaßnahme stand die Schaffung eines DIN-gerechten Stellplatzes für das Einsatzfahrzeug. Die zusätzlichen Flächen ermöglichen den Einsatzkräften nun ein sichereres Arbeiten und Bewegen rund um das Fahrzeug. Gerade im Hinblick auf die Unfallverhütung stellt dies eine wesentliche Verbesserung gegenüber den bisherigen Platzverhältnissen dar. Darüber hinaus wurde eine Abgasabsauganlage eingebaut, die für eine geringere Belastung durch Fahrzeugabgase innerhalb des Gerätehauses sorgt.

Der Weg zum fertigen Anbau erstreckte sich über mehrere Jahre. Die Planungen reichen bis ins Jahr 2023 zurück. Nachdem im November 2023 die erforderlichen Bauunterlagen eingereicht worden waren, lag knapp ein Jahr später, am 25. Oktober 2024, die Baugenehmigung vor. Am 11. August 2025 begannen schließlich die Bauarbeiten, die am 29. September 2026 beendet werden konnten.
Besonders hervorzuheben ist das große Engagement der Werenzhainer Kameradinnen und Kameraden, die während der Bauphase zahlreiche Arbeiten in Eigenleistung übernahmen. Mit ihrem persönlichen Einsatz und vielen investierten Stunden trugen sie maßgeblich zur Umsetzung des Projektes bei.

Finanziell wurde das Vorhaben durch das Land Brandenburg ermöglicht. Über die Feuerwehrinfrastruktur-Richtlinie des Ministeriums des Innern und für Kommunales werden die Kosten vollständig durch Fördermittel gedeckt. Bis zum Tag der Einweihung waren Ausgaben in Höhe von rund 290.000 Euro angefallen.

Neben der offiziellen Einweihung bot die Veranstaltung auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Innenstaatssekretär Uwe Schüler und der stellvertretende Landtagspräsident Rainer Genilke nahmen sich Zeit, um mit den Einsatzkräften vor Ort ins Gespräch zu kommen. Dabei konnten die Kameradinnen und Kameraden auch Sorgen, Herausforderungen und Probleme aus dem Feuerwehralltag unmittelbar an die politischen Vertreter herantragen.

Mit dem fertiggestellten Anbau ist die Feuerwehr Werenzhain für die Zukunft besser aufgestellt. Es wurde nicht nur die Infrastruktur der Ortsfeuerwehr nachhaltig gestärkt, sondern auch eine wichtige Investition in die Sicherheit des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes getätigt. (JK)

Hohe Landesauszeichnung für zwei Feuerwehrleute aus dem Landkreis Elbe-Elster

Daniel Neubert aus Elsterwerda und Tobias Knoblich aus Oppelhain erhalten das silberne Ehrenzeichen im Brandschutz

Klaistow (Stadt Beelitz, Landkreis Potsdam-Mittelmark). Bei einer zentralen Festveranstaltung des brandenburgischen Innenministeriums am 9. Oktober in Klaistow hat Innenminister Dr. Jan Redmann verdiente Einsatzkräfte aus dem gesamten Land gewürdigt. Unter den Ausgezeichneten sind mit Stadtbrandmeister Daniel Neubert aus Elsterwerda und Ortswehrführer Tobias Knoblich aus Oppelhain zwei langjährige Führungskräfte aus dem Landkreis Elbe-Elster. Beide wurden mit dem Ehrenzeichen im Brandschutz in Silber am Bande geehrt.

Die Verleihung würdigt besondere Verdienste, die weit über den normalen Feuerwehrdienst hinausgehen. Beide Kameraden übernehmen seit vielen Jahren Führungsverantwortung und engagieren sich mit großem persönlichem Einsatz für den Schutz der Menschen in ihren Heimatorten.

Landrat Marcel Schmidt unterstreicht den Stellenwert dieses Engagements für die gesamte Region:
„Wenn bei uns auf dem Land die Sirene geht, dann zählt jede Minute. Auf Menschen wie Daniel Neubert und Tobias Knoblich kann man sich in solchen Momenten einfach blind verlassen. Für den gesamten Landkreis ist ihr Einsatz unbezahlbar. Hinter solchen Leistungen stehen außerdem immer auch Familien, die dieses Ehrenamt Tag für Tag mittragen und viele Entbehrungen in Kauf nehmen. Diese Auszeichnung auf Landesebene ist hochverdient und eine starke Anerkennung für ganz Elbe-Elster.“

Im Rahmen der Veranstaltung zeichnete das Ministerium insgesamt 60 Frauen und Männer aus dem Brand- und Katastrophenschutz sowie fünf Bürger für lebensrettende Taten aus. Innenminister Redmann hob in seiner Ansprache die Verlässlichkeit und den großen Idealismus aller Geehrten hervor.

