Staatssekretär Uwe Schüler besucht die Ortsfeuerwehr Schmerkendorf

Schmerkendorf. Am Dienstag, 1. September 2026, besuchte der Staatssekretär des Innern, Uwe Schüler, die Verbandsgemeinde Liebenwerda. Treffpunkt war die Ortsfeuerwehr Schmerkendorf im Bereich Falkenberg/Elster.

Anlass des Besuchs war ein Schreiben einer Bürgerin aus Schmerkendorf an Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke. Darin wurden die Situation der Feuerwehren im ländlichen Raum, die Unterstützung des Ehrenamtes, Fragen der Finanzierung sowie die besondere Berücksichtigung kleiner Ortsfeuerwehren thematisiert. Das Schreiben wurde über das Innenministerium an Staatssekretär Schüler weitergeleitet, der den persönlichen Austausch vor Ort einem umfangreichen Schriftverkehr vorzog.

Am Treffen nahmen die Angehörigen der aktiven Einsatzabteilung, der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung teil. Der Ortswehrführer Marcel Matschke stellte die Ortsfeuerwehr in einer Präsentation vor und führte die Gäste durch das Feuerwehrhaus. Staatssekretär Schüler informierte über die aktuelle Finanzierungssituation und Förderpolitik des Landes. Gemeinsam mit Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber, Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann, Ortsgemeindewehrführer Sören Dieke und dessen Stellvertreter Ronny Neupert wurden zudem die Herausforderungen der Ortsfeuerwehr und der gesamten Verbandsgemeindefeuerwehr erörtert.

Ein kleiner Imbiss und eine gesellige Gesprächsrunde in einer angenehmen Atmosphäre rundeten den Besuch ab.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Bundesweiter Warntag 2026: Warnsysteme werden am 10. September getestet

Deutschland. Am Donnerstag, den 10. September 2026, findet in ganz Deutschland der nächste Bundesweite Warntag statt. Der gemeinsame Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen dient dazu, die verschiedenen Warnsysteme zu erproben und die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen.

Gegen 11:00 Uhr wird bundesweit eine Probewarnung ausgelöst. Dabei kommen verschiedene Warnkanäle zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Radio und Fernsehen, Internetseiten und soziale Medien, digitale Anzeigetafeln, Warn-Apps auf dem Smartphone, Cell Broadcast sowie örtlich Lautsprecherwagen und Sirenen. Gegen 11:45 Uhr soll anschließend die Entwarnung erfolgen.

Mit dem Warntag soll überprüft werden, ob die technischen Warnsysteme zuverlässig funktionieren und die Bevölkerung im Ernstfall schnell und möglichst flächendeckend erreicht werden kann. Gleichzeitig soll der Aktionstag das Bewusstsein für Warnungen stärken. Denn wer die verschiedenen Warnwege und deren Bedeutung kennt, kann bei einer tatsächlichen Gefahrenlage schneller und richtig reagieren. Die Probewarnung bietet außerdem die Möglichkeit, mögliche technische oder organisatorische Schwachstellen aufzudecken. Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend genutzt werden, um die Warninfrastruktur weiter zu verbessern.

Die Grafik zeigt symbolisch den Warnmittelmix, welcher zum Bundesweiten Wartntag getestet werden soll und verschiedene Anwendungsfälle. (Quelle: BBK)

Wichtig: Bei den Warnmeldungen und möglichen Sirenensignalen am kommenden Donnerstag, den 10. September 2026, handelt es sich lediglich um einen Probealarm. Eine tatsächliche Gefahrenlage besteht nicht.

Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bundeszentrale für politische Bildung

(JK)

Vegetationsbrände beschäftigten unsere Einsatzkräfte vielerorts

Landkreis Elbe-Elster. Für die Eigentümer von Wald-, Forst- oder auch Agrarflächen sind Vegetationsbrände ein gefürchtetes Szenario. Wird der Brand frühzeitig entdeckt und zeitnah eine schlagkräftige Brandbekämpfung (BBK) vorgenommen, so sind die Schäden meistens überschaubar und die Vegetation erholt sich in den kommenden Wochen und Monaten. Kann sich der Brand hingegen zeitlich intensivieren und großflächig ausbreiten, dies wird durch verschiedene Faktoren begünstigt, entstehen häufig schwerwiegende wirtschaftliche als auch ökologische Schäden. Der Schaden an Flora und Fauna kann immens sein, beispielweise dann, wenn der Brand sich zum Vollfeuer entwickelt und vom Wurzelwerk bis in die Baumkronen alles organische Material umsetzt. Zumeist sind dann junge wie ältere Bäume verbrannt oder die Rinde so stark beschädigt, dass das Leitbahnsystem zum Wasser-& Nährstofftransport irreparabel ist. Dies hat dann die Folge, dass ganze Baumbestände gefällt werden müssen, so dass mehrere Generationen an Pflanzen vernichtet wurden. Glücklicherweise ist das letztgenannte Szenario (noch) kein Alltag auf dem Gebiet des Landkreises Elbe- Elster, wenngleich es bereits mehrfach vorkam.

Faktoren, die einen Vegetationsbrand begünstigen, können sein: der Wind, die ausgetrocknete Vegetation (sehr anfällig ist insbesondere totes ausgetrocknetes Geäst), leicht brennbare Pflanzen (insbesondere harz- oder ölhaltige Nadelgehölze), hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung. Aufgrund des intensiven Sommerwetters in den letzten Wochen mit wenig Niederschlägen, hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung, lag die reale Gefahr von Wald- und Flächenbränden, in der Fachsprache gerne als Vegetationsbrand bezeichnet, dauerhaft auf einem hohen Niveau. Auch die Niederschläge in den vergangenen Wochen, welche stellenweise sehr dürftig ausfielen, konnten bisher keine echte Entspannung in dieser angespannten Lage bringen.

