Verbandsgemeinde Liebenwerda. Große Freude bei den Organisatoren des Schlauchbootrennens der Feuerwehr in Bad Liebenwerda, denn die Verantwortlichen haben grünes Licht für die Durchführung gegeben. Es war ein Spektakel als das letzte Schlauchbootrennen im Jahr 2019 stattfand. Aufgrund der Pandemie musste die Veranstaltung in den vergangenen zwei Jahren leider abgesagt werden, doch nun blickt man optimistisch in die Zukunft. Die 26. Auflage des Schlauchbootrennen soll am 28.05.2022 auf der Schwarzen Elster fortgeführt werden.
Erwartet werden ca. 5 Frauen- und 20 Männermannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet. Für viele Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren ist das Schlauchbootrennen ein fester Termin im Jahreskalender für sportlichen Wettstreit, fachlichen Austausch und geselliges Zusammensein.
Neben Pokale für die besten Frauen- und Männermannschaften winken den Teilnehmern auch Sonderpreise, wie z.B. für das zeitschnellste Frauen- und Männerboot aller Läufe. „Es ist wie auf einem Volksfest.“ berichtete das RBB bereits im Jahr 2019 von der Veranstaltung. Komplettiert wird das Schlauchbootrennen von einem bunten Rahmenprogramm für jedes Alter.
Senftenberg (LK Oberspreewald-Lausitz). Während die ADAC Luftrettung im Jahr 2021 deutschlandweit rund 500 Einsätze mehr, insgesamt 52.234 Einsätze registrierte, nahmen die Einsatzzahlen in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahr ab. Die Doppelstation in Senftenberg ist eine der leistungsfähigsten und modernsten Luftrettungsstationen Deutschlands und gleichzeitig die größte der 37 Stationen der ADAC Luftrettung. Christoph Brandenburg verzeichnete 2021 1072 Einsätze (2020: 1169 Einsätze), „Christoph 33“, der im vergangenen Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feierte, 1559 Einsätze (2020: 1658 Einsätze).
Ausblick: Neuer Helikopter für Christoph Brandenburg
Christoph Brandenburg wird ab Frühjahr 2022 mit einer neuen Maschine des Typ H145 mit Fünfblattrotor zu seinen Einsätzen starten. Senftenberg ist somit die zweite Station der ADAC Luftrettung, die mit dem Helikopter mit Fünfblattrotor bestückt wird. Mit dem neuesten Modell der H145 werden eine höhere Reichweite und Zuladung sowie eine bessere Patientenversorgung an Bord ermöglicht.
Das neue Rotorsystem mit fünf Blättern sorgt für eine ruhigere Lage in der Luft, wodurch im Innenraum praktisch keine Vibrationen mehr wahrnehmbar sind. Das kommt Patientinnen, Patienten und Crews bei der medizinischen Versorgung zugute und erhöht den Komfort in der Kabine. Dank drahtlosem Internet an Bord kann die Besatzung Vitaldaten oder Diagnosen in Echtzeit aus der Luft an das Zielkrankenhaus übertragen und so zur effizienteren Weiterbehandlung der Patienten beitragen.
Über die ADAC Luftrettung gGmbH
Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,1 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle.
Mit der bestehenden Flotte wurde 2021 rund 3,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das sind rund 100.000 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz beträgt rund 30 Minuten. Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen fast 1300 Menschen – darunter rund 170 Piloten, etwa 600 Notärzte, 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und 130 Techniker.
„Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.
Bad Liebenwerda. Am Dienstag, den 22.02.2022, kam es gegen 11:15 Uhr im Ortsteil Kosilenzien von Bad Liebenwerda zu einem Großeinsatz der Polizei des Landkreises Elbe – Elster. Zunächst musste davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Bedrohungslage handelt. Im weiteren Einsatzverlauf stellte sich heraus, dass sich eine alkoholisierte Person in einer psych. Ausnahmesituation befand und suizidale Absichten hatte. „Ein stark alkoholisierter 44 Jahre alter Mann drohte wegen extremer persönlicher Probleme damit, eine Scheune anzuzünden und sich das Leben zu nehmen.“ teilte Pressesprecherin Ines Filohn mit. Noch vor dem Eintreffen der Beamten flüchtete die Person in unbekannter Richtung. Für die Suchmaßnahmen musste ein Polizeihubschrauber sowie ein Personenspürhund zum Einsatz kommen.
Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster (SV)
Der angeforderte Helikopter der Bundespolizei konnte die vermisste Person an einem Wassergraben in der Nähe der Ortslage Kosilenzien auffinden. Eine Schreckschusspistole konnte nach umfangreichen Ermittlungen im Objekt gefunden und sichergestellt werden. „Eine Gefahr für unbeteiligte Personen bestand für den Zeitraum des Einsatzes nicht,“ so die Polizei vor Ort. Gegen 13:00 Uhr konnten die Einsatzmaßnahmen beendet werden. Im Einsatz befand sich auch der Rettungsdienst des Landkreises Elbe – Elster.
Doch welch eine Gefahr die Beamtinnen und Beamten der Polizei täglich ausgesetzt werden zeigt diese Einsatzlage, auch hier im ländlichen Raum, einmal mehr. Genau für solche Einsatzlagen wurden seit 2018 im Land Brandenburg Erstinterventionskräfte ausgebildet. Seit Februar 2018 besitzt auch die Polizeiinspektion Elbe – Elster speziell ausgebildete Beamtinnen und Beamten. Zu der Ausbildung gehören u. a. die Taktische Einsatzmedizin sowie die Taktische Vorgehensweise. Weitere Informationen hierzu findet Ihr unter „Lebensbedrohliche Einsatzlagen können in Elbe Elster nicht ausgeschlossen werden – Polizei rüstet sich für Terroreinsätze“.
Normalerweise berichten wir nicht über Selbstmorde. Dies gibt der Pressekodex vor. Dort heißt es: "Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände."
Ausnahmen sind zu rechtfertigen, wenn es sich um Vorfälle der Zeitgeschichte oder von erhöhtem öffentlichen Interesse handelt. Da uns zahlreiche Anfragen zu dem Polizeieinsatz erreichten, haben wir uns dazu entschieden, eine Berichterstattung zu verfassen.
Sollten Sie von Selbstmordgedanken betroffen sein, so wenden Sie sich bitte an professionelle Helfer. Diese finden Sie jederzeit bei der Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.
Landkreis Elbe – Elster. Nachdem am Mittwoch die Einsatzkräfte aus der Verbandsgemeinde Liebenwerda (insbesondere Falkenberg/Elster) gefordert waren (Blaulichtreport Elbe – Elster berichtete), ließ die Prognose für die kommende Nacht nichts gutes erwarten.
Gegen 03:00 Uhr am Donnerstagmorgen erreichte das Sturmtief „Ylenia“ den Landkreis Elbe – Elster. Somit gingen auch Zahlreiche Notrufe in der Regionalleitstelle Lausitz in Cottbus ein. Ein Schwerpunkt hierbei war u. a. die B101 zwischen der Kreisstadt Herzberg (Elster) und dem Ortsteil Wiederau der Stadt Uebigau – Wahrenbrück. Laut dem Pressesprecher der Herzberger Feuerwehr, Björn Horn, kippten in der o. g. Ortslage gleich 13 Bäume auf die Bundesstraße. Die Einsatzkräfte waren allein an diesem Einsatzort insgesamt über fünf Stunden lang im Einsatz. Für die Aufräumarbeiten musste die B101 tagsüber mehrere Stunden gesperrt werden. In welch eine Gefahr sich die Einsatzkräfte bei Sturmereignissen begeben, war hier deutlich sichtbar.
Im Falkenberger Ortsteil Kleinrössen deckte es von einer ansässigen Firma das Dach ab. Zwischen Falkenberg und Großrössen geriet die Hinterachse eines LKW`s, als er wenden wollte, von der Straße ab und fuhr sich fest. Mit Hilfe einer Seilwinde des Tanklöschfahrzeuges konnte dem Kraftfahrer geholfen werden, anschließend wurde der querliegende Baum entfernt.
