Waldbrände im Schliebener Land

Amt Schlieben. Bereits am Mittwoch, den 08.04., kam es in den Nachmittagstunden zu einer bestimmungsgemäßen Alarmierung über die Waldbrandzentrale (WBZ) mittels des hochmodernen Kamerasystems (Fire Watch), das automatisch Rauchwolken detektiert.
Über dem Waldgebiet zwischen Lebusa und Naundorf, Nähe der Waldschule Waidmannsruh wurde eine zunehmende Rauchentwicklung ermittelt. Nach unmittelbarer Prüfung durch die Mitarbeiter der WBZ wurden die örtlichen Feuerwehren über die Regionalleitstelle Lausitz alarmiert.
Nach intensiver Suche der Brandstelle, konnte ein langsam kriechendes Bodenfeuer in Mitte der Bewaldung ausfindig gemacht werden. Die Brandbekämpfung erfolgte mittels Handwerkzeugen und mehreren D-Rohren, so dass eine Ausbreitung vom betroffenen Laubboden auf angrenzendes Landreitgras rechtzeitig verhindert werden konnte.

Foto: FF Amt Schlieben

Noch während der Nachlöscharbeiten kam es zum Parallelalarm. Hierbei wurden die beiden Löschgruppenfahrzeuge von Schlieben und Hohenbucko zu einem gemeldeten Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die Landstraße zwischen Oelsig und Dübrichen abgezogen (Blaulichtreport Elbe-Elster berichtete).
Die Brandfläche bei Waidmannsruh belief sich auf ca. 30 x 50 Meter. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden eingeleitet.

Foto: FF Amt Schlieben

Am Folgetag, Donnerstag, den 09.04., wurden die Feuerwehren des Amtes Schlieben wiederum mit dem Alarmstichwort „B:Wald-Groß/WSP“ alarmiert. Einige Kilometer weiter zur vortägigen Einsatzstelle bei Waidmannsruh, stiegen nun in der Hohenbuckoer Heide zwischen Hohenbucko und Schöna-Kolpien bereits auf Anfahrt sichtbare Rauchschwaden über dem Wald empor. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte bestätigten die Alarmmeldung. Das Bodenfeuer breitete sich aufgrund stark vorhandenem Landreitgras und bestehender Winde zügig aus und drohte über Feuerbrücken in die Bäume zu steigen.
Hierbei ist aufgrund der bestehenden Feuerdynamik besondere Vorsicht geboten. Das Sicherheitsschema „LACES“ bildet genau für solch Einsatzlagen die Basis an Sicherheisstandard.

L – Lookout (Beobachter): Für jeden Einsatzabschnitt muss mindestens ein unabhängiger Beobachter abgestellt werden. Dieser warnt das Personal vor plötzlichen Wetteränderungen (Wind) oder Brandinseln (Spotfeuer).
A – Anchorpoint (Ankerpunkt): Ein sicherer Ausgangspunkt für die Brandbekämpfung (z. B. ein Weg oder eine bereits abgebrannte Fläche), von dem aus gearbeitet wird, um ein Flankieren des Feuers zu verhindern.
C – Communication (Kommunikation): Es muss eine ständige und zuverlässige Funk- oder Sichtverbindung zwischen den Einsatzkräften, den Beobachtern und der Führungsebene bestehen.
E – Escape Route (Fluchtweg): Vor Beginn der Arbeiten müssen mindestens zwei vordefinierte Wege festgelegt werden, die schnell und sicher in eine Sicherheitszone führen.
S – Safety Zone (Sicherheitszone): Ein Bereich, in dem sich Einsatzkräfte ohne Schutzausrüstung sicher aufhalten können, falls das Feuer sie bedroht (z. B. eine große freie Fläche oder eine bereits sicher abgebrannte Fläche).

Dieses international anerkannte Schema ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausbildungsempfehlungen des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und wird als länderübergreifender Standard in Deutschland angewendet.

Foto: FF Amt Schlieben

Noch während der ersten Lageerkundung wurden weitere Kräfte der umliegenden Kommunen mit Tanklöschfahrzeugen nachgefordert um eine erhöhte Schlagkraft sicherzustellen. Die Brandbekämpfung erfolgte vom Feuerrücken aus über die Feuerflanken mittels Einsatz von mehreren D-Rohren und Löschrucksäcken.

