Großbrand in Elsterwerda fordert über 125 Einsatzkräfte u. a. aus Elsterwerda, Bad Liebenwerda, Finsterwalde & Herzberg

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Elsterwerda. Nach einer Ölspur am Freitag durch das halbe Stadtgebiet und einer Türnotöffnung in der Nacht von Freitag auf Samstag, mussten die Kameradinnen und Kameraden am Samstag, gegen 8:00 Uhr, nach Herzberg/Elster. Hier fand im Feuerwehrtechnischen Zentrum die alljährliche Belastungsübung der Atemschutgeräteträger statt. Danach nahmen sich die Floriansjünger vor, einen ruhigen Sonntag mit der Familie zu verbringen, allerdings blieb es auch nur bei dieser Vorstellung. Kurz nach 10:00 Uhr, alarmierte die Leitstelle Lausitz die Kräfte aus Elsterwerda sowie Plessa zu einem Einsatz, mit dem Stichwort „Brand Gebäude groß“. Bereits auf der Anfahrt dachten sich die Einsatzkräfte, sie trauen ihren Augen nicht. Schnell wurde im Fahrzeug noch einmal der Helm sowie die Flammschutzhaube abgenommen und die Spinne (Bänder) der Atemschutzmaske straff gezogen. Ohne zu zögern entschied sich der Einsatzleiter schnell und forderte sämtliche Kräfte aus dem Stadtgebiet sowie die Feuerwehr Bad Liebenwerda nach.

Der stellv. Kreisbrandmeister, Marc Wille, trifft an der Einsatzstelle ein und verschafft sich ein Bild von der aktuellen Lage vor Ort.

Auch die beiden stellvertretenden Kreisbrandmeister Mario Harnisch sowie Marc Wille machten sich umgehend auf den Weg zum Einsatzort. In einem naheliegenden Autohaus im Gewerbegebiet – Ost sind mehrere Reifenstapel und wie sich später herausstellte auch technische Betriebsstoffe in Brand geraten. Neben dem Autohaus, befand sich in ca. 50 Meter Entfernung eine Tankstelle. Ein Übergreifen bzw. ein Funkenflug konnte ohne Probleme verhindert werden, da sich  das Feuer im hinteren Teil der Autowerkstatt befand. Inzwischen war den Einsatzkräften bekannt, dass sich im Objekt mehrere Gasflaschen sowie eine Aceton – Flasche befanden, welche die Löscharbeiten erschwerten. Immer wieder knallte und zischte es im Gebäude, der Grund hierfür waren aufgezogene Reifen auf Felgen. Ein Innenangriff war zunächst nicht möglich, da mit einer Einsturzgefahr der Decke gerechnet werden musste. Somit konnte das Feuer nur im Außenangriff bekämpft werden. Dieser erfolgte über mehrere C – Strahlrohre, einem B – Strahlrohr sowie über die Drehleiter der Feuerwehr Elsterwerda und über einem Teleskopmast der Feuerwehr Bad Liebenwerda. Gegen 11:20 Uhr kam dann die positive Nachricht für die Einsatzkräfte, dass Feuer sei unter Kontrolle. Knapp 40 Minuten später, konnte der Leitstelle Lausitz in Cottbus „Feuer aus!“ gemeldet werden. Der schnelle Erfolg konnte durch einen massiven Schaumeinsatz erzielt werden.

Ein massiver Schaumangriff trug zum Erfolg der Brandbekämpfung bei. Ein weiterer Kamerad ist bei den Aufräumarbeiten sichtlich erleichtert.

Die Erleichterung konnte man den Einsatzkräften in den Gesichtern ansehen. Zum Materialtausch und zur Lieferung von weiteren Atemschutzflaschen, wurde das Feuerwehrtechnische Zentrum aus Herzberg/Elster alarmiert, welches sich mit einem Gerätewagen auf den Weg machte. Gegenüber dem Elbe – Elster Fernsehen berichtete der Hauptbrandmeister, Daniel Neubert, dass bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte große Teile im Vollbrand standen. Ein weiterer Kamerad erwähnte gegenüber „Blaulichtreport Elbe – Elster“, dass die Familie unter diesen Bedingungen sehr leiden muss. Immer wieder wenn die Einsatzkräfte alarmiert werden, habe die Familie mittlerweile keine Minute Ruhe mehr und ist mit den Gedanken bei den Einsatzkräften.

„Bereits in den vergangenen Wochen wurde von den Kameradinnen und Kameraden viel abverlangt. Das was dieses Wochenende abverlangt worden ist, ist der absolute Höhepunkt und hiermit spreche ich als stellv. Kreisbrandmeister mein höchsten Respekt aus. Es ging Bereits am Freitag mit einer Ölspur los, keine sieben Stunden später musste eine Türöffnung für den Rettungsdienst absolviert werden und dann am Samstag noch die Belastungsübung sowie am heutigen Sonntag der Großeinsatz. Hochachtung vor dieser ehrenamtlichen Leistung! Auch möchte ich mein Respekt an den Bürgermeister, Dieter Herrchen, aussprechen. Dieser ist fast bei jeden Einsatz mit vor Ort und zur Stelle, um mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Solch einen Bürgermeister, der hinter seinen Kameraden steht und für die Feuerwehr da ist, kann man sich nur wünschen.“ teilte der stellv. Kreisbrandmeister Mario Harnisch gegenüber „Blaulichtreport Elbe – Elster“ mit.

Bei dem Großbrand im Gewerbegebiet – Ost kümmerte sich der Bürgermeister z. B. um einen Versorgungsstützpunkt, hierzu rief er umgehend die Stadtverwaltung dazu, um die Einsatzkräfte vor Ort zu versorgen und zu unterstützen.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte und zur Ablösung des Rettungsdienst, befand sich die DRK Bereitschaft aus Doberlug – Kirchhain im Einsatz.

Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren aus Elsterwerda, Elsterwerda Biehla, Kraupa, Bad Liebenwerda, Plessa, Hohenleipisch, Döllingen, Prösen, Finsterwalde sowie Herzberg mit insgesamt 105 Kameradinnen und Kameraden. Weiterhin befand sich die Polizei mit mehreren Fahrzeugen zur Absicherung und der Rettungsdienst im Einsatz. Um für den Rettungsdienst die normale Einsatzbereitschaft wieder herzustellen und die Absicherung der Einsatzkräfte weiterhin zu gewährleisten, wurde der Katastrophenschutz aus Doberlug – Kirchhain mit einem Krankentransportwagen alarmiert. Somit befanden sich über 125 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Gegen 16:00 Uhr konnte mit dem Rückbau begonnen werden, allerdings rückten die Kameradinnen und Kameraden gegen 18:30 Uhr erneut zur Einsatzstelle aus, um eine Brandsicherheitswache durchzuführen.

Der Kreisbrandmeister des Landkreis Elbe – Elster sowie seine beiden Stellvertreter bedanken sich für die Einsatzbereitschaft bei allen Einsatzkräften die sich vor Ort im Einsatz befanden.


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