Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes

Schönborn. Am 19. Februar 2024 fand die erste Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster in diesem Jahr im Gerätehaus der Ortswehr Schönborn statt. Zahlreiche Delegierte sind dem Aufruf gefolgt und haben sich gegen 19:00 Uhr im Versammlungsraum zusammengefunden.

Leider gab es gleich zu Beginn keine guten Nachrichten. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster, Frank Romey, eröffnete die Sitzung mit dem Satz „Dies könnte leider eine sehr kurze Sitzung werden…“. Aufgrund dessen, dass festgestellt wurde, dass am 19. April diesen Jahres eine Neuwahl des Vorstandes durchgeführt werden muss, wurde ein Großteil der anstehenden Tagesordnungspunkte gestrichen und auf einen Zeitpunkt nach den Neuwahlen verschoben.

Kandidatenvorschläge können bis zum 31. März 2024 beim Kreisfeuerwehrverband Elbe-Elster eingereicht werden. Auch Interessenten für die Fachausschüsse im Kreisfeuerwehrverband Elbe-Elster können sich bei diesem melden.

Kreisbrandmeister Steffen Ludewig gab dennoch einen kleinen Bericht zur Feuerwehrarbeit im Landkreis Elbe-Elster ab. Unter anderem gab es durch den Landkreis Elbe-Elster Neubeschaffungen für die Vegetationsbrandbekämpfung und einen Baumbiegesimulator, welcher ab März in Schönewalde untergebracht sein soll. Dieser kann für den Motorkettensägen-Lehrgang verwendet werden. Zusätzlich konnte er die freudige Nachricht kundtun, dass im Jahr 2023 16 neue Kreisausbilder zum bestehenden Kreisausbilderteam nach erfolgreichen Lehrgängen dazu gestoßen sind.

(DT)

Fortbildung für Führungskräfte

Falkenberg/ Elster. Am Samstag, den 10.02.2024, führte die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda im Haus des Gastes in Falkenberg ihre erste Führungskräftefortbildung durch. Insgesamt 76 Einsatzkräfte nahmen das Angebot, welches sich speziell an Führungskräfte vom Gruppen- bis zum Verbandsführer richtete, an. Wie der Verbandsgemeindewehrführer Mathias Bauer gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte, zählte auch Kreisbrandmeister Steffen Ludewig zu den Gästen. Weitere Kameradinnen und Kameraden konnten den vier Vorträgen aus verschiedenen Bereichen per Livestream folgen.
Den ersten Vortrag des Tages gestaltete der Verbandsgemeindewehrführer selbst. So erläuterte Mathias Bauer zunächst die Thematik der Führungsorganisation im Feuerwehreinsatz und wie eine Übernahme der Einsatzleitung auszusehen hat.
Ronny Mathews, Koordinator für die Aus- und Fortbildung sowie Beauftragter für das Qualitätsmanagement beim Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster, referierte im zweiten Vortrag zum Vorgehen bei einem Massenanfall an Verletzten (MANV). Insbesondere die in solch einer Lage notwendige Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, hier im Landkreis Elbe-Elster allesamt Freiwillige Feuerwehren, sorgte bei vielen anwesenden Kameradinnen und Kameraden für Erstaunen, war dieser Fakt bislang wenig bis gar nicht bekannt.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Verbandsgemeinde Liebenwerda