Foto: FF Herzberg

Nach Beendigung der Nachlöscharbeiten wurden am Abend die Einsatzkräfte erneut zur selbigen Einsatzstelle alarmiert. Neben der wiederaufgeflammten alten Brandfläche, waren mehrere neue Bodenfeuer in näherer Umgebung abzulöschen. Die Brandflächen wurden intensiv mittels Netzmittelzugabe nachgelöscht. Hierfür kam das Tanklöschfahrzeug aus Hohenbucko mit seiner Druckzumischanlage als Brandstellenpumpe zu Einsatz, während weitere Tanklöschfahrzeuge für Nachschub an Löschwasser sorgten.
Die Ermittlungen zur Brandursache wurden eingeleitet und die ab- und nachgelöschte Brandfläche dem Eigentümer zur Brandwache übergeben. (SZ)

Foto: FF Herzberg

Unfallreiche Osterzeit im Norden des Landkreises

Landkreis Elbe-Elster. Bereits Ende März, am 31.03., kam es auf der Landstraße, Ortsverbindung Freileben – Krassig (Amt Schlieben) zu einem Verkehrsunfall mit einem Lastkraftwagen. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Lkw von der Straße ab. Während der Fahrer die Zugmaschine auf dem Straßenrand und Bankette halten konnte, zug es den Auflieger zur Seite in Richtung Straßengraben und verdrehte dabei das hintere Fahrgestell der Zugmaschine. Der Auflieger kippte und kam auf der Seite zum Erliegen.
Die Zugmaschine kollidierte folgend frontal mit einem Alleebaum.
Die ersteintreffenden Einsatzkräfte des Amtes Schlieben sicherten die Einsatzstelle und nahmen die Lageerkundung vor. Der Fahrzeugführer konnte glücklicherweise selbstständig das Fahrerhaus verlassen.
Er wurde durch den mitalarmierten Rettungsdienst vor Ort untersucht und behandelt. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Am Gründonnerstag, den 02.04., kam es ebenso zu einer Alarmierung mit selbigen Stichwort: „H:VU Lkw/Bus“. Diesmal wurden die Einsatzkräfte der Stadt Schönewalde auf die Bundesstraße 101 gerufen. Ein Lkw kam auf Höhe der Landkreisgrenze in Richtung Welsickendorf (LK Teltow-Fläming) aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Das Gespann kippte in Folge zur Beifahrerseite in die Straßenböschung hinab.
Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und erkundete die Lage. Der Fahrzeugführer konnte das Fahrerhaus selbstständig verlassen und wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch die Feuerwehr betreut und erstversorgt. Neben dem bodengebundenen Rettungsdienst, traf ebenso der Rettungstransporthubschrauber „Christoph 33“ ein. Der Patient wurde zur weiteren klinischen Diagnostik bodengebunden in ein regionales Klinikum transportiert. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf, die Bergungsmaßnahmen zogen sich bis in die frühen Abendstunden.

Foto: FF Stolzenhain

Am Folgetag, Karfreitag, den 03.04., ertönten wiederum die Sirenen des Amtes Schlieben. Diese alarmierten die Einsatzkräfte zu einem gemeldeten Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die Ortsverbindung Schlieben – Malitschkendorf.
Bei dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich das Meldebild. Ein Pkw lag in Seitenlage der Fahrerseite auf dem angrenzenden Grünstreifen der Straße. Die Einsatzkräfte sicherten zu einem die Einsatzstelle sowie das verunfallte Fahrzeug vor dem drohenden Umkippen und Nachsacken. Unmittelbar wurde eine Versorgungsöffnung über die Frontscheibe geschaffen, so dass der Rettungsdienst die Insassin erstuntersuchen und anbehandeln konnte. Währenddessen wurde die Befreiungsöffnung geschaffen. Diese erfolgte durch das Wegklappen des Fahrzeugdaches. Daraufhin wurde die Patientin in den Rettungswagen zur umfassenden Diagnostik und Behandlung transferiert. Im RTW erfolgte die Transportstabilisierung um die Patientin anschließend mit dem Intensivtransporthubschrauber „Christoph 71 – Brandenburg“ in ein Klinikum der Maximalversorgung zu verfliegen. Die Polizei nahm den Unfall auf und leitete unmittelbar die Untersuchung zur Unfallursache ein.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (SZ)

In Mitte der letzten Osterferienwoche, Mittwoch, dem 08.04., wurden die Einsatzkräfte des Amtes Schlieben während eines bereits laufenden Waldbrandeinsatzes auf die Landstraße, OV Oelsig – Dübrichen, Höhe Priessener Weg bei Frankenhain zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gerufen.
Aufgrund des Paralleleinsatzes wurde neben den Schliebener Wehren die Feuerwehr Trebbus mit dem Löschgruppenfahrzeug alarmiert.
Bei dem Unfall kam es zu einem Zusammenstoß zweier Pkw, wobei ein Pkw auf der Fahrerseite zum Erliegen kam. Beide Fahrzeugführer wurden bodengebunden in umliegende Kliniken verbracht.
Der mitalarmierte Rettungstransporthubschrauber „Christoph 33“ konnte sich wieder freimelden und zum Heimatstandort abheben. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Ein Dank gilt den Einsatzkräften für die stetige Einsatzbereitschaft. (SZ)

Foto: FF Schlieben

Brand auf Firmendach: PV-Anlage in Massen gerät in Brand

Massen (Amt Kleine Elster). Am Dienstag, dem 31. März 2026, kam es gegen 13.07 Uhr in der Ludwig‑Erhard‑Straße in Massen zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Auf dem Dach eines Firmengebäudes war eine Photovoltaikanlage in Brand geraten. Aufgrund der zunächst unklaren Lage und der Gefahr einer möglichen Ausbreitung auf das eigentliche Gebäude, wurde mit dem Alarmstichwort „Brand – Gebäude groß“ alarmiert.