Wir als Blaulichtreport Elbe-Elster möchten euch an dieser Stelle mal eine Zusammenfassung geben wie viele Einsätze im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung (VBBK) allein in der letzten Woche absolviert wurde.

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Finsterwalde rückte im Zeitraum von Montag, den 10.08.2026, bis zum Sonntag, den 16.08.2026, zu insgesamt vier Vegetationsbrandeinsätzen aus. Drei der vier Einsätze fanden dabei im eigenen Stadtgebiet statt, einmal wurde überörtlich unterstützt, wie man aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde erfuhr. Die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Elsterland rückte im genannten Zeitraum insgesamt drei Mal aus, wie deren Pressesprecher gegenüber Blaulichtreport Elbe- Elster mitteilte. Vorrangig betraf dies die Ortswehren Schönborn und Rückersdorf, um mit ihren Tanklöschfahrzeugen im Kampf gegen die Flammen zu unterstützen. Dabei wurden alle Einsätze überörtlich absolviert. Der Stadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Elsterwerda teilte auf Nachfrage mit, dass es „trotz der Trockenheit relativ entspannt“ war. So sei man in den vergangenen Wochen leidglich acht Einsätze im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung gefahren.

Die meisten VBBK- Einsätze in unserer Umfrage absolvierte die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda, relativierend muss man hier aber auch sagen, dass diese die größte Feuerwehr im Landkreis Elbe-Elster ist, deckt sie doch die Stadtgebiete von Bad Liebenwerda, Mühlberg/ Elbe, Falkenberg/ Elster und Uebigau-Wahrenbrück ab. Im Zeitraum ab Montag, den 10.08.2026, wurde man zu insgesamt 13 Brandeinsätzen im eigenen Zuständigkeitsbereich alarmiert, wie der Verbandsgemeindewehrführer gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte. Hierbei handelte es sich ausnahmslos um Vegetationsbrände. Diese gliederten sich in verschiedene Größenkategorien auf, sodass fünf Mal zu Kleinbränden alarmiert wurde, drei Mal zu Flächenbränden und weitere fünf Mal zu Waldbränden. Die Einsätze mit den größten betroffenen Brandflächen ereigneten sich im Bereich Prieschka- Zeischa (22.000 Quadratmeter) und bei Lönnewitz (3600 Quadratmeter), wie Blaulichtreport Elbe- Elster auf Nachfrage erfuhr. Weiterhin war die FF VG Liebenwerda zwei Mal überörtlich zur Unterstützung anderer Kommunen gefordert.

Foto: Fw Herzberg (Elster)

Die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Plessa war im befragten Zeitraum insgesamt vier Mal zur Vegetationsbrandbekämpfung gefordert. Diese gliederten sich auf in je einen Kleinbrand und einen Flächenbrand sowie zwei Waldbrände, wobei die letztgenannten zwei Einsätze überörtlich gefahren wurden. In dem benannten Zeitraum rückten die Herzberger Einsatzkräfte zu zwei überörtlichen Flächenbränden und einem Waldbrand aus. Auch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Sonnewalde waren überörtlich gefordert. Wie man gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte, wurde man insgesamt drei Mal überörtlich mit je einem Tanklöschfahrzeug hinzugezogen.

Nicht vergessen darf man auch, dass „neben“ den Vegetationsbränden das normale Alltagsgeschäft der Freiwilligen Feuerwehren weiterlief. So mussten ebenfalls Technische Hilfeleistungen (bspw. Türnotöffnungen, Verkehrsunfälle oder Sturmschäden) abgearbeitet werden. Dazu kommt für alle Kameradinnen und Kameraden der zeitliche Aufwand durch regelmäßige Aus- und Fortbildungen an den Standorten sowie auf Landkreis- bzw. Landesebene, als auch die Pflege und Wartung der Einsatztechnik. Wir als Blaulichtreport Elbe- Elster bedanken uns bei allen Kameradinnen und Kameraden in den Freiwilligen Feuerwehren für ihren aufopferungsvollen Einsatz, bedanken uns auch bei den stillen aber wichtigen Unterstützern ohne die vielfach eine erfolgreiche Brandbekämpfung nur schwerer möglich wäre, beispielsweise den Landwirten, und wünschen euch stets eine sichere und gesunde Heimkehr von allen Alarmen. Zugleich möchten wir an alle Wald- und Forsteigentümer appellieren den Waldumbau weg vom reinen Kiefernwald hin zu einem Mischwald mit möglichst vielen verschiedenen Baumarten voran zu treiben, um langfristig das Brandrisiko durch diesen hohen Nadelbaumanteil zu senken. Sprechen Sie hierzu gerne mit ihrer Revierförsterin oder ihrem Revierförster. (RRS/ SZ)

Brand in Recyclingbetrieb – rund 100 Einsatzkräfte verhindern Ausbreitung

Finsterwalde. Ein Brand in einer Lagerhalle eines Recyclingbetriebes hat am Montagabend, den 17. August 2026, einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. In Spitzenzeiten waren rund 100 Einsatzkräfte aus mehreren Ämtern und Städten vor Ort.

Um 21:27 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte zunächst aufgrund einer ausgelösten Brandmeldeanlage zu dem Betrieb an der L60 alarmiert. Beim Eintreffen stellte sich jedoch schnell heraus, dass es sich nicht um einen Fehlalarm handelte: In einer Halle war ein Müll- bzw. Sperrmüllhaufen in Brand geraten.