Im Amt Schlieben wurden leider zwei sich im Einsatz befindliche Kameraden verletzt, als ein großer herabstürzender Ast ein Löschgruppenfahrzeug traf. Der getragene Feuerwehrschutzhelm rettete einem Kameraden höchstwahrscheinlich sein Leben. An dieser Stelle wünscht das Team vom „Blaulichtreport Elbe – Elster“ eine schnelle und vollständige Genesung.
Einen weiteren lebensgefährlichen Einsatz mussten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Möglenz (Verbandsgemeinde Liebenwerda) abarbeiten. Hier fiel ein Baum in eine stromführende Oberleitung, welche sich sodann auf Augenhöhe der Kameradinnen und Kameraden befand. Für die Bergung musste ein Energieversorger angefordert werden.
Bis in den Donnerstagabend hinein, mussten die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Landkreis Elbe – Elster insgesamt 158 gemeldete Rettungs- und Feuerwehreinsätze abarbeiten, welche offiziell über die Leitstelle Lausitz eingingen. Die eigenständig abgearbeiteten Einsätze der Ämter- und Städte ist deutlich höher.
Deutlich ruhiger verlief die Nacht des vorangekündigten Sturmtief „Zeynep“ von Freitag zu Samstag. Gegen 20:30 Uhr wurde im Ortsteil Frankena (Doberlug – Kirchhain) ein Baum entwurzelt und kippte auf ein Wohnhaus. Dieser konnte mit Hilfe eines Teleskopladers und anschließend mit dem Rüstwagen gesichert sowie entfernt werden.
Aufgrund weniger Verkehrsteilnehmern wurden die Schäden in der Nacht kaum gesichtet. Somit machte es sich bereits ab 5:00 Uhr bemerkbar, als die ersten Bürgerinnen und Bürger zur Arbeit fuhren, dass das Einsatzaufkommen wieder steigt. Mehrere Befehlsstellen mussten ab 08:00 Uhr wieder besetzt werden, um die Leitstelle in Cottbus zu entlasten. Die Schwerpunkte des Sturmes im Landkreis lagen in den Städten Herzberg, Schönewalde, Schlieben, Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde. Gegen 05:15 Uhr löste sich ein Blechdach eines Bürogebäudes in Sonnewalde, flog auf die Bundesstraße 96 und schlug in ein gegenüberliegendes Wohnhaus ein. Die Feuerwehr richtete auf der Bundesstraße eine Sperrung ein und beräumte sowie sicherte die losen Blechplatten sowie Dämmung.
In Herzberg hielt ein Blechdach einer Schule nicht mehr stand und flog am frühen Vormittag in eine Gartensparte. Die Feuerwehr musste mit einem Trennschleifer die Dachbleche zurecht schneiden und vor dem Sturm sichern. Bis in die Mittagsstunden befanden sich die Kameradinnen und Kameraden im Dauereinsatz. In der Verbandsgemeinde Liebenwerda mussten bis 19:00 Uhr weitere zehn Einsätze abgearbeitet werden. Aufgrund immer wiederkehrender Windböen, haben die Feuerwehren im Landkreis Elbe – Elster noch alle Hände voll zu tun. Bis circa 15:00 Uhr des Samstags mussten 172 Rettungs- und Feuerwehreinsätze abgearbeitet werden. Die Aufräumarbeiten werden bis in die kommende Woche andauern.
Aktuell liegt eine erneute amtliche Warnung vor Sturmböen vor:Es treten, von Sonntag 20:00 Uhr bis Montag 18:00 Uhr, Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) und 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen um 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden.
Daher gilt folgendes: Achten Sie weiterhin auf herabfallende Gegenstände wie z. B. Äste, Dachziegel, Antennen usw. Besondere Vorsicht wird auch auf der B101 zwischen Herzberg und Wiederau geboten, hier wurde di Geschwindigkeit bereits auf 50 km/h herunter geregelt.