Den dritten Vortrag des Tages gestalteten Florian Schönherr und Ingo Ritter vom Technischen Hilfswerk (THW) Ortsverband Herzberg/ Elster. Sie präsentierten technische und personelle Einsatzmöglichkeiten des THW, insbesondere auch die Möglichkeiten des Herzberger Standortes.
Während eines gemeinsamen Mittagessens hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit die bisherigen Informationen „sacken zu lassen“, aber uch miteinander ins Gespräch zu kommen.
Den vierten und letzten Teil dieses Fortbildungstages gestaltete Kriminaloberkommissar Horstmann von der Polizeiinspektion Elbe- Elster. Hier ist er als Brandursachenermittler tätig. Er erläuterte die Grundlagen des polizeilichen Vorgehens, erklärte aber auch wie die Einsatzkräfte der Feuerwehren die Brandursachenermittler in ihrer Arbeit unterstützen können, denn in der Regel sind die Kameradinnen und Kameraden lange vor den polizeilichen Einsatzkräften vor Ort.
„Insgesamt wurden mehrere Themen sehr anschaulich vermittelt und auch über den Tellerrand der Feuerwehr hinausgeblickt. Es war eine gelungene Veranstaltung die künftig jährlich stattfinden und durch Onlineschulungen während des Jahres ergänzt werden soll“, so Mathias Bauer gegenüber Blaulichtreport Elbe- Elster abschließend.
Er richtete zudem ein großes Dankeschön an alle Dozenten, welche aus jeweils ihrem Bereich viel Expertise mit nach Falkenberg gebracht hatten. Zudem bedankte er sich beim Team vom Haus des Gastes in Falkenberg/ Elster und bei allen Kameradinnen und Kameraden, welche mit viel Interesse teilgenommen und einen frühlingshaften Samstag investiert haben. (RRS)

Aktion „Kleine Helden“ ist gestartet

Elbe-Elster. Der Kreisfeuerwehrverband Elbe-Elster e.V. und die Kreisjugendfeuerwehr haben die bereits im letzten Jahr angekündigte Aktion „Kleine Helden“ gestartet, Blaulichtreport Elbe-Elster berichtete (https://blaulichtreport-lkee.de/allgemein/die-kreisjugendfeuerwehr-kommt-in-fahrt/).

Hierfür werden im gesamten Landkreis Elbe-Elster Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 14. Lebensjahr gesucht, welche schon einmal selbst geholfen, Hilfe geholt oder daran beteiligt waren Personen aus Notlagen zu befreien.

Die Kreisjugendfeuerwehr möchte mit dieser Aktion Kinder und Jugendliche ehren und auszeichnen. Die Aktion soll ab sofort jährlich durchgeführt werden. Wer also jemanden, bis zum vollendeten 14. Lebensjahr kennt, der schon einmal diese Art der Zivilcourage oder den Mut zur selbstlosen Hilfe anderer Gegenüber in diesen jungen Jahren gezeigt hat, kann diesen für diese Auszeichnung vorschlagen. Die eingereichten Vorschläge werden anschließend von einer Jury ausgewertet und die zwei herausragendsten Personen werden anschließend mit der Medaille der „Kleinen Helden“, sowie einer Urkunde und einem Sachpreis ausgezeichnet.

An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die vorgeschlagenen Kinder und Jugendlichen nicht zwingend einer Jugendorganisation einer Behörde oder Organisation mit Sicherheitsaufgabe (BOS) angehören müssen.

Zum Einreichen dieses Vorschlages ist jede Person berechtigt, welche die Hilfeleistung bezeugen kann. Die Vorschläge sind hierfür schriftlich per E-Mail an den Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster e.V. unter vorstand@kfv-ee.de einzureichen. Folgende Daten sollten enthalten sein:

  • Die geschehene Situation seit dem Jahr 2020
  • Die beteiligten Personen
  • Die auszuzeichnende Person und deren Kontaktdaten (bzw. die Kontaktdaten der Erziehungsberechtigten)

Der Bewerbungsschluss ist am 31. März 2024.