Die Lage entwickelte sich zu Beginn dynamisch. Aufgrund des brennbaren Materials bestand die Gefahr, dass sich das Feuer auf weitere Bereiche und schließlich auf die gesamte Halle ausbreiten könnte. Um ausreichend personelle und technische Reserven zu schaffen, wurden deshalb frühzeitig weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Eine zusätzliche Herausforderung stellte die eingeschränkte Löschwasserversorgung vor Ort dar. Aus diesem Grund wurden unter anderem weitere Tanklöschfahrzeuge zur Einsatzstelle beordert.

Foto: B. Lenartowsky

In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Unternehmens gelang es den Einsatzkräften zunächst, eine Maschine aus dem gefährdeten Bereich der Halle zu bringen und vor den Flammen zu schützen. Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung intensiviert, sodass eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Kräfte wieder reduziert werden.

Für die anschließenden umfangreichen Nachlöscharbeiten musste die Halle teilweise leergeräumt werden. Der brennende Müllhaufen wurde auseinandergezogen, um verbliebene Glutnester gezielt freizulegen und abzulöschen. Diese Arbeiten nahmen entsprechend Zeit und Personal in Anspruch.

Die rund 100 Einsatzkräfte, die an dem Einsatz beteiligt waren, kamen aus Finsterwalde, dem Amt Kleine Elster, Sonnewalde, Doberlug-Kirchhain und dem Amt Elsterland.

Die Brandursache ist unbekannt. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor. (JK)

Der Landkreis Elbe-Elster investiert weiter in den abwehrenden Hochwasserschutz

Herzberg (Elster). Am Donnerstag, den 25.06.2026, fand auf dem Gelände des Ordnungsamtes des Landkreises Elbe-Elster eine Einweisung in das Hochwasserschutzsystem der Firma Haawal statt. Mit diesem Produkt lassen sich modulare, flexible Hochwassersperren errichten. Dabei sollen, so eine Angabe des Herstellers, zwei Personen 100 Meter Sperre in 60 Minuten errichten können. Werkzeug ist für den Aufbau nicht notwendig. Des Weiteren ist auch der Bau von Wasserbecken, bspw. als Pufferspeicher, möglich.

An der Einweisung nahmen neben Vertretern der Kreisverwaltung auch Mitarbeiter des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Herzberg sowie Führungskräfte von zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren und anderen Organisationen des Katastrophenschutzes aus dem Landkreis Elbe-Elster teil. Dazu kamen Vertreter vom Landesumweltamt und der Landesfeuerwehrschule und Technischen Einrichtung (LSTE) in Vertretung für das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg sowie Gäste aus mehreren benachbarten Landkreisen, bspw. aus Spree-Neiße oder Oberspreewald-Lausitz.

Die Teilnehmer beim Aufbau des Hochwasserschutzsystems.
(Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS))

Das System besteht aus insgesamt fünf Komponenten: GFK*-Gitterplatten, welche als Boden und Wand dienen; eine PE*²-Membran zur Abdichtung (je Rolle sind 25m x 4m Folie aufgewickelt); Stützdrähten, um Stabilität in den Aufbau zu bekommen; ein wasserfestes Klebeband, um die einzelnen PE-Membranen an Nahtstellen miteinander zu verkleben und abschließend Sandsäcke oder ähnlichen, schweren Gegenständen, um ein Aufschwimmen der PE-Membran zu verhindern. Einzig die Membranfolie und das Klebeband sind als Verbrauchsmaterial anzusehen, alle anderen Komponenten können wiederverwendet werden.

Auf allen GFK-Gitterplatten ist ein kleines Schild verklebt, auf dem die Internetadresse sowie der passende QR-Code zur jeweils aktuellsten Aufbauanleitung zu finden ist. So könnten Spontanhelfer oder auch Einsatzkräfte, welche zuvor noch nie Berührung mit diesem Schutzsystem hatten, kurzfristig in den Aufbau eingewiesen und in die Arbeiten eingebunden werden.

Der QR-Code zur Aufbauanleitung befindet auf jeder GFK-Gitterplatte.
(Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS))

Bei dem Haawal-Hochwasserschutzsystem handelt es sich um ein selbststabilisierendes System, das heißt, der Wasserdruck „verankert“ die Komponenten fest am Boden. Die Anwendung kann auf verschiedenen glatten wie auch rauen Untergründen erfolgen. Selbst das Überwinden von Höhenunterschieden, bspw. Bordsteinen, soll kein Problem darstellen. Dadurch, dass die GFK-Gitterplatten nicht miteinander verschraubt oder anderweitig verbunden werden, können auch Kurven in verschiedensten Radien aufgebaut werden. Hierdurch ist der Aufbau des Hochwasserschutzsystems sehr flexibel und es können Hindernisse wie Bäume, Gebäude, etc. umbaut werden. Aktuell gibt es das System in den Varianten 90cm und 120cm Schutzhöhe, eine weitere Variante mit 60cm Schutzhöhe soll demnächst folgen.

Das fast fertig aufgestellte Schutzsystem.
(Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS))

Das Haawal-Hochwasserschutzsystem kann aufgrund der genannten Eigenschaften flexibel eingesetzt werden, bspw. als Deicherhöhung, zum Objektschutz, als provisorischer Damm oder aber auch als Pufferbecken, wenn es gilt, Flüssigkeiten, z.B. Löschwasser, zwischenzuspeichern. Der Vertreter der Firma Haawal wies in seinen Ausführungen eindringlich daraufhin, dass jede Sperre überwacht werden muss, um ggf. Schadstellen zeitnah auszubessern, um Vandalismus an der Sperre zu verhindern sowie auch mögliche Undichtigkeiten zu erkennen. Punktuell, je nach Untergrund und aufsteigendem Grundwasser, kann es im Hochwassereinsatz sinnvoll bis notwendig sein, das System mit Pumpen zu ergänzen. Auch gegen Treibgut soll die PE-Membran resistent sein. Diese könne Lasten von mehren Tonnen widerstehen. Als zusätzliche Ergänzung bietet die Firma Haawal das sogenannte „flood shield“ an, eine weitere Folie, welche über die Stützdrähte gespannt wird, und so die eigentliche Hochwasserschutzsperre schützt.