Mehrere Feuerwehren aus dem Amt Kleine Elster rückten an, unterstützt vom Hubrettungsfahrzeug (TLK 23/12) aus Finsterwalde. Dieses konnte jedoch wegen eines technischen Defekts nicht eingesetzt werden, sodass die Drehleiter (DLAK 23/12) aus Großräschen nachalarmiert wurde, um die Arbeiten auf dem Dach abzusichern.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (TH)

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Teil der Photovoltaikanlage in Flammen. Ein Trupp verschaffte sich über eine vierteilige Steckleiter Zugang zum Dach und begann aus sicherer Entfernung mit den Löscharbeiten. Hierfür kam ein handgeführtes C-Strahlrohr zum Einsatz. Die Situation war besonders gefährlich, da die PV-Anlage weiterhin unter elektrischer Spannung stand. Immer wieder kam es zu Lichtbögen, die das Feuer erneut aufflammen ließen und die Brandbekämpfung erschwerten.

Erst nachdem die Anlage vom Netz getrennt worden war und Elektriker sämtliche Module sowie offenliegende Kabel abgeklemmt hatten, konnte der Brand vollständig gelöscht werden. Um sicherzugehen, dass sich keine Glutnester im Dachbereich befanden, öffnete die Feuerwehr die betroffene Stelle mithilfe einer Säbelsäge. Rund 2 × 2 Meter Dachfläche waren vom Brand betroffen.

Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten wurde die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Freiwilligen Feuerwehren rückten anschließend wieder ein und stellten ihre Einsatzbereitschaft wieder her, indem verbrauchte bzw. benutzte Materialien (beispielsweise Atemschutztechnik oder Druckschläuche) getauscht wurden. (TH/ RRS)

Fortbildung der Führungskräfte zum Thema Digitalfunk

Sonnewalde. Am 25. März fand im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Sonnewalde eine Fortbildung für die Führungskräfte (Gruppenführer, Zugführer und Verbandsführer) statt, die sich intensiv mit dem Thema Digitalfunk beschäftigte. Ziel der Ausbildung war es, die Kenntnisse im Umgang mit der modernen Funktechnik zu vertiefen und die Kommunikation im Einsatz weiter zu optimieren.

Zu Beginn wurden die grundlegenden Funktionen des Digitalfunks erläutert. Dabei standen insbesondere die korrekte Einstellung der Geräte sowie das sichere und strukturierte Senden von Meldungen, z.B. Stärke- oder Status-Meldungen an die Leitstelle, im Fokus, um eine klare und effiziente Kommunikation im Einsatzgeschehen sicherzustellen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Fortbildung war die praktische Anwendung. In Gruppenarbeiten erarbeiteten die 26 Kameradinnen und Kameraden Strategien zur Nutzung des Funkverkehrs sowie zum Aufbau einer funktionierenden Kommunikation innerhalb der Einsatzleitung. Thematisiert wurden zudem die verschiedenen Rufgruppen und deren gezielte Nutzung in mehreren Einsatzabschnitten, um auch bei komplexeren Einsatzlagen einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Die Durchführung der Fortbildung übernahm Kreisausbilder Max Schulze, der die Inhalte anschaulich und praxisorientiert vermittelte.
Die Veranstaltung war ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Führungsarbeit und zur sicheren Anwendung des Digitalfunks im Einsatzalltag. (JK)

Großbrand zerstört Handwerksbetrieb

Betten (Amt Kleine Elster). Zwei Wochen ist es nun her, dass ein Großbrand die Werkhallen einer Zimmerei in Betten, einem Ortsteil der Gemeinde Massen im Amt Kleine Elster, in Rauch und Flammen aufgehen ließ und zwei Hallen zum Einsturz brachte. Zahlreiche Werkzeuge, Rohstoffe und Baumaterialien sowie Kraftfahrzeuge des Unternehmens wurden unwiederbringlich zerstört. Wir sprachen mit dem Amtsbrandmeister des Amtes Kleine Elster, dem Kameraden Oliver Itter, über die Geschehnisse in dieser verheerenden Nacht.