Kellerbrand in der Innenstadt sorgt für massive Rauchentwicklung

Finsterwalde. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Finsterwalde wurden am Donnerstag, den 08.02.2024 um 23:30 Uhr, zu einem B: Gebäudebrand Groß in die Grabenstraße alarmiert. Bei Ankunft der Freiwilligen Feuerwehren aus Finsterwalde, Sorno, Pechhütte und Finsterwalde Süd war eine massive Rauchentwicklung aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses sichtbar. Die oberen zwei Wohneinheiten wurden durch die Polizei geräumt, jedoch wurde eine Person in einer der unteren Wohnungen oder im Keller vermutet. Aufgrund dessen begannen die Einsatzkräfte unter Einsatz von Atemschutz die Menschenrettung. Die Meldung der vermissten Person konnte nach gründlichem Durchsuchen der Räumlichkeiten nicht bestätigt werden. Um die Menschenrettung und anschließende Brandbekämpfung unter Atemschutz zu gewährleisten, wurden Feuerwehren aus dem Amt Kleine Elster, der Stadt Sonnewalde und Doberlug-Kirchhain nachalarmiert. Wie Einsatzleiter Marcel Kupillas gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte, wurden vier Einsatzabschnitte gebildet: die Abschnitte Bereitstellungsraum und Wasserversorgung sowie Brandbekämpfung Straße und Brandbekämpfung Hof.

Foto: M. Lehmann

Vorsorglich wurden auch die Nebenhäuser geräumt und kontrolliert. Für die Betreuung der Anwohner sowie für die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte wurden zwei Notfallkrankenwagen Typ B (KTW-B) der DRK- Bereitschaft aus Doberlug- Kirchhain angefordert. Ein Kamerad der Feuerwehr musste nach seinem Atemschutzeinsatz zur medizinischen Kontrolle ins Krankenhaus gebracht werden, ebenso eine Bewohnerin eines Nachbarhauses zur Untersuchung in Bezug auf eine Rauchgasintoxikation. Einsatzleiter Marcel Kupillas berichtete von der Problematik des Innenstadtbereichs. Durch die enge Bebauung und der massiven Rauchentwicklung wurde der Einsatz für die Kameraden und Kameradinnen erschwert. Trotz dessen konnte stets eine stabile Löschwasserversorgung aufrechterhalten werden.

Neben den Feuerwehren waren auch der Rettungsdienst, der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, die Polizei und der stellvertretende Kreisbrandmeister, Mario Harnisch, vor Ort. Insgesamt ergab dies eine Zahl von 17 Einsatzfahrzeugen und 78 Einsatzkräften. Die Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen hat nach Angaben des Einsatzleiters sehr gut funktioniert. Gegen 04:30 Uhr morgens konnte der Leitstelle Lausitz das Einsatzende gemeldet werden. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF 20/16) der Finsterwalder Feuerwehr blieb jedoch noch zwei Stunden zur Brandwache vor Ort. Laut Pressemeldung der Polizei sei das Mehrfamilienhaus aktuell nicht bewohnbar. Am Freitagmittag konnten noch keine Aussagen zur Brandursache und dem entstandenen Sachschaden getätigt werden. (JK)

Fordernde Seminarwoche an Bundesakademie

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Woche vom 29.01. bis zum 02.02.2024 fuhren insgesamt 17 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Elbe-Elster an die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ). Unter ihnen befanden sich neben den Feuerwehrkräften vier Fachberater vom Technischen Hilfswerk- Ortsverband Herzberg, dem Kreisverbindungskommando Elbe-Elster der Bundeswehr, der Polizeiinspektion Süd der Landespolizei und des Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster. Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren kamen aus insgesamt neun verschiedenen Kommunen.

Bereits am Sonntag vor Seminarstart machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den langen Weg an die bundesweit einmalige Fachschule, welche vom Bundesministerium des Innern und Heimat betrieben wird.

