Große Übung auf dem Gelände von Elbekies bei Mühlberg

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Mühlberg. Am Samstagvormittag des 27. Augustes 2022 gegen 8:30 Uhr heulten in der Region Mühlberg und in Bad Liebenwerda die Sirenen auf und riefen die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda zum Einsatz. Auf dem Gelände der Elbekies GmbH in Mühlberg sollte es brennen, zudem würden zwei Arbeiter vermisst. Dies waren die ersten Informationen, welche die Leitstelle Lausitz den anrückenden Einsatzkräften mitteilen konnte. Doch es gab kein echtes Feuer, noch giftigen Qualm oder gar tatsächlich vermisste Arbeiter. Dies alles gehörte zu einer Übung für die Freiwillige Feuerwehr, welche von Andy Selig organisiert wurde. Unter seinen und weiteren strengen aber fachkundigen Augen, u.a. Martin Neumann, stellvertretender Verbandsgemeindewehrführer, rückten nach und nach immer mehr Einsatzfahrzeuge an. Angenommen wurde der Brand eines Elektromotors in einer Unterflurförderanlage. Der Einsatzleiter wurde zudem mit dem Problem konfrontiert, dass im Bereich der Unterflurförderanlage zwei Mitarbeiter einer Wartungsfirma vermisst würden. Disconebel sorgte für eine starke Verqualmung, sodass das Vorgehen der Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger realistisch erschwert wurde. Die angenommenen Flammen breiteten sich mit fortschreitender Zeit über die Förderbänder bis in einen Siebturm hin aus. Eindrucksvoll verdeutlicht wurde dies durch mittels Pyrotechnik inszenierte Detonationen und Rauchentwicklungen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Mit dieser Übung sollten mehrere Zielsetzungen erfüllt werden. So diente sie für die Atemschutzgeräteträgerinnen und-träger als jährliche Pflichtübung unter einsatznahen Bedingungen. Desweiteren sollten die Führungskräfte die Einsatzstelle in strategisch sinnvolle Abschnitte gliedern, die angerückten Einheiten zuordnen und durch das Festlegen von Prioritäten den Einsatz abarbeiten. Auch die Brandausbreitung war eine bewusst eingebaute Schwierigkeit, um die Übungslage dynamisch zu halten. Auch galt es an dieser Stelle die Löschwasserversorgung sicherzustellen, wofür mehrere Möglichkeiten zur Verfügung standen. Als letztes Ziel hatten sich die Organisatoren darauf verständigt den Teleskopmast mit Rettungskorb der Ortswehr Bad Liebenwerda am Siebturm in Stellung bringen zu lassen. Dieser ist die höchste Anlage auf dem Gelände und zugleich nicht direkt über eine feste Straße zu erreichen. Trotzdem müssen hier im Fall der Fälle Tätigkeiten zur Rettung von Menschen, zur Brandbekämpfung oder sonstigen Gefahrenabwehr durchgeführt werden.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Beteiligt waren an der Übung alle Ortswehren der Freiwilligen Feuerwehr der Ortsgemeinde Mühlberg sowie die Ortswehren Neuburxdorf und Bad Liebenwerda aus der Ortsgemeinde Liebenwerda. Dies entspricht ca 74 Einsatzkräften.

Die Tätigkeit der Kameradinnen und Kameraden wurden am Übungstag durch zunehmend starken Regen erschwert, doch auch diese Schwierigkeit wurde bewältigt.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

In seinem abschließenden Fazit gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster betonte der stellvertretende Ortsgemeindewehrführer Andy Selig, dass er sehr froh und dankbar war, dass trotz der vielen großen und langwierigen Einsätze in den vergangenen Monaten (zB die großen Waldbrände im LK-EE) und all den Einschränkungen durch die zurückliegende Coronazeit so viele Kameradinnen und Kameraden an der Übung teilgenommen haben. Diese war bewusst als Stresstest für bestehende Führungsstrukturen geplant worden, um mögliche vorhandene Fehlerquellen und Schwachstellen aufzudecken und nun in gemeinsamer Arbeit abzustellen. Man ist sich der Tatsache bewusst, dass bei vielen Einsatzkräften die Freizeit knapp ist, jedoch sind solche Übungen unter realistischen Bedingungen notwendig. In diesem Sinne ein großes Dankeschön an alle Einsatzkräfte die teilgenommen haben. (RRS)

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