Die erste Alarmierung erfolgte am Donnerstagabend des 12.03.2026 gegen 22:11 Uhr. Es wurde mitgeteilt, dass es einen Gebäudebrand einer Lagerhalle geben würde. Diese Lagerhalle sollte gefüllt mit Holz sein. Schon auf Anfahrt konnten die Kameradinnen und Kameraden einen massiven Feuerschein und eine starke Rauchsäule über der Ortschaft aus mehreren Kilometern Entfernung sehen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Bereits bei Eintreffen an der Einsatzstelle stand eine Lagerhalle in Vollbrand. Die enge Bauweise begünstigte dabei einen drohenden Übergriff des Brandes auf weitere Gebäude, unter anderem eine weitere Halle und auch ein Wohnhaus. Aus diesem Grund wurde direkt die Alarmstufe erhöht, sodass weitere Kräfte und Mittel alarmiert wurden. Dank der mutigen Leistung der Kameradinnen und Kameraden konnten die Flammen aus einer direkt angrenzenden Halle „herausgetrieben“ sowie das Wohnhaus der Familie erfolgreich geschützt werden. Glücklicherweise waren neben zwei Bewohnern eines anderen Wohnhauses, welches direkt in der Rauchwolke stand und somit einige Stunden nicht bewohnbar war, keine weiteren Anwohner in direkter Gefahr.

Aufgrund des massiven Brandgeschehens forderte man zusätzlich weitere Tanklöschfahrzeuge zur Wasserversorgung an, um über deren Pumpen und Wasserwerfer, welche durchaus eine Wurfweite von 50 Metern und mehr haben, die Brandbekämpfung und die Riegelstellungen zu unterstützen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Wie bei fast jedem Großbrand, stellte auch hier die Löschwasserversorgung die Einsatzkräfte vor Probleme. Ein nahe gelegener Tiefbrunnen wurde frühzeitig in Betrieb genommen, jedoch reichte seine Förderleistung bei weitem nicht aus, um den hohen Löschwasserverbrauch zu stillen. In einem weiteren Schritt entschied man sich, eine Schlauchleitung zum Löschteich der Ortschaft Betten zu legen, immerhin ca. 550 Meter Entfernung, um auch von dort Löschwasser zu generieren. Diesen Löschteich befüllte man im laufenden Einsatz mit frischem Wasser, wofür das Wasserfass eines Agrarbetriebes mitsamt Zugfahrzeug sowie ein Tiefbrunnen im angrenzenden Waldstück zum Einsatz kamen. Des Weiteren richtete man mit den Tanklöschfahrzeugen einen Pendelverkehr vom Gewerbegebiet Massen aus ein.

Zur Ordnung des Raumes wurden insgesamt drei Abschnitte zur Brandbekämpfung plus einen Abschnitt zur Löschwasserversorgung sowie einen Bereitstellungsraum gebildet. Zudem wurde die nahe Bundestraße B96 bis ca. 4 Uhr in der Früh durch die Polizei voll gesperrt.

Die direkte Brandbekämpfung erfolgte vielfach über fahrzeuggebundene bzw. tragbare Wasserwerfer. Stellenweise kamen auch Kameradinnen und Kameraden unter Atemschutz mit handgeführten Strahlrohren zum Einsatz, jedoch war dies aufgrund der enormen Hitzestrahlung und der Trümmerschatten durch die instabilen und einsturzgefährdeten Gebäude schwierig. Eine weitere Schwierigkeit bildeten dabei die Blechdachplatten. Selbst nach dem Einsturz von zwei der drei betroffenen Lager- und Werkhallen, bildeten diese eine wasserabweisende Schicht auf dem eigentlichen Brandgut, sodass eine zielgerichtete Ausbringung des Löschmittels schwierig war.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)
Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Bereits in der Nacht, mit abnehmender Brandintensität, konnte man erste Einsatzkräfte auf den Heimweg schicken. In den Morgenstunden tauschte man dann die verbliebenden Männer und Frauen aus, um mit frischen Kräften die Brandbekämpfung fortzusetzen.

Gegen 9 Uhr stand an der Brandstelle ein Kettenbagger mit Greifer zur Verfügung, welcher zum einen die Blechdachplatten von den Brandguthaufen herunterzog, sodass nun endlich die übrigen Flammen und Glutnester direkt angegriffen werden konnten. Des Weiteren trug dieser auch instabile Hallenteile ab, was für die Sicherheit aller eingesetzten Kräfte und Mittel enorm wichtig war.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)
Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Am Freitagnachmittag des 13.03.2026, gegen 16 Uhr, waren fast alle Brandstellen weitestgehend abgelöscht, sodass die Einsatzstelle an die Ortswehr Betten zur Brandwache übergeben werden konnte, die nur noch vereinzelte Glutnester nachlöschen musste. Nach erneuter Kontrolle, bei welcher keine Glutnester mehr gefunden wurden, wurde das betroffene Firmengelände am Samstag, den 14.03.2026, an den Eigentümer übergeben.

Parallel zu den Restlösch- und Aufräumarbeiten der Feuerwehr, war die Landespolizei an der Brandstelle im Rahmen ihrer Vor-Ort-Ermittlung tätig, um das Ausmaß des Großbrandes zu dokumentieren und mögliche Spuren zur Brandursache und dem Verlauf zu sichern. Die Landespolizei ließ eine Anfrage von Blaulichtreport Elbe-Elster zum aktuellen Stand der Ermittlungen bezüglich der Brandursache leider unbeantwortet.