Die Kreisverwaltung und der Kreisbrandmeister Steffen Ludewig gratulieren Daniel Neubert sowie Tobias Knoblich herzlich zu dieser Würdigung.


(Pressemitteilung des LK-EE)

Realitätsnahe Löschzugübung in der Innenstadt von Bad Liebenwerda

Menschenrettung, Brandbekämpfung und Zusammenarbeit im Fokus

Am Montagabend, dem 12. Oktober 2026, führte die Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda im Rahmen ihres regulären Ausbildungsdienstes ihre jährlich stattfindende Löschzugübung durch. Schauplatz war diesmal die Südbrandenburgische Orgelakademie im Herzen der Bad Liebenwerdaer Innenstadt. Im rückwärtigen, älteren Werkstattkomplex des Gebäudes, in Richtung Südring gelegen, wurde ein anspruchsvolles Gebäudebrandszenario dargestellt. Insgesamt 33 Einsatz- und Rettungskräfte waren an der Übung beteiligt, darunter Angehörige der Ortsfeuerwehren Bad Liebenwerda und Lausitz sowie des Rettungsdienstes des Landkreises Elbe-Elster.

Die Wahl des Übungsobjektes erfolgte dabei nicht zufällig. Gerade die historische Innenstadt von Bad Liebenwerda stellt mit ihrer teilweise alten, engen und zusammenhängenden Bebauung besondere Anforderungen an die Feuerwehr. Der rückwärtige Werkstattkomplex der Südbrandenburgischen Orgelakademie bot hierfür besonders realitätsnahe Bedingungen. Im Falle eines Gebäudebrandes können sich Feuer und Rauch auf benachbarte Gebäudeteile ausbreiten. Gleichzeitig stellen begrenzte Zufahrts- und Aufstellflächen sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung besondere Herausforderungen dar.

Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda)

Anspruchsvolles Einsatzszenario mit drei vermissten Personen

Als Ausgangslage wurde ein Brand nach Werkstattarbeiten in einem älteren Werkstattbereich mit historischen Maschinen angenommen. Durch das simulierte Brandereignis waren zwei Personen aufgrund der Rauchentwicklung im Gebäude eingeschlossen. Eine weitere Person war infolge des Unfalls beziehungsweise des Brandausbruchs unter einer Maschine eingeklemmt und musste technisch befreit werden.

Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte erfolgte zunächst die Lageerkundung. Anschließend wurden mehrere Einsatzmaßnahmen parallel eingeleitet. Während Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vorgingen, wurde über das Hubrettungsfahrzeug eine Brandbekämpfung von außen durchgeführt. Gleichzeitig galt es, die unter der Maschine eingeklemmte Person mit geeigneten technischen Mitteln zu befreien. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die verschiedenen Maßnahmen unter Berücksichtigung der begrenzten Platzverhältnisse und der angenommenen Brandausbreitung aufeinander abzustimmen.

Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda)

Unterstützung durch die Ortsfeuerwehr Lausitz und den Rettungsdienst

Zur Unterstützung wurde die Ortsfeuerwehr Lausitz in die Übung eingebunden. Dies entspricht auch dem Grundgedanken der Alarm- und Ausrückeordnung: Bei einem größeren Gebäudebrand im Innenstadtbereich werden neben der örtlich zuständigen Feuerwehr weitere Ortsfeuerwehren hinzugezogen, um insbesondere zusätzliche Atemschutzgeräteträger bereitzustellen und die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Im Rahmen der Übung übernahm die Ortsfeuerwehr Lausitz unter anderem Aufgaben beim Aufbau und der Sicherstellung einer kontinuierlichen Löschwasserversorgung sowie bei der Absicherung der Einsatzstelle gegenüber dem fließenden Verkehr.