Aufbau als Becken, um bspw. Löschwasser zwischenzuspeichern.
(Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS))

Laut den Angaben des Herstellers kostet das Schutzsystem in der 90cm-Variante 348€ je Meter, in der 120cm-Variante 448€ je Meter. Der Landkreis Elbe-Elster hat kürzlich 230 Meter Schutzsystem beschafft. Dieses wird in Elsterwerda im Katastrophenschutzlager einsatzbereit vorgehalten und kann bei Bedarf über das Feuerwehrtechnische Zentrum angefordert werden. Des Weiteren haben die Stadtwerke Finsterwalde GmbH eigenständig 60 Meter Schutzsystem beschafft, um im Fall der Fälle die eigene kritische Infrastruktur schützen zu können. (RRS)

*GFK steht für glasfaserverstärkter Kunststoff.

*²PE steht für Polyethylen, ein Kunststoff mit vielen verschiedenen Verwendungen.

Und wieder brennt es in der Gorischheide- Einsatzkräfte aus Brandenburg unterstützen

Gorischheide (Landkreis Meißen/ Sachsen).

Stand Sonntag 28.06.2026 19:30 Uhr: Da sich die Lage im Schadensgebiet der Gorischheide entspannt und die Löscharbeiten ihre Wirkung zeigen, hat die Einsatzleitung entschieden die Einsatzkräfte aus Brandenburg (die Kräfte und Mittel stammten aus der VG Liebenwerda) vorzeitig aus dem Einsatz zu entlassen. Die Kameradinnen und Kameraden kehrten daraufhin an ihre Standorte zurück und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her. (RRS)

Stand Sonntag 28.06.2026 10:00 Uhr: Trotz dessen, dass Einsatzkräfte der Gemeinde Zeithain über Nacht im Bereich der Gorischheide im Einsatz waren, konnte bislang keine vollständige Stabilisierung der Lage erreicht werden. Für den heutigen Tagesverlauf sind zum Teil gewitterartige Windböen sowie gewitterbeeinflusste Luftmassen bis in die Abendstunden vorhergesagt. Aufgrund der hieraus resultierenden dynamischen Lageentwicklung ist weiterhin mit einer möglichen Ausbreitung des Brandgeschehens zu rechnen.

Die Gemeinde Zeithain hat auch am heutigen Sonntag um überörtliche Hilfe aus der Verbandsgemeinde Liebenwerda erbeten, welchem positiv entsprochen wurde. Unter Anderem mit drei Tanklöschfahrzeugen sind die Kameradinnen und Kameraden heute wieder dem Abschnitt Ost zugeteilt. Sie betreiben Maßnahmen zur Brandbekämpfung, patrouillieren entlang von Kontrolllinien und stehen bei auffrischendem Wind bereit einer Brandausbreitung entgegen zu wirken. (RRS)

Foto: FF VG Liebenwerda

Stand Samstag 27.06.2026 21:00 Uhr: Gegen 21 Uhr fand eine gemeinsame Lagebesprechung der sächsischen und brandenburgischen Einsatzkräfte statt, bei der das weitere Vorgehen besprochen wurde.
Für den morgigen Sonntag erwartet man einen zweiten Hubschrauber zum Abwurf von Löschwasser im Schadensgebiet. Des Weiteren ist ein gepanzertes Spezialfahrzeug einer Privatfirma eingetroffen und in seinen Einsatz gestartet.
Die Brandausbreitung bleibt aktuell weiterhin gering, eine schwache Ausdehnung Richtung Osten findet statt, allerdings verlegen die Brandenburger Einsatzkräfte in diesen Bereich und löschen dort die Spotfeuer ab. Nach Abschluss dieser Maßnahme, erfolgt für die Brandenburger Kameradinnen und Kameraden das Einsatzende am heutigen Tag, sodass diese wieder zu ihren Gerätehäusern zurückkehren können.

Foto: FF VG Liebenwerda

Stand Samstag 27.06.2026 20:00 Uhr: Gegen 18:45 Uhr ist ein Hubschrauber der Bundespolizei im Schadensgebiet eingetroffen und hat nach Einweisung seinen Flugbetrieb zum Abwurf von Löschwasser aufgenommen. Dies soll bis ca. 21:30 Uhr erfolgen. Derzeit zeigt sich die Lage statisch und unverändert. Die betroffene Fläche beträgt aktuell 33 Hektar. Die Einsatzkräfte aus Brandenburg patrouillieren in ihrem Einsatzabschnitt im 15-Minuten-Takt und führen bei Bedarf Brandbekämpfungsmaßnahmen zum Erhalt der Kontrolllinien durch. (RRS)

Stand Samstag 27.06.2026 18:00 Uhr: Seit den Nachmittagsstunden brennt es wieder in der Gorischheide. Diese liegt im benachbarten Landkreis Meißen (Sachsen), nahe der Grenze zu Brandenburg, insbesondere zur Stadt Mühlberg/ Elbe. Da es sich bei dieser Fläche um einen ehemaligen Truppenübungsplatz handelt, sind weite Teile noch immer munitionsbelastet.
Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurde ein Zug an Löschfahrzeugen, darunter mehrere Tanklöschfahrzeuge, der FF VG Liebenwerda mitsamt der Kameradinnen und Kameraden angefordert.
Diese führen im Bereich der Gorischheide eine direkte Brandbekämpfung durch.