Abschließend fasste Oliver Ittner als Einsatzleiter zusammen, dass in Spitzenzeiten bis zu 35 Fahrzeuge von Freiwilligen Feuerwehren, Landespolizei, Rettungsdienst und der Schnell-Einsatz-Einheit Sanität vor Ort waren. Dabei waren nach seiner Aussage bis zu 180 Einsatzkräfte involviert. Diese kamen aus dem Amt Kleine Elster, der Stadt Finsterwalde, dem Amt Elsterland, der Stadt Doberlug-Kirchhain, der Stadt Sonnewalde aber auch aus dem benachbarten Landkreis Oberspreewald-Lausitz aus der Gemeinde Bronkow und der Stadt Großräschen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

In Erinnerung bleiben wird die rasante Brandausbreitung. So waren nach Aussage des Einsatzleiters zu keiner Zeit die zentral gelegene Werkhalle als auch die angrenzende, im Bau befindliche Lagerhalle zu retten. Dagegen ist er glücklich, dass die dritte betroffene Halle als auch das nahe Wohnhaus gehalten werden konnten. Zudem gab es während des gesamten Einsatzes lediglich eine verletzte Einsatzkraft zu beklagen.

Einsatzleiter und Amtsbrandmeister Oliver Ittner bedankt sich bei der Vielzahl an Einsatzkräften für ihren Einsatz. Insbesondere in den Nachtstunden wurden unter extremen Bedingungen weitere Schäden an Gebäuden verhindert. Ein ebenso großes Dankeschön geht an alle involvierten Unternehmen, welche ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Einsatz unkompliziert freistellten, bei der Verpflegung unterstützten, mit Traktor und Wasserfass den Löschteich auffüllten oder mit dem Kettenbagger die Restlöscharbeiten unterstützten.

Ein weiteres großes Dankeschön geht an den geschädigten Familienbetrieb, welcher trotz dieses großen Schicksalsschlags, mit seinen Familienangehörigen und Mitarbeitern die Brandbekämpfung, die Verpflegung der Einsatzkräfte und die Aufräumarbeiten unterstützte. Abschließend „allen mitwirkenden Beteiligten ein großes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und gemeinsame Abarbeitung dieser außergewöhnlichen Einsatzlage“, so Ittner. (RRS)

Waldbrandtag in Wahrenbrück stärkt Zusammenarbeit im Ernstfall

Wahrenbrück. Am Samstag, den 21. März 2026, fand im Bereich Wahrenbrück ein Waldbrandtag anlässlich des „Tag des Waldes“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, verschiedene Akteure aus Forst, Feuerwehr und Verwaltung zusammenzuführen und die Zusammenarbeit im Falle eines Waldbrandes zu stärken. Im Fokus standen der fachliche Austausch sowie die Darstellung unterschiedlicher Einsatztaktiken und Maßnahmen im Waldbrandschutz. Neben Informationen zum Waldumbau und zur Förderung von Löschwasserentnahmestellen wurden auch praktische Ansätze der Brandbekämpfung vorgestellt.

Eine gängige, vielerorts bekannte Art für nachrückende Einsatzkräfte den Weg zu markieren. (Foto: C.Burkhardt (FF VG Liebenwerda, Ofw Wahrenbrück))

Hauptinitiator der Veranstaltung war der Waldbesitzerverband Brandenburg e.V. Die Organisation und Durchführung vor Ort erfolgte durch Christian Burkhardt, der im Vorstand des Verbandes als stellvertretender Vorsitzender tätig ist. Als Feuerwehrmann in Wahrenbrück, Waldbesitzer und Jäger bringt er zudem umfangreiche praktische Erfahrung ein und setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen Waldbrandvorsorge und Vegetationsbrandbekämpfung auseinander.

Für die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda waren die Ortsfeuerwehren Wahrenbrück, Winkel und Maasdorf vor Ort. Sie stellten ihre speziellen Fähigkeiten in der Vegetationsbrandbekämpfung vor, darunter Handwerkzeuge, Löschrucksäcke sowie Kreisregner für den gezielten Einsatz bei Flächenlagen.
Die Ortsfeuerwehr Wahrenbrück präsentierte zudem ihren Schlauchwagen, mit dem auch über längere Wegstrecken eine stabile Wasserversorgung sichergestellt werden kann.