Auch der Landkreis Elbe-Elster unterstützte die Übung mit einem Rettungswagen und einer Besatzung, zu der insbesondere Auszubildende zum Notfallsanitäter gehörten. Für sie bot sich damit die Gelegenheit, die Versorgung und Übernahme verletzter Personen sowie die Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Feuerwehr unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

Beobachter begleiteten die Einsatzmaßnahmen

Um die Übung möglichst objektiv auswerten zu können, waren zusätzlich Beobachter aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie der Feuerwehr Elsterwerda vor Ort. Diese begleiteten die verschiedenen Einsatzabschnitte und bewerteten unter anderem die Einsatzführung und Lageerkundung, das Vorgehen der Atemschutztrupps im Innenangriff, die Menschenrettung sowie den Aufbau der Löschwasserversorgung. Dabei ging es ausdrücklich nicht nur darum, funktionierende Abläufe zu bestätigen, sondern auch mögliche Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu erkennen. Denn gerade bei größeren und komplexeren Einsatzlagen ist eine gut abgestimmte Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte von entscheidender Bedeutung.

Gemeinsame Auswertung und kameradschaftlicher Abschluss

Nach Abschluss der praktischen Übung und dem Rückbau der eingesetzten Technik verlegten die beteiligten Kräfte in das Feuerwehrhaus Bad Liebenwerda. Dort erfolgte eine gemeinsame Auswertung der Übung.

Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda)

Im Rahmen einer offenen und konstruktiven Manöverkritik wurden die einzelnen Einsatzabschnitte betrachtet, Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Verbesserungen für zukünftige Einsätze und Ausbildungsdienste besprochen.

Im Anschluss sorgte die Alters- und Ehrenabteilung der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda mit frisch gegrillten Bratwürsten und kühlen Getränken für einen gelungenen kameradschaftlichen Abschluss. In entspannter Atmosphäre konnten die Einsatzkräfte, die Beteiligten des Rettungsdienstes und die Beobachter ihre Erfahrungen noch einmal gemeinsam besprechen. Damit wurde auch deutlich, dass eine erfolgreiche Feuerwehrarbeit nicht nur von Technik und Ausbildung lebt, sondern ebenso vom kameradschaftlichen Zusammenhalt und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit über die einzelnen Organisationen hinweg.

Dank an alle Beteiligten und Unterstützer

Ein besonderer Dank gilt Patrick Donat von der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda, der die Übung maßgeblich organisierte und vorbereitete. Ebenso bedankt sich die Verbandsgemeinde Liebenwerda beim Feuerwehrverein Bad Liebenwerda e. V., der die Kosten für die Verpflegung übernahm, sowie bei der Alters- und Ehrenabteilung für die tatkräftige Unterstützung. Ein weiterer Dank gilt allen beteiligten ehrenamtlichen Einsatzkräften der Ortsfeuerwehren Bad Liebenwerda und Lausitz, dem Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster, den externen Beobachtern sowie allen weiteren Unterstützern, die zum Gelingen der Übung beigetragen haben. Nicht zuletzt gilt der Dank auch den Anwohnerinnen und Anwohnern im Bereich des Südrings für ihr Verständnis während der Übungsmaßnahmen.

Die jährliche Löschzugübung ist ein wichtiger Bestandteil der kontinuierlichen Ausbildung der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda und trägt dazu bei, die Einsatzbereitschaft und die Zusammenarbeit der Feuerwehren innerhalb der Verbandsgemeinde Liebenwerda nachhaltig zu stärken.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Ausbildungsdienst in der Technischen Hilfeleitung an landwirtschaftlichen Maschinen

Stadt Bad Liebenwerda. Am Samstag, den 26. September 2026, fand der Einheitsdienst West der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Liebenwerda statt. Treffpunkt für die beteiligten Einsatzkräfte war um 09:00 Uhr am Gerätehaus Neuburxdorf.

Im Mittelpunkt des Dienstes stand eine umfangreiche Stationsausbildung mit verschiedenen technischen Einsatzlagen, insbesondere der Umgang mit landwirtschaftlichen Maschinen, technische Hilfeleistung und die Abarbeitung eines Verkehrsunfalls mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug.
Für den Einheitsdienst waren insgesamt 40 Einsatzkräfte eingeplant. Beteiligt waren die Ortswehren Lausitz, Möglenz, Langenrieth, Bad Liebenwerda, Kröbeln und Neuburxdorf. Damit waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge und Feuerwehrangehörige aus dem westlichen Bereich der Stadt Bad Liebenwerda in die Ausbildung eingebunden.