Da im Stundenplan für die Zeit bis Montagmittag noch Freizeit zur Verfügung stand, nutzen die Frauen und Männer die Zeit und erkundeten die Region des Ahrtals. Noch immer sind an vielen Orten die Spuren der extremen Zerstörung der Flutkatastrophe des Jahres 2021 zu sehen. Überreste zerstörter Brücken, leerstehende unbewohnbare Häuser, Gebäude denen deutlich sichtbar Anbauten fehlen, waren nur einige der Eindrücke die gesammelt wurden. Einige der mitgereisten Teilnehmer waren nach der Sturmflut selbst als Einsatzkräfte im Katastrophengebiet im Einsatz gewesen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (SZ)

Während am Montagnachmittag die Einweisung auf die Seminarwoche, sowie noch grundlegende organisatorische Absprachen und Vorbereitungen der jeweiligen Sachgebiete erfolgten, ging es ab Dienstagmorgen in die Vollen der Einsatzübung im Führungsstab. Die angenommene Lage spielte hierbei in der Stadt Osnabrück. Während im Bereich der Innenstadt ein Musikfestival und Kulturfest mit rund insgesamt 100.000 Personen stattfand, zum Vergleich dies entspricht ungefähr der Einwohnerzahl des Landkreises Elbe-Elster, kam es nahe dem Hauptbahnhof zu einem Güterzugunfall. Hierbei kam es zu einem Gefahrgutaustritt mit Brandfolge. Weiterhin trat in zwei angrenzenden Stadtteilen ein Stromausfall in Folge eines Trafobrandes auf. Diese Gesamtlage bearbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über drei Tage hinweg, bevor es am Freitag in die abschließende Evaluationsrunde ging. Während dieser Zeit fanden immer wieder Auswertungen als Einzelgespräch oder auch im Gruppenrahmen statt, wo Pros und Kontras, die aufgetreten sind, besprochen und mögliche Lösungsansätze dargestellt wurden. Dem fiktiven Führungsstab der Stadt Osnabrück, in diesem Fall besetzt durch die Frauen und Männer aus Elbe-Elster, stand dabei ein ganzer Stab an Personen aus vielen verschiedenen Fachgebieten und -verwendungen gegenüber, welche die Übungslage steuerten.

Am Dienstagabend nutzte die Gruppe die Möglichkeit die „Dokumentationsstätte Regierungsbunker Bad Neuenahr-Ahrweiler“ zu besichtigen. Dieser Atomschutzbunker hätte im Krisen- oder Kriegsfall als Ausweichsitz der Bundesregierung und des Bundespräsidenten dienen sollen. Heute wird ein Teil dieser Anlage von einem Verein als Museum betrieben, in welchem zahlreiche Originalgegenstände ausgestellt werden.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (SZ)

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es eine interessante wenn auch anstrengende Seminarwoche, in der jeder neue Eindrücke und Ideen für seinen Teil in der Stabsarbeit mitnehmen konnte. Stabsarbeit ist Teamarbeit, wenngleich dieser Spruch nicht neu ist, so wurde es doch in diesen Tagen ganz deutlich, denn am Ende ist jedes Mitglied des Stabes am Gesamterfolg beteiligt.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (SZ)

Ein herzliches Dankeschön gilt den Organisatoren des Seminars sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre in Anspruch genommene Bereitschaft.

(RRS/SZ)

Besondere Geschenke für die Ortswehr Lugau zum Jahresabschluss

Lugau. Die Ortswehr Lugau erhielt zum Ende des Jahres 2023 mehrere Ausrüstungsgegenstände, welche die Einsatzoptionen und die Schlagkraft ihres Löschfahrzeuges, ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Löschwasservorratsbehälter (TSF-W), erhöhen.

Besonders zu erwähnen ist eine Wärmebildkamera der Firma FLIR, welche durch einen anonymen Spender beschafft und an den Ortswehrführer übergeben wurde. In einem beigelegten Brief stand, dass sich diese Person bei den Kameradinnen und Kameraden für die gezeigte Einsatzbereitschaft bedankt und glücklich ist solch eine Ortswehr zu haben.

Des Weiteren beschaffte der Feuerwehrverein „Freiwillige Feuerwehr Lugau e.V.“ ein Haaligan Tool mitsamt Spalthammer und Tragesystem der Marke Dönges. Hiermit können die Einsatzkräfte im Ernstfall Zugänge u.a. zu Gebäuden oder Nutzungseinheiten in Mehrfamilienhäusern schaffen.