Des Weiteren wird auf Brandenburger Seite eine Löschwasserentnahmestelle für einen Hubschrauber vorbereitet. (RRS)

Blitzschlag löst Brand aus- Dachstuhl einer Scheune wird Raub der Flammen

Großkrausnik (Stadt Sonnewalde). Am frühen Samstagnachmittag des 20.06.2026 kam es während eines Gewitters über der Ortslage Großkrausnik zu einem Blitzschlag, welcher eine Scheune traf. Darüber informierte der Ortswehrführer der Ortswehr Zeckerin und Einsatzleiter dieses Brandeinsatzes, Kamerad Christoph Richter. Glücklicherweise hatte ein Nachbar das Geschehen beobachtet und direkt Alarm geschlagen.

Diesem Umstand geschuldet, waren auch die Eigentümer schnell am Ort des Geschehens, konnten sie so die Rinder, welche auf der Weide hinter der betroffenen Scheune grasten, auf weiter weg gelegene Bereiche wegsperren.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte das Objekt hauptsächlich im Dachstuhlbereich. Zudem wurde eingelagertes, privates Inventar ein Raub der Flammen. Glücklicherweise konnte zuvor ein Traktor aus dem Gebäude gerettet werden.

Bedingt durch eine schlechte Löschwasserversorgung in der Ortslage Großkrausnik, ließ der Einsatzleiter als eine der ersten Maßnahmen zu beiden vorhandenen Löschbrunnen Storz B- Schlauchleitungen (75mm Innendurchmesser) legen, um das begehrte aber leider nur spärlich verfügbare kostbare Löschwasser an die Einsatzstelle fördern zu lassen. Zudem ließ er Tanklöschfahrzeuge nachalarmieren, um im Pendelverkehr von einem etwas weiter entfernten Tiefbrunnen weiteres Löschwasser heranschaffen zu lassen.

Trotz dieser widrigen Umstände, bekamen die Kameradinnen und Kameraden den Brand zügig unter Kontrolle. Dies erfolgte aus Sicherheitsgründen nur im Außenangriff über handgeführte Strahlrohre und das Wenderohr des Finsterwalder Teleskopmastes. Nachbargebäude waren glücklicherweise zu keiner Zeit in direkter Gefährdung. Die Löscharbeiten wurden durch das vorangegangene Unwetter zusätzlich erschwert, waren doch die Wiesen und Boden rings um den betroffenen Hof durch den Regen aufgeweicht.

Nach Abschluss der eigentlichen Löschmaßnahmen richtete die Ortswehr Großkrausnik über Nacht eine Brandwache ein, welche immer wieder aufflammende Glutnester im Dachstuhlbereich löschen musste.

Im Einsatz befanden sich ca. 50 ehrenamtliche Kameradinnen und Kameraden der Ortswehren Großkrausnik, Kleinkrausnik, Sonnewalde, Pießig, Breitenau, Fiedersdorf und Zeckerin (alle Stadt Sonnewalde) sowie die Ortswehr Finsterwalde Mitte. (RRS)

Brand in Werkstatthalle eines Entsorgungsbetriebes

Lichterfeld (Amt Kleine Elster). Am Montag, den 22.06.2026, wurden die Feuerwehren des Amtes Kleine Elster sowie die Ortswehr Finsterwalde- Mitte um 10:37 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B: Gebäude-Groß“ nach Lichterfeld-Schacksdorf alarmiert. Vor Ort stand eine Werkstatthalle eines Entsorgungsbetriebes in Brand. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer vermutlich durch einen brennenden Transporter ausgelöst worden und hatte sich anschließend auf die Halle ausgebreitet.

Foto: Brandenburg Media

Die Lage stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. In der Werkstatt befanden sich zahlreiche Gefahrenquellen wie Gasflaschen, Kraftstoffkanister und weitere Fahrzeuge. Zusätzlich war ein rund 1.000 Liter fassender Dieseltank von den Flammen bedroht. Besonders kritisch war die Gefahr eines Übergreifens auf angrenzende Lagerbereiche mit einer großen Menge Reifen, brennbaren Flüssigkeiten sowie weiteren Fahrzeugen und auch das benachbarte Bürogebäude war zeitweise gefährdet. Aufgrund dieser Lage erfolgte eine zeitige und intensive Nachalarmierung weiterer Kräfte. Insgesamt waren rund 75 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle tätig. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen aller eingesetzten Kräfte konnte ein Übergreifen des Brandes auf die genannten Bereiche verhindert werden.

Auch die Wasserversorgung erforderte besondere Maßnahmen. Da sich die nächstgelegene ausreichende Wasserentnahmestelle (Löschteich) in größerer Entfernung befand, entschied sich der Einsatzleiter für einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen. Diese Lösung konnte schneller umgesetzt werden als der Aufbau einer langen Wegestrecke und stellte die benötigte Löschwassermenge zuverlässig sicher.

Foto: Brandenburg Media

Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte ein Mitarbeiter des Betriebes erste Löschmaßnahmen durchgeführt. Aufgrund des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung wurde die Person vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Amtsbrandmeister des Amtes Kleine Elster, Oliver Ittner, dankt allen beteiligten Einsatzkräften für ihr engagiertes Handeln. Durch die gute Zusammenarbeit und die frühzeitige Verstärkung der Einsatzstelle konnte ein deutlich größerer Schaden verhindert werden. Das professionelle und koordinierte Vorgehen aller Kräfte hat maßgeblich dazu beigetragen, die Ausbreitung des Brandes zu stoppen. (JK)

Empfehlungen zum Verhalten bei Hitze für Zivilpersonen und Einsatzkräfte

Deutschland/ Landkreis Elbe-Elster. Die aktuelle Hitzewelle hat Deutschland und seine europäischen Nachbarstaaten fest im Griff und bringt spürbare Einschränkungen für Menschen, Tiere und auch für technische Anlagen. Am kommenden Wochenende soll es örtlich bis zu 40°C warm werden. Diesen Anlass nehmen wir auf, um Ihnen die wichtigsten Tipps zum Umgang mit der Witterung zu geben, damit Sie diese Tage möglichst unbeschadet überstehen.