Ablauf des Dienstes:
Der Dienst begann um 09:00 Uhr mit der Begrüßung und Einteilung der Einsatzkräfte. Ab 09:30 Uhr startete die Stationsausbildung. Für 12:00 Uhr war eine gemeinsame Mittagspause vorgesehen. Anschließend wurde die Stationsausbildung ab 12:30 Uhr fortgesetzt. Um 15:00 Uhr stand schließlich die gemeinsame Auswertung des Ausbildungstages auf dem Programm.


Die einzelnen Ausbildungsstationen:
Station 1 – Technische Unterweisung Futtermischwagen
An der ersten Station erfolgte eine technische Unterweisung an einem Futtermischwagen in Kosilenzien. Dabei konnten sich die Einsatzkräfte mit den besonderen technischen Gegebenheiten solcher landwirtschaftlichen Maschinen beschäftigen. Gerade bei Einsätzen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist es für die Feuerwehr wichtig, Aufbau, Antriebe, bewegliche Teile und mögliche Gefahrenstellen zu kennen. Die Unterweisung wurde von Romano Brzoza (Gruppenführer der Ortswehr Neuburxdorf, Mitarbeiter Landwirtschaft) durchgeführt.

Station 2 – Technische Unterweisung Mähdrescher
Die zweite Station fand in Möglenz statt und beschäftigte sich mit der technischen Unterweisung an einem Mähdrescher. Landwirtschaftliche Erntemaschinen stellen Feuerwehren aufgrund ihrer Größe, komplexen Bauweise und zahlreichen mechanischen beziehungsweise hydraulischen Komponenten vor besondere Herausforderungen. Die Unterweisung übernahm Stephan Lemm (Ortswehrführer der Ortswehr Möglenz).

Station 3 – Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfall
Ein besonderer Schwerpunkt des Ausbildungsdienstes lag auf der technischen Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall zwischen einem Traktor und einem Pkw in Neuburxdorf.
Ein blauer Pkw befand sich unter einem landwirtschaftlichen Anbaugeräts eines Traktors. Das Fahrzeug wurde dabei im Frontbereich massiv beschädigt.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (SV)



Das Szenario stellte damit eine anspruchsvolle technische Hilfeleistung dar. Für die Einsatzkräfte geht es bei einer solchen Lage nicht nur um das reine Befreien möglicher eingeklemmter Personen, sondern zunächst auch um die Beurteilung und Sicherung der Einsatzstelle, die Stabilisierung der beteiligten Fahrzeuge und die Planung des weiteren Vorgehens, insbesondere um ungewollte Bewegungen bestmöglich zu verhindern.

Gerade die Kombination aus einem schweren landwirtschaftlichen Fahrzeug und einem Pkw macht solche Einsatzlagen besonders anspruchsvoll. Die Kräfte müssen berücksichtigen, dass sich durch die Größe und das Gewicht der landwirtschaftlichen Maschine erhebliche Kräfte auf das Unfallfahrzeug auswirken können. Die technische Hilfeleistung wurde von Tobias Bohne (stellv. Ortswehrführer Neuburxdorf) und Markus Seiler (Ortswehrführer der Ortswehr Lausitz) betreut.

Das Fahrzeug wurde dabei so positioniert, dass eine schwere Kollision mit dem landwirtschaftlichen Arbeitsgerät simuliert werden konnte. Die Front des Pkw war erheblich deformiert und zahlreiche Fahrzeugkomponenten waren sichtbar beschädigt. Damit bot die Übung den Einsatzkräften die Möglichkeit, die bei einem solchen Szenario erforderlichen Maßnahmen praxisnah zu trainieren.

Station 4 – Technische Unterweisung Feldhäcksler
Diese Station sollte sich ebenfalls mit den besonderen technischen Eigenschaften landwirtschaftlicher Maschinen beschäftigen. Gerade Feldhäcksler verfügen über zahlreiche bewegliche und teilweise schwer zugängliche Bauteile, weshalb die Kenntnis über deren Aufbau für spätere technische Hilfeleistungen von großer Bedeutung ist. Diese Station leitete Ralf Heinrich (Feuerwehrmann und Mitarbeiter Landwirtschaft).