Malte Eberwein (mit.), Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Brandenburg, und Marcel Schmidt (lin.), designierter Landrat, während einer kurzen Ansprache. (Foto: C.Burkhardt (FF VG Liebenwerda, Ofw Wahrenbrück))

Beteiligt waren außerdem Vertreter des Forstamtes Elbe-Elster, des Waldbesitzerverbandes Brandenburg, der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie Jäger, private Waldbesitzer und Forstunternehmen. Auch der zukünftige Landrat Marcel Schmidt war vor Ort, um sich einen Überblick zu verschaffen und mit den beteiligten Akteuren ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung bot eine wichtige Plattform, um Wissen zu bündeln, Abläufe abzustimmen und die Zusammenarbeit der Beteiligten weiter zu stärken.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Rettungsübung an der Elbbrücke Mühlberg erfolgreich durchgeführt

Mühlberg/Elbe. Am Samstag, den 21. März 2026, fand an der Elbbrücke Mühlberg eine umfangreiche Rettungsübung unter Beteiligung mehrerer Ortsfeuerwehren der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie weiterer Fachkräfte statt. Ziel der Übung war es, Einsatzabläufe bei Notfällen innerhalb des Brückenkörpers realitätsnah zu erproben und weiter zu optimieren.

Hintergrund der Übung waren Erkenntnisse aus Wartungs- und Prüfungsarbeiten an der Brücke. Dabei wurde festgestellt, dass für Einsatzlagen im Inneren des Bauwerks bislang kein vollständig abgestimmtes Rettungskonzept vorlag. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg sowie der Ingenieurskammer Sachsen wurde daher eine praxisnahe Übung vorbereitet.

Foto: Andy Selig (FF VG Liebenwerda, Ofw Mühlberg)

Im Rahmen der Übung wurden zwei zentrale Einsatzszenarien dargestellt, die insbesondere den Abtransport von Personen aus dem Brückenkörper zum Schwerpunkt hatten. Zum einen wurde als Hauptübung das sichere Herausführen einer gehfähigen Person trainiert. Zum anderen erfolgte die Rettung einer verletzten Person mittels Schleifkorbtrage, einschließlich des kontrollierten Ablassens aus dem Brückenkörper.

Eingesetzt waren:
• die Ortsfeuerwehr Mühlberg als örtlich zuständige und unterstützende Einsatzkräfte,
• der Einsatzleitwagen (ELW) der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda zur Führungsunterstützung des Einsatzleiters,
• die Fachgruppe Absturzsicherung, bestehend aus Kräften der Ortsfeuerwehren Falkenberg/Elster, Prestewitz und Bad Liebenwerda,
• eine Drohneneinheit der Ortsfeuerwehr Falkenberg/Elster.

Die Drohne, verlastet auf dem Einsatzleitwagen, unterstützte die Übung durch Luftaufnahmen. Diese dienten sowohl der Dokumentation als auch der Lageübersicht für den Einsatzleiter. Zudem war ein Rettungswagen des Rettungsdienstes Elbe-Elster vor Ort, besetzt mit einem Praxisanleiter sowie Auszubildenden. Dadurch konnten die Abläufe besonders realitätsnah dargestellt und trainiert werden.

Foto: Andy Selig (FF VG Liebenwerda, Ofw Mühlberg)

Die Rettungs- sowie Einzelübungen wurden durch ein professionelles Kamerateam filmisch begleitet. Das entstandene Material soll künftig in der Ausbildung von Studierenden sowie Fachkräften eingesetzt werden, die mit der Prüfung von Brücken und vergleichbaren Bauwerken betraut sind. Ziel ist es, praxisnah zu vermitteln, wie Rettungsmaßnahmen ablaufen und welche Anforderungen im Bereich Arbeits- und Unfallschutz zu beachten sind. Auch die Feuerwehr beabsichtigt, die Aufnahmen künftig für eigene Übungs- und Ausbildungszwecke zu nutzen.

Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg, der Ingenieurskammer Sachsen sowie der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Liebenwerda vor Ort. Sie begleiteten die Übung fachlich und unterstützten die Abstimmung zwischen technischen Anforderungen und einsatztaktischen Maßnahmen.

Besondere Herausforderungen stellten die beengten Platzverhältnisse, die komplexen Zugangswege sowie die Koordination unterschiedlicher Akteure dar. Gleichzeitig konnten wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Rettungs- und Einsatzkonzepten gewonnen werden.

Foto: Andy Selig (FF VG Liebenwerda, Ofw Mühlberg)

Ein besonderer Dank gilt der Ortsfeuerwehr Mühlberg, die die Versorgung aller eingesetzten Kräfte sichergestellt hat. Von einem gemeinsamen Frühstück bis hin zur abschließenden Mittagsverpflegung sowie der Bereitstellung von kalten und warmen Getränken war die Betreuung der Kameradinnen und Kameraden jederzeit gewährleistet.

Ebenso gilt ein herzlicher Dank der Ortsgemeindewehrführung Mühlberg sowie allen beteiligten Akteuren, Unterstützern und Helfern, die maßgeblich zum reibungslosen und erfolgreichen Ablauf der Übung beigetragen haben.

