Berufsfeuerwehrwochenende realistischer als geplant – Großalarm nach Feuerschein

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Amt Elsterland. Vom 14.07.2017 bis 16.07.2017 fand das diesjährige Berufsfeuerwehrwochenende der Freiwilligen Feuerwehr Rückersdorf statt. Um 17:00 Uhr traten 15 Jugendfeuerwehrmitglieder die Wachschicht an. Begonnen wurde mit der Übernahme und Kontrolle der Einsatzfahrzeuge. Nach dem gemeinsamen Abendessen musste auch schon der erste Einsatz abgearbeitet werden. In der Friedersdorfer Straße brannten zwei Müllcontainer, welche mit den Schnellangriffseinrichtungen der Fahrzeuge gelöscht wurden. Nach kurzer Zeit konnte die Mannschaft wieder in das Gerätehaus einrücken. Die Jugendfeuerwehrmitglieder konnten nur kurz verschnaufen, denn unmittelbar danach folgte der nächste Einsatz. Passanten meldeten Hilferufe aus einem naheliegenden Waldstück. Zu Fuß wurde das Waldstück durchsucht, die Person wurde schnell gefunden und gerettet. Anschließend konnten die kleinen Feuerwehrleute zur Nachtruhe übergehen. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Samstagvormittag stand die Funkausbildung auf dem Dienstplan. Kamerad Wolf erklärte die Handhabung der Funkgeräte. Dies konnte in einer anschließenden kleinen Übung angewendet werden. Kurz darauf folgte der nächste Einsatz, in der Bahnhofstraße musste eine Tür geöffnet werden, da in der Wohnung eine hilflose Person lag. Mittels Kippfensteröffner konnte sich die Wachschicht schnell Zutritt zur Wohnung verschaffen. Nach dem Mittagessen mit anschließender Mittagsruhe wurde die Jugendfeuerwehr zu einer hilflosen Person im Rückersdorfer Kiesteich alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Lage nicht und so konnten die Mitglieder noch dem Dienstsport nachgehen sowie im Rückersdorfer See schwimmen und mit dem Schlauchboot fahren. Danach konnten die Jugendlichen die Freizeit genießen, leider war dies nur von kurzer Dauer. Anwohner meldeten gegen 18:00 Uhr einen Verkehrsunfall mit Personenschaden. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Traktor mit Anhänger verunfallte und sich infolgedessen die Ölwanne aufriss. Er hinterließ ein Trümmerfeld und eine ca. 50 Meter lange Ölspur. Durch die Wachabteilung wurde die Einsatzstelle gesichert, die Person betreut und die Ölspur fachmännisch abgestumpft.

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Nach dem Einrücken hatten die jungen Einsatzkräfte die Möglichkeit sich zu stärken. Am Abend stand noch ein Ausbildungspunkt auf dem Schichtplan. Durch die aktiven Einsatzkräfte wurde eine Fettexplosion sowie eine Staubexplosion vorgeführt. Dann ging es in den gemütlichen Teil über, am Lagerfeuer konnte Stockbrot gebacken werden. Die Nachtruhe wurde durch die Alarmierung zu einem Einsatz unterbrochen. In der Friedersdorfer Straße wurde ein Gebäudebrand gemeldet. Bei Eintreffen an der Einsatzstelle kamen zwei aufgeregte Passanten auf die Einsatzkräfte zu. Auf dem Sportplatz standen zwei kleine Holzhütten in Flammen. Während der Löscharbeiten ertönten die Meldeempfänger der aktiven Feuerwehrleute sowie die Sirene. Ein aufmerksamer Bürger meldete Feuerschein in der Nähe der Schule. Mit dem Einsatzstichwort „Brand Gebäude groß“ wurden mehrere Feuerwehren des Amtes Elsterland, der Stadt Finsterwalde sowie Kräfte des Rettungsdienstes des Landkreises Elbe-Elster alarmiert. Gegenüber der Leitstelle konnte schnell Entwarnung geben und das Missverständnis aufgeklärt werden, sodass ein Ausrücken der alarmierten Kräfte verhindert werden konnte. Die beiden Brandherde konnten schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Nach der Aufregung konnte eine ruhige Nacht verbracht werden. Am Sonntag wurden nach dem Frühstück die Einsatzfahrzeuge kontrolliert, gereinigt und zurück übergeben. Anschließend wurde das Lager zurückgebaut. Gegen 11:00 Uhr endete eine ereignisreiche Wachschicht der jungen Kameradinnen und Kameraden. Ein Dank gilt allen Organisatoren, Betreuern, Ausbildern und Helfern. Ein besonderer Dank gilt den Statisten der Übungseinsätze sowie den verständnisvollen Einsatzkräften für die nächtliche Fehlalarmierung. (AP)

 

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