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (SV)



Bei größeren Einsatzlagen reicht es häufig nicht aus, dass nur eine einzelne Feuerwehr mit ihrem eigenen Fahrzeug und ihrer eigenen Mannschaft arbeitet. Gerade bei schweren Verkehrsunfällen oder Unfällen mit landwirtschaftlichen Maschinen müssen verschiedene Einsatzkräfte, Fahrzeuge und technische Möglichkeiten koordiniert werden. Durch die Stationsausbildung konnten die Feuerwehrangehörigen dabei unterschiedliche Einsatzbereiche kennenlernen und vorhandenes Wissen praktisch vertiefen. Besonders die dargestellte Übung mit dem Traktor und dem Pkw bot die Möglichkeit, die Zusammenarbeit bei einer komplexen technischen Hilfeleistung zu trainieren.

Fazit
Der Einheitsdienst West am 26.09.2026 war ein umfangreicher Ausbildungstag der Feuerwehren im westlichen Bereich der Stadt Bad Liebenwerda. Mit 40 geplanten Einsatzkräften, mehreren Ortswehren und unterschiedlichen Feuerwehrfahrzeugen wurden verschiedene technische Einsatzsituationen praxisnah behandelt. Neben der Beschäftigung mit landwirtschaftlichen Maschinen wie Futtermischwagen, Mähdrescher und Feldhäcksler lag ein besonderer Schwerpunkt auf der technischen Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall zwischen einer Messerwalze inkl. Zugfahrzeug und einem Pkw.

Die realitätsnahe Darstellung des Unfallgeschehens ermöglichte es den Einsatzkräften, sich mit den besonderen Herausforderungen solcher Einsatzlagen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig stärkt eine gemeinsame Stationsausbildung die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ortswehren und schafft ein einheitlicheres Vorgehen für den Ernstfall. Der heutige Einheitsdienst zeigte damit eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige und praxisnahe Ausbildung für die Feuerwehren ist – insbesondere bei Einsätzen mit landwirtschaftlichen Großmaschinen und komplexen technischen Hilfeleistungen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (SV)



Ein besonderer Dank gilt der Agrargenossenschaft Mühlberg für die Unterstützung und die Bereitstellung der landwirtschaftlichen Technik für diesen Ausbildungstag. Als eine der größten Agrargenossenschaften der Region leistet sie damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich die Feuerwehr realitätsnah mit den besonderen Herausforderungen bei Einsätzen an landwirtschaftlichen Maschinen auseinandersetzen kann.

Vielen Dank für die unkomplizierte Unterstützung und gute Zusammenarbeit!

(SV)

Neuer Schlauchwagen Katastrophenschutz für die Verbandsgemeinde Liebenwerda

Bundesfahrzeug in Bonn-Dransdorf übernommen – Stationierung bei der Ortsfeuerwehr Wahrenbrück

Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda erhält neue leistungsfähige Technik für den Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz. Nachdem der Verbandsgemeinde Liebenwerda bereits im Sommer die Zuweisung eines neuen Schlauchwagens Katastrophenschutz (SW-KatS) mitgeteilt worden war, konnte das vom Bund bereitgestellte Fahrzeug nun übernommen und in die Verbandsgemeinde überführt werden.

Der Standort Wahrenbrück verfügt bereits seit vielen Jahren über Erfahrungen mit dieser besonderen Technik. Der dort zuvor stationierte Schlauchwagen des Bundes musste bereits vor einiger Zeit aufgrund technischer Defekte und einer nicht mehr wirtschaftlichen Instandsetzung außer Dienst genommen werden. Um die Einsatzfähigkeit weiterhin sicherzustellen, stellte der Landkreis Elbe-Elster übergangsweise ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung. Mit der jetzigen Zuweisung eines neuen Bundesfahrzeuges erhält der Standort nun wieder einen regulären Schlauchwagen Katastrophenschutz.

Am 1. und 2. Oktober 2026 machte sich dazu ein Team der Feuerwehr gemeinsam mit einem Vertreter des technischen Bereichs auf den Weg zum Bestückungslager des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nach Bonn-Dransdorf.

An beiden Tagen standen die umfangreiche Einweisung und die ordnungsgemäße Übernahme des Fahrzeuges im Mittelpunkt. Die Einsatzkräfte wurden in das Fahrgestell, den feuerwehrtechnischen Aufbau sowie die umfangreiche Beladung eingewiesen. Darüber hinaus erfolgten praktische Fahrübungen und eine vollständige Kontrolle der Ausstattung. Am 2. Oktober konnte der Schlauchwagen schließlich seine Heimreise antreten und wurde sicher in die Verbandsgemeinde Liebenwerda überführt.