Von der Stadt Doberlug-Kirchhain als Träger des Brandschutzes gab es neue LED-Flutlichtscheinwerfer, welche die bisherigen 1000W- Halogen- Scheinwerfer aus dem Beladungssatz „Strom/ Licht“ ablösen. Die neuen Lampen erzeugen ein deutlich helleres Licht bei geringerem Stromverbrauch, wodurch der auf dem TSF-W verlastete Stromerzeuger weniger belastet wird. (RRS)

Neues Löschgruppenfahrzeug mit viel Technik

Crinitz. Die Kameradinnen und Kameraden der Ortswehr Crinitz (Freiwillige Feuerwehr des Amtes Kleine Elster) konnten sich jüngst über ein werksneues Löschgruppenfahrzeug LF10 freuen. Dabei handelt es sich um MAN Fahrgestell mit einem feuerwehrtechnischen Auf- und Ausbau durch die Firma Empl, welche unter Anderem einen Standort in Zahna-Elster (Sachsen-Anhalt) betreibt.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Neben der per Norm festgelegten Beladung für eine Löschgruppe (dies sind insgesamt neun Einsatzkräfte) wie beispielsweise Saug- und Druckschläuchen, umluftunabhängigen Atemschutzgeräten mit Zubehör, einer vierteiligen Steckleiter, verschiedenen Hand- und Grobwerkzeugen, Strahlrohren und vielen Dingen mehr, besitzt das neue LF10 eine Beladung, welche auch den Einsatz bei Technischen Hilfeleistungen mittlerer Größe, beispielsweise nach Verkehrsunfällen, ermöglicht. So sind unter Anderem hydraulische Rettungsgeräte (Schere, Spreizer, Rettungszylinder; allesamt auf Akku-Basis), ein Abstützsystem für Kraftfahrzeuge und auch tragbare Beleuchtungseinheiten auf Akku-Basis verlastet. Hinzu kommen weitere Ausrüstungsgegenstände wie eine dreiteilige Schiebleiter, mit welcher Personen aus bis zu zwölf Metern Höhe gerettet werden können, ein Mehrgasmessgerät, eine Wärmebildkamera, ein elektrisch betriebenes Belüftungsgerät auf Akku-Basis und auch D-Schlauchmaterial für die Vegetationsbrandbekämpfung. Abgerundet wird das Ganze durch einen 14 kVA Stromerzeuger, welcher u.A. zum Betrieb von Tiefbrunnen vorgesehen ist.

Da das neue LF 10 namensgebend nicht nur für die Technische Hilfeleistung gedacht ist, sind natürlich auch zahlreiche Ausstattungsmerkmale auf einen schlagkräftigen Einsatz im Rahmen der Brandbekämpfung ausgelegt. Besonders zu erwähnen sind hier die festeingebaute Feuerlöschkreiselpumpe im Heck des Fahrzeuges mit 2000 Litern je Minute Förderstrom bei 10 bar Pumpenausgangsdruck und ein Löschwasservorratsbehälter für insgesamt 2000 Liter, welcher aber elektronisch auf 1920 Liter nutzbare Füllmenge begrenzt ist. All diese Dinge bringen natürlich ordentlich Gewicht mit, sodass das neue Löschgruppenfahrzeug insgesamt 14 Tonnen Gesamtmasse auf die Waage bringt.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Von den ersten Ideen und Planungen bis hin zur kürzlich erfolgten Auslieferung dauerte es ungefähr vier Jahre, wobei diese Zeit durch Liefer- und Produktionsprobleme und das Warten auf Entscheidungen bezüglich möglicher Förderungen in die Länge gezogen wurde.

Die Gesamtkosten für das neue Einsatzfahrzeug für die Crinitzer Kameradinnen und Kameraden belaufen sich auf ca 400.000€, wobei ca. 100.000€ allein auf die feuerwehrtechnische Beladung entfallen. Die Kosten trägt das Amt Kleine Elster als Träger des Brandschutzes komplett allein, da keine Förderungen für dieses Fahrzeug gewährt wurden.