Die Verantwortlichen zogen insgesamt ein positives Fazit: Die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktionierte sehr gut und bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Einsätze und Maßnahmen im Bereich komplexer Infrastruktur.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Flammenschein weit sichtbar- Bahnverkehr wegen Gebäudebrand eingestellt

Hohenleipisch. Noch mitten in der Nacht, gegen 03:48 Uhr, alarmierte die Leistelle Lausitz die Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Plessa und der Stadt Elsterwerda in den Bereich des alten Bahnhofs von Hohenleipisch. Ein Lokführer hatte im Vorbeifahren Flammenschein wahrgenommen. Der Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster wurde ebenfalls alarmiert, zu einem späteren Zeitpunkt aber durch Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Sanität aus Doberlug-Kirchhain abgelöst, um wieder für den Regelrettungsdienst zur Verfügung zu stehen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


An der Einsatzstelle eingetroffen, fand man ein altes, unbewohntes Wohngebäude, welches in Brand stand. Aufgrund des baulichen Zustands, aber auch aufgrund der Brandintensität war von Beginn an die Brandbekämpfung nur im Außenangriff möglich. Wie der Einsatzleiter Markus Kießler gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster berichtete, wurde das Gebäude auch zur illegalen Müllentsorgung genutzt, was zum einen die Brandlast erhöhte, zum anderen immer wieder Detonationen, möglicherweise durch Druckgasbehältnisse, im Inneren des Gebäudes auslöste. Während des gesamten Löscheinsatzes war die benachbarte Bahnstrecke Berlin- Dresden gesperrt, sodass es zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kam. Über der Brandstelle leuchtete der Himmel weit sichtbar feuerrot, zudem stand eine mächtige Rauchsäule darüber.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


Da die Flammen in der Dachkonstruktion, bestehend aus Holz, Dachpappe und Plattenmaterial, zusätzlich zur Brandlast in den Räumlichkeiten reichlich Nahrung fanden, entschied man sich, die Brandbekämpfung zunächst mit Wasser, später mit Löschschaum durchzuführen. Die Löschmittel wurden über handgeführte Strahlrohre und über den Wasser-Schaum-Werfer am Korb der Drehleiter aus Elsterwerda ausgebracht.
Um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern, hatte bereits der ersteintreffende Gruppenführer eine Riegelstellung aufbauen lassen, bevor er die Einsatzleitung an Markus Kießler übergab.
Als weitere Maßnahme beorderte man schweres Abbruchgerät an die Einsatzstelle, um den Dachstuhl einzureißen. Um die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden nicht noch weiter zu gefährden, wurden während dieser Arbeiten auch lose Mauerwerksteile kontrolliert abgetragen bzw. zum Einstürzen gebracht.

Die Löschwasserversorgung erfolgte zunächst über die alarmierten Tanklöschfahrzeuge, bevor man eine Löschwasserentnahmestelle an einem Feuerlöschteich einrichtete.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


Der Einsatzleiter Markus Kießler lobt die gute und reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten an der Einsatzstelle. So waren unter seiner Führung in Spitzenzeiten bis zu 50 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienst, Katastrophenschutz (SEE Sanität), Landes- und Bundespolizei, Deutscher Bahn, Energieversorger Mitnetz und vom Abbruchunternehmen Fa. Bothur vor Ort. Auch der Amtsdirektor des Amtes Plessa, Göran Schrey, sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Romey machten sich ein Bild von den Arbeiten vor Ort.
Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen mussten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft zahlreiche Materialien, darunter Druckschläuche, Atemschutzgeräte oder auch das verbrauchte Schaumbildnerkonzentrat getauscht bzw. wieder aufgefüllt werden, wozu das Feuerwehrtechnische Zentrum aus Herzberg hinzugezogen wurde. (RRS)

Neues Tanklöschfahrzeug aus Eigenmitteln finanziert

Hirschfeld. Die Ortswehr Hirschfeld (gehört zur Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Schradenland) konnte kürzlich ein nagelneues Tanklöschfahrzeug (TLF 4000-Staffel) übernehmen und in den Einsatzdienst stellen. Das Neufahrzeug ersetzt ein TLF 16/25 aus dem Jahr 2001 am selben Standort.

Als Fahrgestell wählte man ein MAN TGM 18.320. Darauf montierte der Fahrzeugbauer Empl in seinem Werk in Österreich einen feuerwehrtechnischen Aufbau für sechs Einsatzkräfte sowie alle benötigten Gerätschaften für einen schlagkräftigen Erstangriff.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RS)

Namensgebend für das einzige Tanklöschfahrzeug in Diensten der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Schradenland ist sein Löschwasservorratsbehälter mit 4000 Litern Nennfüllvolumen. In einem weiteren Tank können bis zu 500 Liter Schaumbildnerkonzentrat mitgeführt werden. Für die Löschmittelabgabe steht eine heckseitig festeingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Löschwasservolumenstrom von 3000 Liter je Minute bei zehn Bar Pumpenausgangsdruck (FPN 10-3000) zur Verfügung. Für die tatsächliche Abgabe des jeweiligen Löschmittels kann ein auf dem Aufbaudach fest montierter Wasser-Schaum-Werfer, ein mitgeführter tragbarer Wasser-Schaum-Werfer oder einer der insgesamt vier Storz-B-Abgänge gewählt werden.

