Person im Borschützer See vermisst: Einsatzkräfte sind über Fehlentscheidung der Kreisebene entsetzt

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Mühlberg. Am gestrigen Donnerstag, den 27.06.2019, meldeten gegen 13:00 Uhr zwei Badegäste der Polizei Potsdam ein gekentertes Boot im Borschützer See am Mühlberger Industriehafen. Die Einsatzkräfte der Polizei wurden mit dem Stichwort „Vermisste Person im Gewässer“ alarmiert und informierten sofort die Leitstelle Lausitz in Cottbus, welche dann Feuerwehr und Rettungsdienst alarmierte. Auch der Rettungshubschrauber „Christoph 33“ aus Senftenberg wurde umgehend alarmiert. Noch vor dem Eintreffen am Einsatzort wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Bad Liebenwerda und die Wasserwacht Falkenberg mit einem Rettungsboot, welches mit einem Echolotsystem ausgestattet ist, sowie Tauchpersonal angefordert, da diese Hilfsorganisationen aus unklaren Gründen nicht mitalarmiert wurden. Nachdem die Alarmierung vollzogen war kam es, nach „Blaulichtreport Elbe – Elster“ Information, anschließend zu einer fatalen Fehleinschätzung der Einsatzlage auf Landkreisebene. Hierbei wurde entschieden, dass es sich bei diesem Einsatz angeblich nicht um den Zuständigkeitsbereich der Wasserwacht handelt. Somit erhielt die Wasserwacht Falkenberg mit ihrem Tauchpersonal und dem erst neulich beschafften Boot (Blaulichtreport berichtete) einen Einsatzabbruch. Da es sich bei dem gestrigen Einsatz allerdings um einen Rettungseinsatz und keine Bergung handelte, hätte die Wasserwacht beide Vorraussetzungen als Sondereinsatzgruppe als auch Hilfsorganisationsintern erfüllt und wäre auch als Hilfsorganisation ausgerückt. Die anschließende Suche nach der vermissten Person wurde mit Schnorchler der DLRG, zwei kleineren Booten der Freiwilligen Feuerwehr sowie Wasserschutzpolizei und dem angeforderten Polizeihelikopter aus Dresden vollzogen. Wie die Polizeidirektion Süd mitteilte, wurde der 55-jährige Bootsführer nach dem Kentern des Segelbootes vermisst. Das Wrack musste nach Absuchen der Schnorchler durch die Feuerwehr geborgen werden. Anschließend rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 17:15 Uhr ab und übergaben die Einsatzstelle der Polizei. Diese warteten nun auf die angeforderte Tauchergruppe der Direktion „Besondere Dienste“, welche durch die Polizei aus Potsdam angefordert wurden. Die Suche nach der vermissten Person blieb bis zum Einbruch der Dunkelheit erfolglos und wird am heutigen Freitag fortgesetzt. Während des Einsatzes kam auch eine Notfallseelsorgerin, die Wasserschutzpolizei aus Sachsen sowie das zuständige Bergbauamt zum Einsatz.

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