Dabei ist der erste Teil an alle zivilen Personen im ganz normalen Alltagsleben gerichtet, den zweiten Teil unseres Artikels widmen wir den Einsatzkräften, welche trotz der aktuellen Temperatur zu ihren Einsätzen ausrücken müssen, um Menschen zu helfen und Gefahren abzuwehren.

Verhalten bei Hitze für Zivilpersonen

Bei den hier widergegebenen Hinweisen orientieren wir uns an den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Was Sie im Vorfeld einer Hitzewelle tun können:

– Stocken Sie ihren Getränkevorrat mit ausreichend alkohol- und koffeinfreien Getränken auf. Dies können unter Anderem Mineralwasser, verdünnte Säfte, Fruchtsaftschorlen (idealerweise selbstgemischt, um unnötigen Zucker zu vermeiden) oder aber auch abgekühlte Kräuter- oder Früchtetees sein.

Wichtig: Lauwarme bis kühle Getränke sind bedeutend verträglicher für Körper und Kreislauf anstatt eiskalter Getränke!

– Bereiten Sie ihr Haus oder ihre Wohnung möglichst auf die heißen Tage vor. Lüften Sie in den kühleren Morgenstunden. Schließen Sie Rollläden und Fenster, um die Sonne „auszusperren“. Ggf. können Sie auch Balkon oder Terrasse verschatten.

– Sofern Sie auf Medikamente angewiesen sind, sprechen Sie mit ihrem Arzt oder Ärztin. Möglicherweise kann es sinnvoll sein die Dosierung anzupassen.

Wenn die Hitze da ist:

– Trinken, trinken und nochmals trinken! 1,5L mindestens, besser wären 2L Getränke (siehe im obigen Abschnitt) am Tag. Eventuell helfen hierbei kleine Erinnerungen (volle Trinkgläser in greifbarer Nähe, Trinkplan, Trinkflaschen mit aufgedruckter Skala, …).

– Verlegen Sie, wenn möglich, körperlich anstrengende Arbeiten in die kühleren Morgenstunden.

– Tragen Sie möglichst weite, luftige und helle Kleidung. Im Freien ist eine Kopfbedeckung sehr ratsam.

– Wenn sich der Aufenthalt in der Sonne nicht vermeiden lässt (oder sogar gewünscht ist), nutzen Sie Sonnenschutzmittel (mindestens Lichtschutzfaktor 30). Ihre Haut dankt es Ihnen!

– Bevorzugen Sie leichte Gerichte (Gemüse, Salate, wasserreiches Obst, …). Vermeiden Sie dagegen schwer verdauliche und fettreiche Gerichte. Diese belasten den Körper noch zusätzlich.

– Um den Körper abzukühlen nutzen Sie lauwarme Duschen oder Fußbäder. Auch das befeuchten der Unterarme kann einen ähnlichen Effekt auslösen.

Kalte Duschen haben einen gegenteiligen Effekt und erschweren dem Körper die Wärmeabgabe.

– Nutzen Sie Klimaanlagen, sofern vorhanden, mit Bedacht! Große Temperaturwechsel zwischen drinnen und draußen belasten den Kreislauf extrem und können negative Effekte auslösen.

– Schlafen Sie nachts nur in leichter Bekleidung. Nutzen Sie auch leichte Bettwäsche (bsp. Bettlaken).

WICHTIG: Lassen Sie niemals, auch nicht am frühen Vormittag oder kurz vor Sonnenuntergang, Menschen oder Tiere in einem Kraftfahrzeug (zB Pkw, Lkw, …) zurück. Die Temperaturen in abgestellten Fahrzeugen steigen rasant an, weit über das Niveau der Außentemperatur. Binnen weniger Minuten besteht Lebensgefahr!

Finden Sie doch eine so beschriebene Lage vor, zögern Sie nicht den Notruf über die 112 zu verständigen!

– Achten Sie auf Nachbarn, Verwandte, Freunde und Kollegen: Unterstützen Sie sich gegenseitig. Sollten Sie eine Person feststellen, deren Verhalten abnormal bis abwesend wirkt, deren Kopf vielleicht stark gerötet, deren Körpertemperatur stark erhöht ist oder bei der die Schweißproduktion plötzlich aufgehört hat, so zögern Sie nicht den Notruf über die 112 zu verständigen! Dies können Anzeichen für einen drohenden Notfall sein, welche unter Umständen zum Kreislaufkollaps führen kann.

Verhalten bei Hitze für Einsatzkräfte

Bei den hier widergegebenen Hinweisen orientieren wir uns an den Empfehlungen des Deutschen Feuerwehrverbandes und der gemeinnützigen Organisation @fire.

– Trinken, trinken und nochmals trinken! 1,5L mindestens, besser wären 2L Getränke (idealerweise alkohol- und koffeinfrei) am Tag. Keine Einsatzkraft kann helfen, wenn der eigene Kreislauf nicht ausreichend leistungsfähig ist. Deshalb gilt: vor, während und nach dem Einsatz regelmäßig Flüssigkeit zuführen.

– Bei Einsätzen in der Vegetationsbrandbekämpfung oder anderen körperlich schweren Tätigkeiten wird 1L Flüssigkeit je Stunde je Einsatzkraft empfohlen! Diese Menge sollte nicht auf einen Schlag zugeführt werden, sondern kontinuierlich. Somit empfiehlt es sich auch, dass jede Einsatzkraft einen persönlichen Trinkwasservorrat im Einsatz mitführt (bspw. in einer Feldflasche).