Im feuerwehrtechnischen Aus- und Aufbau werden allerhand Gerätschaften mitgeführt. Dies sind unter anderem Druckschläuche in Storz B+C+D, Saugschläuche in Storz A, Strahlrohre, Gerätschaften für einen Löschangriff mit Schaum, ein Überdrucklüfter, Verkehrssicherungsgerät, ein Stromerzeuger, Materialien zur Vegetationsbrandbekämpfung, Kleinlöschgeräte, eine vierteilige Steckleiter oder auch eine Motorkettensäge mitsamt Zubehör.

Am Heck des neuen Tanklöschfahrzeuges ist ein pneumatischer Lichtmast mit insgesamt vier LED-Scheinwerfern verbaut, um schnell und lichtstark eine Einsatzstelle zu beleuchten. Des Weiteren ist heckseitig oberhalb des Pumpenbedienstandes eine Verkehrswarneinrichtung, bestehend aus sechs LED-Strahlern, installiert.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RS)

Die Neubeschaffung des Tanklöschfahrzeuges war die erste von mehreren Investitionen des Amtes Schadenland in ihre Freiwillige Feuerwehr, wobei insbesondere neue Einsatzfahrzeuge beschafft und Gerätehäuser modernisiert werden. 520.000€ bezahlte die Amtsverwaltung aus eigenen Mitteln für das neue Tanklöschfahrzeug.

Wir, das Team des Blaulichtreport Elbe-Elster, wünschen der Ortswehr Hirschfeld allzeit gute Fahrt mit ihrem neuen TLF 4000-Staffel und stets eine sichere und gesunde Rückkehr von allen Einsätzen, Übungen und anderen Dienstfahrten. (RRS)

Technische Überprüfung der Feuerwehrtechnik erfolgreich gestartet

Bad Liebenwerda. Am Samstag, den 14. März 2026, fand im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda die erste von insgesamt drei geplanten technischen Überprüfungen der Verbandsgemeindefeuerwehr statt. Im Fokus stand dabei der Bereich Uebigau-Wahrenbrück.

Ziel der Überprüfung ist es, sämtliche Fahrzeuge, Anhänger sowie die darauf verlastete feuerwehrtechnische Ausstattung umfassend zu kontrollieren. Neben der Überprüfung der Fahrzeuge selbst – von Beleuchtung bis hin zu Sauberkeit und Ordnung – wurden insbesondere Pumpen, Schläuche, Digitalfunktechnik sowie ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel geprüft. Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf sicherheitsrelevanter Ausrüstung wie tragbaren Leitern, Feuerwehrsicherheitsleinen, Haltegurten und Anschlagmitteln. Ergänzend dazu wurden auch die Motorkettensägen überprüft und kleinere Reparaturen direkt vor Ort durchgeführt.

Ein Kamerad bei der Prüfung einer dreiteiligen Schiebleiter. (Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda))

Weiterhin wurde das Erste-Hilfe-Material geprüft. Verbrauchsgüter mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum wurden ausgetauscht. Parallel waren die Bekleidungs- und Ausrüstungskammern besetzt, um verschlissene Schutzkleidung zu ersetzen und neue Ausstattungsgegenstände auszugeben.

Für diese umfangreiche Aufgabe kam ein Prüfteam aus ehrenamtlichen Technikwarten der gesamten Verbandsgemeindefeuerwehr zusammen. Der Dienst begann um 7:30 Uhr und endete gegen 16:00 Uhr. Alle Fahrzeuge und Anhänger des betreffenden Bereichs wurden dabei sorgfältig nach geltenden Prüfgrundsätzen kontrolliert.

Die gewonnenen Prüfergebnisse werden nun ausgewertet. Festgestellte Mängel werden behoben, defekte oder ausgemusterte Materialien ersetzt und notwendige Beschaffungen eingeleitet. Gleichzeitig dienen die erhobenen Daten auch statistischen Zwecken und der weiteren strategischen Planung. „Nach einem solchen Prüftag wissen alle Verantwortlichen genau, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen erforderlich sind“, so das Fazit aus der Auswertung.

Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda)

Der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann bedankt sich ausdrücklich bei allen Kameradinnen und Kameraden, die ihren Samstag ehrenamtlich in den Dienst der Sicherheit gestellt haben:
„Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und bildet eine wichtige Grundlage für die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr.“

Die nächsten Termine stehen bereits fest: Am 18. April 2026 wird der Bereich Bad Liebenwerda überprüft, gefolgt von einer weiteren Überprüfung am 26. September 2026 für die Bereiche Falkenberg/Elster und Mühlberg/Elbe.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

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