Spezialist für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken

Der Schlauchwagen Katastrophenschutz ist ein Spezialfahrzeug, dessen wesentliche Aufgabe der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserversorgung über größere Entfernungen ist. Hierfür führt das Fahrzeug insgesamt 2.000 Meter B-Schlauch mit. Die Schlauchleitungen können während langsamer Fahrt verlegt werden und ermöglichen so einen schnellen Aufbau langer Förderstrecken.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine leistungsfähige Tragkraftspritze sowie ein Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern Wasser. Damit können auch größere Entfernungen und Höhenunterschiede bei der Löschwasserversorgung überwunden werden.

Gerade bei größeren Bränden, Vegetations- und Waldbränden oder anderen umfangreichen Schadenslagen, bei denen Löschwasser nicht unmittelbar an der Einsatzstelle zur Verfügung steht, stellt diese Technik eine wichtige Ergänzung dar.

Stationierung bei der Ortsfeuerwehr Wahrenbrück

Seinen Standort erhält der neue Schlauchwagen bei der Ortsfeuerwehr Wahrenbrück. Die dortigen Kameradinnen und Kameraden werden das Fahrzeug künftig für die Aufgaben des Katastrophen- und Zivilschutzes besetzen und sich in den kommenden Wochen intensiv mit der neuen Technik vertraut machen.

Gleichzeitig stellt das Fahrzeug auch für den örtlichen Brandschutz der Verbandsgemeinde Liebenwerda einen deutlichen Mehrwert dar. Die Technik kann damit nicht nur bei überörtlichen Katastrophenschutzlagen, sondern bei entsprechendem Bedarf auch bei Einsätzen innerhalb der Verbandsgemeinde genutzt werden.

Bis zur vollständigen Einsatzbereitschaft sind noch einige Schritte erforderlich. Dazu gehören unter anderem die Aufnahme und Erfassung des Fahrzeuges einschließlich seiner Beladung durch den Landkreis Elbe-Elster sowie die abschließende technische Überprüfung und Abnahme durch die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) am Standort Borkheide.

Nach Abschluss dieser Schritte soll die offizielle Übergabe und anschließende Indienststellung des neuen Schlauchwagens erfolgen.

Die Verbandsgemeinde Liebenwerda freut sich über die Zuweisung des neuen Bundesfahrzeuges. Mit ihm wird nicht nur eine bisher übergangsweise sichergestellte Fähigkeit dauerhaft wiederhergestellt, sondern zugleich der Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz in der Verbandsgemeinde und im Landkreis Elbe-Elster weiter gestärkt.

(Mittelung der FF VG Liebenwerda)

Gasaustritt im Schwimmbad- Räumung vor Eintreffen der Einsatzkräfte abgeschlossen

Finsterwalde. Am vergangenen Freitag, den 18. September 2026, kam es in einem Schwimmbad in der Sängerstadt Finsterwalde zu einem Austritt von Ozon. Als Ursache wurde seitens der Feuerwehr Finsterwalde ein technischer Defekt vermutet. Eine installierte Warneinrichtung löste richtigerweise aus und informierte so das Betriebspersonal, welches umgehend eine Räumung des Gebäudes veranlasste. So waren bei Eintreffen der Einsatzkräfte sämtliche Badegäste und Angestellte bereits außerhalb des Gebäudes, wo Rettungsdienst und Feuerwehr deren Betreuung übernahmen. Parallel dazu wurden Messungen zur Bestätigung des Gasaustritts vorgenommen und Lüftungsmaßnahmen gestartet, um das Ozon aus dem Gebäude zu beseitigen.

Im Einsatz befanden sich neben der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Finsterwalde, auch die Ortswehr Schönborn (Amt Elsterland) mit ihrem CBRN-Erkundungskraftwagen sowie der Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster mit mehreren Fahrzeugen.

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Finsterwalde bedankt sich bei allen Badegästen und Angestellten für deren Verständnis und Mitwirkung an den Einsatzmaßnahmen sowie beim Reinigungspersonal der nahen Förderschule, welches kurzerhand den Eingangsbereich zur witterungsgeschützten Betreuung und Unterbringung der Badegäste zur Verfügung stellte. Des Weiteren bedankt man sich bei allen Einsatzkräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bäderbetriebes für die gute Zusammenarbeit.

(RRS)

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