Landkreis Elbe- Elster. Alle Hände voll zu tun hatten am heutigen Mittwoch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda, insbesondere in den Bereichen Bad Liebenwerda und Falkenberg, sowie die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Herzberg. Bereits gegen 11:30 Uhr ging bei der Leitstelle Lausitz der Notruf über eine kilometerlange Ölspur ein. Diese streckte sich von Bad Liebenwerda kommend über mehrere Dörfer Richtung Falkenberg und weitere Ortsteile nach Herzberg. Dabei war die Ölspur jedoch nicht durchgehend. Insbesondere Kurven, Kreisverkehre und Kreuzungen sowie Bushaltestellen waren betroffen. Aufgrund des Umfangs und der begrenzten Möglichkeiten der Feuerwehr, wurde diese Einsatzstelle an den Straßenbaulastträger übergeben, welcher sich um die fachgerechte Reinigung der Straßen nun kümmert.
Weiter ging es für die Herzberger Kameradinnen und Kameraden gegen 15:25 Uhr mit einem Verkehrsunfall auf der B87 im Ortsteil Fermerswalde. Hier waren zwei PKW`s miteinander kollidiert. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie eine Grobreinigung der Fahrbahn musste die Bundesstraße kurzzeitig gesperrt werden.
Gegen 17:40 Uhr wurde der Leitstelle Lausitz ein Gebäudebrand in Falkenberg/ Elster gemeldet. Im Neuen Weg in Falkenberg kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Brandausbruch in einer Garage. In dieser befand sich noch ein Kraftfahrzeug, welches von den Flammen vollständig erfasst und zerstört wurde. Ebenso wurde das Gebäude vollständig zerstört. Bei Ankunft der ehrenamtlichen Einsatzkräfte gab es mehrere Detonationen, welche möglicherweise auf Bauteile des Kraftfahrzeuges zurückzuführen sind. Mit mehreren Atemschutzgeräteträgern und mehreren Strahlrohren konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Das hierzu benötigte Löschwasser wurde über eine lange Wegstrecke herangeführt. Eine Person musste abseits von den Einsatzkräften des Rettungsdienstes medizinisch behandelt werden. Die in unmittelbarer Nähe stehenden Wohnhäuser konnten durch den schnellen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden vor Beschädigungen geschützt werden. Im Einsatz befanden sich alle Ortswehren der Freiwilligen Feuerwehr der Ortsgemeinde Falkenberg. Zudem wurde aufgrund des Stichwortes (Brand: Gebäude groß) die Ortsfeuerwehr Herzberg mit der Drehleiter (DLK 23/12) hinzugezogen. Zudem waren auch der Rettungsdienst des Landkreises Elbe- Elster und die Landespolizei im Einsatz. (SV/RRS)
Verbandsgemeinde Liebenwerda/Beilrode (Landkreis Nordsachsen). Am heutigen Mittwoch, den 09.02.2022, erfolgte im Gerätehaus der Feuerwehr Beilrode (Sachsen) die Unterzeichnung der Löschhilfevereinbarungen zwischen der Verbandsgemeinde Liebenwerda (Brandenburg) und den Gemeinden Arzberg und Beilrode (Sachsen). Die drei Kommunen sichern sich mit der Vereinbarung eine unkomplizierte und kostenfreie gegenseitige Hilfe bei Feuerwehreinsätzen zu. Weiterhin werden mit den Vereinbarungen Details zur gegenseitigen Hilfe geregelt, die in den Brandschutzgesetzen der Länder Brandenburg und Sachsen nicht genau definiert sind. „Die Freiwilligen Feuerwehren (FF) der benachbarten Gemeinden und Bundesländer arbeiten bereits seit vielen Jahren bei Einsätzen, insbesondere bei Wald- und Feldbränden zusammen. Zuletzt unterstützten beispielsweise die Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Liebenwerda intensiv im August 2020 bei einem Waldbrand im Bereich Beilrode.“ teilte Verbandsgemeindeführer Matthias Bauer mit.
Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster (SV)
Die gegenseitige Hilfe der Feuerwehren ist durch gesetzliche Regelung grundsätzlich kostenlos. Feuerwehreinsätze sind jedoch teilweise mit hohen tatsächlichen Kosten verbunden, für die entweder ein Verursacher oder aber meist die betroffene Gemeinde aufkommen muss. Die Kosten für den Lohnersatz für Einsatzkräfte, welche während ihrer regulären Arbeitszeit alarmiert werden, Verbrauchsstoffe, Verpflegung der Einsatzkräfte und Reparatur im Einsatz beschädigter Ausrüstungsgegenstände können bei großen Einsätzen schnell mehrere Tausend Euro betragen. Mit einer Löschhilfevereinbarung regeln die beteiligten Kommunen bereits im Vorfeld solcher Einsätze, wie mit den entstehenden Kosten gegenseitig umgegangen werden soll.
Für die schnelle und effektive Brandbekämpfung und Hilfeleistung bei Not- und Unglücksfällen größeren Ausmaßes leisten sich die Freiwilligen Feuerwehren der Vertragsparteien im Rahmen dieses Vertrages gegenseitige unentgeltliche Hilfe. Das Ausrücken der jeweiligen Nachbarwehr zur Unterstützung der zuständigen örtlichen Freiwilligen Feuerwehr regeln die Alarm- und Ausrückeordnungen der jeweiligen Kommune, welche in den zuständigen Leistellen hinterlegt sind. Die Wehrleiter/Wehrführer der Vertragsparteien stimmen sich bei der Planung der überörtlichen Hilfe in den Alarm- und Ausrückeordnungen ab. (SV)
Finsterwalde. Am Montagabend versammelten sich mehrere hundert Menschen auf dem Marktplatz und nahmen an einer nicht angemeldeten Versammlung teil. Da sich auch nach mehrfacher Aufforderung kein Versammlungsleiter fand, sowie sich der überwiegende Teil der Personen nicht an einzuhaltende Abstände und das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes hielten, wurde die Versammlung durch die Polizei um 18:00 Uhr aufgelöst. Die Polizei stellte im weiteren Verlauf die Identitäten von 111 Personen fest und leitete Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein. Des Weiteren wurde eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erstattet.
Im Verlauf des Polizeieinsatzes musste in zwei Fällen Rettungskräfte hinzugerufen werden. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen erlitt eine Frau plötzlich ein akutes medizinisches Problem. Abseits der Versammlung stellten Polizeibeamte eine weitere Frau mit gesundheitlichen Problemen fest. Beide Personen konnten nach ambulanter medizinischer Versorgung durch Rettungskräfte vor Ort entlassen werden.
Doberlug- Kirchhain. Im Ortsteil Dübrichen kam es am Sonntagnachmittag, gegen 13:00 Uhr, zu einem Brandausbruch an einer Doppelhaushälfte in der Kirchhainer Straße. Die Einsatzmeldung besagte bereits, dass es sich um ein bestätigtes Feuer mit starker Rauchentwicklung und mehreren betroffenen Personen handelt. Schnell war auch klar, dass der alarmierte Rettungstransportwagen (RTW) aus Doberlug- Kirchhain allein nicht ausreicht. Nach der medizinischen Vorsichtung der betroffenen Personen durch den ersten Rettungswagen, waren von den sieben betroffenen Bewohnern insgesamt drei verletzte Personen zu behandeln. Aufgrund der hohen Anzahl an betroffenen Personen wurden unmittelbar weitere Rettungstransportwagen aus Werchau, Sonnewalde und Oppelhain nachgefordert. Eine Person wurde ambulant vor Ort behandelt, wobei zwei weitere Personen zur klinischen Versorgung in ein naheliegendes Krankenhaus verbracht wurden.
Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster (SV)
Das Feuer konnte durch insgesamt sechs Atemschutzgeräteträger (AGT) zunächst unter Kontrolle gebracht sowie schlussendlich gelöscht werden. Wie der Stadtbrandmeister von Doberlug- Kirchhain, Rene Wunderlich, gegenüber Blaulichtreport Elbe- Elster mitteilte, brannte es ursprünglich im Außenbereich am Gebäude. Durch ein geborstenes Fenster breiteten sich die Flammen noch vor Eintreffen der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auch in das Innere aus, sodass mehrere Räume schließlich vom Feuer betroffen waren.