– Die Persönliche Schutzkleidung sollte an Alarmstichwort und Witterung angepasst werden. „Die Verwendung von mehrlagiger Feuerschutzkleidung nach DIN EN 469 (z.B. HuPF- Überbekleidung) ist bei warmer Witterung eine sehr große Belastung für den Träger“[1] und somit für den Einsatz bei Vegetationsbränden nicht zu empfehlen! Sofern keine einlagige Schutzkleidung speziell für diesen Einsatzfall zur Verfügung steht, kann die zweilagige Schutzkleidung, wie sie für die Technische Hilfeleistung Verwendung findet, einen guten Kompromiss zwischen Schutzwirkung (auch bei Funkenflug oder gar kurzzeitigem Flammenkontakt) und dem Tragekomfort bieten.

Bei Löscharbeiten nahe des Feuersaumes sollen die Einsatzkräfte mit einer Flammschutzhaube ausgestattet werden, um offenen Hautpartien im Gesichts- und Halsbereich zu bedecken. Ebenso ist grundsätzlich in der Vegetationsbrandbekämpfung auf den Augenschutz zu achten. Hierbei sind abdichtende Schutzbrillen die beste Wahl gegen beißenden Rauch, Ruß- und Funkenflug.

„Das vorsätzliche Benässen von Schutzkleidung ist aufgrund eines möglichen Heißdampfdurchschlages gefährlich und daher zu unterlassen!“[2]

Ebenso wichtig zu erwähnen ist auch, dass ein Vernachlässigen der Schutzkleidung ebenso keine Option ist! Nackte Oberkörper gehören an den Badestrand, haben im Einsatz aber nichts verloren.

In der Regel im Vegetationsbrandeinsatz auch nicht erforderlich sind schwere Atemschutzgeräte. Bei Bedarf wird (z.B. wenn durch die Löscharbeiten oder Fahrzeugbewegungen viel Staub oder Asche aufgewirbelt werden) die Nutzung von partikelfiltrierenden Halbmasken empfohlen.

– Wenn immer es die technische Ausstattung und die Lage an der Einsatzstelle mit Blick auf die Kontrollschwellen ermöglicht, sollte im Rahmen der Vegetationsbrandbekämpfung auf leichtere D- und C- Schläuche zurückgegriffen werden. Dies reduziert die körperliche Belastung der eingesetzten Kräfte und bewirkt einen sparsamen effektiveren Einsatz des mitgeführten Löschwassers.

– „Die Pflicht von Feuerwehrführungskräften zur Fürsorge und zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit gegenüber den eingesetzten Einsatzkräften gemäß §3 (3) der

DGUV Vorschrift 49 muss beachtet werden, zum Beispiel durch rechtzeitige Ablösung, ausreichende Pausen, wirksame Hygiene, geeignete Verpflegung (Nahrung und Getränke).“[3]

– „Bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden handelt es sich im Regelfall um einen Einsatz zum Schutz von Sachwerten und einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden ist grundsätzlich die Sicherheit der Einsatzkräfte die höchste Priorität bei der Einsatzplanung einzuräumen.

Konkret bedeutet dies, dass bei allen Maßnahmen die Gefährdung der Einsatzkräfte so gering wie möglich gehalten werden muss.“[4] Hierzu empfiehlt es sich die international gebräuchliche LACES- Regel zu beachten:

L –> lookout –> Einen Beobachter stellen, der den Brand, die eigenen Einsatzkräfte und die weitere Entwicklung des Wetters beobachtet und kommuniziert.

A –> anchoirpoint –> Die Brandbekämpfung sollte an einem (oder je nach Ausdehnung des betroffenen Gebietes auch an mehreren) Ankerpunkten beginnen. Dies sollten nicht brennbare Stellen (Straßen, Wege, Parkplätze, Schotterflächen, …) oder sicher abgelöschte, kalte Brandstellen sein, von wo aus die Brandbekämpfung technisch-taktisch sinnvoll aufgenommen wird.

C –> communication –> Die Kommunikation zwischen allen eingesetzten Trupps, Fahrzeugen und der Einsatzleitung ist extrem wichtig. Die Nutzung von Sprechfunkgeräten ist unerlässlich. Nur so können beispielsweise Wetter- oder Lageänderungen zügig kommuniziert werden.

Für akute Situationen und Notfälle (Verletzungen eigener Kräfte, Auftreten von Spotfeuern) können Signalpfeifen eine sinnvolle Ergänzung sein.

E –> escape route –> Von allen Einsatzabschnitten muss ein erkundeter, brandlastarmer Fluchtweg zu einer Sicherheitszone führen. Dieser Weg muss allen Einsatzkräften im jeweiligen Abschnitt vor Betreten bekannt sein. z.B.: Wind frischt stark auf oder dreht, extremes Brandverhalten – Feuer wird deutlich intensiver, die Flammenlängen nehmen massiv zu oder ein medizinischer Notfall geschieht. Die Einsatzkräfte bündeln sich in der Sicherheitszone, strukturieren sich taktisch neu und nehmen folgend die Brandbekämpfung erneut auf.