Das bisherige Löschfahrzeug der Ortswehr, ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Löschwasservorratsbehälter (TSF-W), wechselt ab sofort zur Ortswehr Schacksdorf, um dort ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) abzulösen.

Wir, das Team des Blaulichtreport Elbe-Elster, wünschen den Kameradinnen und Kameraden der Ortswehr Crinitz Alles Gute zum neuen Einsatzfahrzeug und stets eine sichere und unfallfreie Heimkehr von allen Einsätzen und Übungen.

(RRS)

Übergabe Mannschaftstransportfahrzeug an die Jugendfeuerwehr Elsterwerda.

Elsterwerda. Am 28.10.2023 wurde ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) offiziell an die Jugendfeuerwehr der Ortswehr Elsterwerda übergeben.
Im Mai 2023 wurde das Fahrgestell, ein Renault Trafic, durch das Autohaus Lehmann an die Stadtverwaltung Elsterwerda ausgeliefert. Das Fahrzeug wurde dann durch die Firma Elsterwerbung Elsterwerda komplett in rot foliert und beklebt. Das Design hat der Herr Wiedemann speziell für diese Verwendung entworfen, sodass dies ein Unikat ist. Zentrale Themenbereiche des Designs waren die Jugendfeuerwehr und die Elster, wie sie auch im Stadtwappen vorhanden ist.

Durch den Feuerwehrverein Elsterwerda konnte die Sondersignalanlage gesponsert werden, sodass das Fahrzeug in Doppelfunktion auch als Einsatzfahrzeug nutzbar ist. Den Umbau zum Einsatzfahrzeug haben dann die Kameraden in Eigenleistung vollzogen. Dieses hat ca. 40 Stunden in Anspruch genommen.
Das Fahrzeug wird als Transportfahrzeug für die Jugendfeuerwehr und für die Einsatzkräfte verwendet.

Foto: FF Elsterwerda

Als kleine Überraschung überreichte Herr Rose, vom Autohaus Renault-Lehmann einen Gutschein für die Jugendfeuerwehr in Höhe von 500€ – ganz herzlichen Dank für diese großzügige Geste.

Ein großer Dank geht an die Stadtverwaltung Elsterwerda, das Autohaus Renault Lehmann Elsterwerda, Elsterwerbung inklusive Herrn Wiedemann die das Genannte überhaupt erst ermöglicht haben. (DW)

Foto: FF Elsterwerda

Dem Nachwuchs den Einsatzalltag näherbringen

Bad Liebenwerda. Kurz vor den diesjährigen Herbstferien startete die Jugendfeuerwehr der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda der Verbandsgemeinde Liebenwerda vom 7.10.2023 zum 8.10.2023 mit dem ,,Berufsfeuerwehrtag“. Dienstbeginn war Samstag um 8 Uhr und das geplante Dienstende am Sonntag um 10 Uhr. Die Kinder und Jugendlichen sollten hierbei einen kleinen Einblick in den Berufs- und Einsatzalltag einer Berufsfeuerwehr erhalten. Die Organisation und Planung erfolgten durch die Jugendwarte bereits ein halbes Jahr im Voraus.

Ziel ist es, dem Feuerwehrnachwuchs das Einsatzgeschehen, aber auch ein besseres Gruppengefühl zu vermitteln und die Jungkameraden somit besser auf die Arbeit in der Einsatzabteilung vorzubereiten.

Durch die Begrüßung des Verbandsgemeindewehrführers Mathias Bauer und der Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber wurde der Berufsfeuerwehrtag offiziell eröffnet.

Foto: FF VG Liebenwerda

Nicht lange, und der erste Alarm lief ein. Gemeldet war eine „Ölspur“ auf dem Wirtschaftsweg hinter der Firma Osterhuber. Unter fachkundiger Anleitung der Jugendwarte konnte diese schnell beseitigt werden.