Noch während die ersten Löschmaßnahmen anliefen, wurde das Hubrettungsfahrzeug aus Finsterwalde sowie die Feuerwehr aus Nexdorf nachalarmiert. Die Löschwasserversorgung wurde von einem nahegelegenen Löschwasserteich aus durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) sichergestellt. Durch die im Innenangriff eingesetzten AGT wurden auch mehrere Kleintiere aus dem Wohnhaus gerettet. Ein Hund galt zunächst als vermisst, konnte aber später den Besitzern übergeben werden. Er war aufgrund des Feuers geflüchtet.
Die Doppelhaushälfte sei Aufgrund des Brandschadens, insbesondere wegen Rußverschmutzung, unbewohnbar. Zur genauen Brandursache nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Im Einsatz befanden sich laut Rene Wunderlich 69 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zuzüglich der Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei.
Der Stadtbrandmeister, Rene Wunderlich, möchte sich an dieser Stelle bei all den im Einsatz befindlichen Kameradinnen und Kameraden für die Einsatzbereitschaft am Sonntag bedanken. Ebenfalls dankte er dem Einsatzleiter Lutz Grünberg für die gute Koordination und Leitung des Einsatzes. (SV/RRS)
Amt Plessa. Nachdem am gestrigen Freitagnachmittag, gegen 15:50 Uhr, eine 19-Jährige PKW-Fahrerin zwischen Lauchhammer und Plessa nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen ein Baum fuhr, alarmierte die Leitstelle Lausitz in Cottbus die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Plessa und Lauchhammer (Landkreis Oberspreewald-Lausitz), die Landespolizei, den Rettungsdienst sowie den Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung aus Senftenberg (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) .
Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster (SV)
Glück im Unglück hatte hierbei die junge Fahrerin, welche verletzt aber nicht eingeklemmt wurde. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle, stellte den Brandschutz sicher und unterstützte den Rettungsdienst bei der Rettung. Anschließend richteten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte eine Vollsperrung in Plessa ein.
Somit konnte die Streifenwagenbesatzung der Landespolizei in Ruhe ihre Ermittlungen zur Unfallursache aufnehmen. „An dieser Stelle möchten wir uns bei den freiwilligen Kameradinnen und Kameraden für die Amtshilfe und Unterstützung recht herzlich bedanken. Man darf nicht vergessen, dass sie sich aktuell ehrenamtlich im Einsatz befinden.“ erläuterte die Besatzung des Streifenwagens.
Gegen 17:45 Uhr konnte die Bundesstraße für den fließenden Verkehr wieder freigegeben werden.
An dieser Stelle möchte sich auch das Team vom „Blaulichtreport Elbe – Elster“ bei der Polizei für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken.
Landkreis Elbe – Elster. Am vergangenen Wochenende fegte das Sturmtief „Nadia“ über Deutschland hinweg. Davon betroffen war auch der Landkreis Elbe-Elster. So ist es nicht verwunderlich, dass es an diesen Tagen zu einem deutlich erhöhten Einsatzaufkommen kreisweit kam. Laut Kreisbrandmeister Steffen Ludewig wurden die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises zu etwa 50 kleinen Hilfeleistungen (zumeist sturmbedingte Einsätze durch umgestürzte Bäume/Telefonmasten oder abgebrochenen Ästen) und einem Verkehrsunfall zwischen Hennersdorf und Finsterwalde gerufen. Weiterhin waren Einsätze aus dem täglichen Einsatzaufkommen wie zum Beispiel zwei ausgelöste Brandmeldeanlagen in Plessa und Herzberg sowie ein Kleinbrand am Falkenberger Bahnhof abzuarbeiten. Dazu gesellte sich noch eine Türnotöffnung mit Technischer Menschenrettung in der Eisenbahnstadt.
„Das Sturmtief erforderte zum Glück keine Ausrufung einer Sonderlage oder eines Ausnahmezustandes. Ein Dank gilt allen Einsatzkräften, auch im Namen meiner Stellvertreter, für die geleistete Einsatzbereitschaft.“ so Kreisbrandmeister Steffen Ludewig gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster. (SV/RRS)