S –> safety zone –> „Eine Sicherheitszone ist ein Bereich, in dem die Einsatzkräfte ohne weitere Schutzmaßnahmen vor einem Brand in Sicherheit sind und nicht primär gefährdet sind. Dies können in ausreichender Distanz z.B. freiliegende, befahrbare, ohne Brandlast bestehende Ackerflächen, Parkplätze, Dorfplätze oder Sportplätze sein. Notfalls muss dieser Bereich zusätzlich durch Entfernen von Vegetation geschaffen werden. Die notwendige Größe der Sicherheitszone bemisst sich nach der Anzahl der insgesamt in diesem Einsatzbereich beziehungsweise Abschnitt eingesetzten Einsatz- und Unterstützungskräfte!“[5]

Für Einsatz- und Führungskräfte, welche sich zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung weitergehend belesen möchten, empfehlen wir auch unseren Artikel über die „Fortbildung zur Vegetationsbrandbekämpfung für Einsatzkräfte aus Elbe-Elster“ vom 10. Mai 2026. Des Weiteren stellen spezialisierte Organisationen wie beispielsweise @fire zahlreiche Fachempfehlungen auf ihrer Internetseite zur Verfügung.

Abschließend wünschen wir allen Einsatzkräften in den vielen verschiedenen Hilfsorganisationen möglichst wenige Einsätze, wenngleich wir wissen, dass ihr im Notfall für die Bürgerinnen und Bürger bereitsteht. Den Mitbürgern wünschen wir trotz der warmen Temperaturen und sonnigen Tage einen kühlen Kopf. Denken Sie bitte daran ausreichend zu trinken und bleiben Sie, wenn möglich, im Schatten. (RRS/ SZ)


[1] @fire Fachempfehlung „Sicherheit und Taktik im Wald- und Flächenbrandeinsatz“, Abschnitt 2.1.1

[2] @fire Fachempfehlung „Sicherheit und Taktik im Wald- und Flächenbrandeinsatz“, Abschnitt 2.1.1

[3] DFV Empfehlung „Sicherheit und Taktik im Vegetationsbrandeinsatz“, Abschnitt 2.4

[4] DFV Empfehlung „Sicherheit und Taktik im Vegetationsbrandeinsatz“, Abschnitt 1

[5] DFV Empfehlung „Sicherheit und Taktik im Vegetationsbrandeinsatz“, Abschnitt 3.5

Polizei kontrolliert Transporter und Lkw auf der B96 – Reaktion auf Serie von Rinderdiebstählen

Lieskau (Amt Kleine Elster). Anfang Juni 2026 führte die Landespolizei Brandenburg eine großangelegte Kontrollaktion auf der B96 bei Lieskau durch. Hintergrund der Maßnahme waren mehrere Fälle von Rinderdiebstählen, die sich in den vergangenen Monaten in Brandenburg ereignet haben.

Blaulichtreport Elbe-Elster (TH)

Allein im Elbe-Elster-Kreis wurden in der Nacht vom 21. auf den 22. April 2026 im Ortsteil Langennaundorf (Stadt Uebigau-Wahrenbrück) insgesamt 69 Jungrinder von einer Koppel gestohlen. Dieser Fall ist jedoch kein Einzelfall: Brandenburgweit registrierte die Polizei insgesamt vier vergleichbare Diebstähle. Drei dieser Taten ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Süd, eine weitere im Bereich der Polizeidirektion West. Insgesamt wurden dabei rund 230 Rinder entwendet. Die Tiere wurden sowohl von Weideflächen als auch direkt aus Stallanlagen gestohlen.

Um die Taten aufzuklären, richtete das Landeskriminalamt (LKA) eine Ermittlungsgruppe ein, welche sich aus Kriminalbeamten des LKA und der Polizeidirektion Süd zusammensetzt.

Am Nachmittag des 3. Juni hatte unser Team die Gelegenheit, die Polizei bei ihrer Kontrollaktion zu begleiten. Gegen 17 Uhr wurde auf einem Parkplatz im hinteren Bereich eines Firmengeländes an der B96 eine stationäre Kontrollstelle eingerichtet. Im Fokus standen dabei insbesondere Transporter und Lastkraftwagen, die stichprobenartig überprüft wurden.

Blaulichtreport Elbe-Elster (TH)

Auf Nachfrage, nach welchen Kriterien die Fahrzeuge ausgewählt werden, erklärten die Einsatzkräfte, dass hierbei vor allem die Erfahrung der eingesetzten Beamten eine wichtige Rolle spiele.

An der Kontrolle waren insgesamt neun Polizeibeamte beteiligt, darunter drei Kräfte der Bereitschaftspolizei. Zwei Beamte positionierten sich mit einem Streifenwagen und eingeschaltetem Blaulicht an der Bundesstraße. Bereits aus größerer Entfernung beobachteten sie den Verkehr und wählten mithilfe eines Fernglases geeignete Fahrzeuge für die Kontrolle aus. Zwei weitere Beamte leiteten die ausgewählten Fahrzeuge auf den Kontrollplatz, während fünf Polizisten die eigentlichen Überprüfungen durchführten.

Kontrolliert wurden unter anderem die Fahrzeugpapiere, Führerscheine sowie die transportierte Ladung. Ziel war es, mögliche Hinweise auf die Diebstähle zu gewinnen und verdächtige Transporte frühzeitig zu erkennen.

Blaulichtreport Elbe-Elster (TH)

Gegen 20 Uhr endete die stationäre Kontrollmaßnahme. Im Anschluss wurde der Einsatz in Form mobiler Kontrollen fortgesetzt. Dabei kontrollierten die Beamten mit ihren Einsatzfahrzeugen gezielt Transporter und Lastwagen an wechselnden Orten. Dieser Teil des Einsatzes konnte von uns nicht mehr begleitet werden.

Fazit: Die Begleitung der Kontrollmaßnahme ermöglichte einen interessanten Einblick in die Arbeit der Polizei. Besonders deutlich wurde, mit welchem personellen und organisatorischen Aufwand die Ermittler gegen die Serie von Viehdiebstählen vorgehen und wie wichtig gezielte Verkehrskontrollen für die Aufklärung solcher Straftaten sein können.

(TH)

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