Nach jedem Einsatz werden dann die Fahrzeuge und benutzen Gegenstände gereinigt und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

Bei den nachfolgenden Einsätzen wurden dann Szenarien wie ein Brandeinsatz, eine Technische Menschenrettung, eine eingelaufene BMA mit anschließendem Brandgeschehen inszeniert und erfolgreich durch die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr abgearbeitet.

Das Highlight an dem Tag war ein Hilfeleistungseinsatz Kommunal, bei welchem unter Einbezug der Rettungshundestaffel zwei vermisste Personen im Wald bei Wahrenbrück gesucht werden mussten. Anschließend liefen die Kinder und Jugendlichen noch unter Begleitung der Ortsjugendwarte über Winkel zum Rothsteiner Felsen, von wo aus dann Alle nach einer kleinen Stärkung wieder gemeinsam ins Gerätehaus zurückversetzten.

Foto: FF VG Liebenwerda

Der, für alle erfolgreiche Berufsfeuerwehrtag, endete am Sonntag circa 10 Uhr nach dem gemeinsamen Frühstück und Wiederherstellen der Grundordnung mit einer durchweg positiven Auswertung durch die Jugendwarte und Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Unser Dank gilt: der Verbandsgemeinde Liebenwerda, der Firma Landschaftsgartenbau Sybille Jakober, der Kriminalpolizei Brandenburg, der DRK Rettungshundestaffel Bad Liebenwerda, den Mineralquellen Bad Liebenwerda, AR Trading GmbH und der Firma Holzzentrum Theile.

(Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Liebenwerda)

Großübung auf dem Gewässer

Verbandsgemeinde Liebenwerda OG Mühlberg. Anfang September fand eine gemeinsame Ganztagausbildung von Feuerwehren der Ortsgemeinde Mühlberg, der Feuerwehren Bad Liebenwerda, Jacobstal, Kreinitz, Lorenzkirchen , der Wasserwacht Falkenberg und dem THW Ortsverband Herzberg statt. Treffpunkt in den frühen Morgenstunden war das Gerätehaus in Mühlberg. Hier wurde eine Einweisung und die Vorstellung der einzelnen Stationen durchgeführt. Im Verband fuhren anschließend 20 Einsatzfahrzeuge zum Ausbildungsort nach Altenau ins Kieswerk, zur Berger Rohstoffe GmbH.

Es wurde der Brand auf einem Schwimmbagger mit vermissten Personen simuliert. Die Schwierigkeit bestand hierbei, dass die Kameraden und das benötigte Material nur per Boot zur Einsatzstelle transportiert werden konnte. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit der Wasserwacht. Unter Atemschutz kamen brandenburger und sächsische Kameraden zum Einsatz.

Parallel wurde eine Wasserversorgung über Lange Wegstrecke zu einem fiktiven Vegetationsbrand aufgebaut Es wurden verschiedene Riegelstellungen errichtet.

Das THW aus Herzberg stellte den Kameraden ihre Technik und die damit verbundene Möglichkeiten für Hilfeleistungen vor. Im Betriebshof der Kieswerke konnten sich alle im Anschluss stärken, die Ausbilder werteten ihre Beobachtungen aus.

Ziel der Ausbildung war, die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und Feuerwehren, länderübergreifend für Einsätze, effektiv zu gestalten. Den Organisatoren war wichtig, dass man sich vor Einsätzen schon einmal gesehen und die Leistungsfähigkeiten und fachlichen Kompetenzen der Partner kennengelernt hat. Die Schwierigkeiten bei solchen, länderübergreifenden Einsätzen bestehen vor allem in der Kommunikation. Das ist elementar für Führungskräfte. Diese sollen den Einsatzerfolg sicherstellen.

Ein Dankeschön an dieser Stelle an alle beteiligten Kameraden, Ausbilder, Beobachter, dem THW, der Wasserwacht und Berger Rohstoffe GmbH für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Ausbildung. (Pressemitteilung Verbandsgemeinde Liebenwerda)

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