Großbrand zerstört Handwerksbetrieb

Betten (Amt Kleine Elster). Zwei Wochen ist es nun her, dass ein Großbrand die Werkhallen einer Zimmerei in Betten, einem Ortsteil der Gemeinde Massen im Amt Kleine Elster, in Rauch und Flammen aufgehen ließ und zwei Hallen zum Einsturz brachte. Zahlreiche Werkzeuge, Rohstoffe und Baumaterialien sowie Kraftfahrzeuge des Unternehmens wurden unwiederbringlich zerstört. Wir sprachen mit dem Amtsbrandmeister des Amtes Kleine Elster, dem Kameraden Oliver Itter, über die Geschehnisse in dieser verheerenden Nacht.

Die erste Alarmierung erfolgte am Donnerstagabend des 12.03.2026 gegen 22:11 Uhr. Es wurde mitgeteilt, dass es einen Gebäudebrand einer Lagerhalle geben würde. Diese Lagerhalle sollte gefüllt mit Holz sein. Schon auf Anfahrt konnten die Kameradinnen und Kameraden einen massiven Feuerschein und eine starke Rauchsäule über der Ortschaft aus mehreren Kilometern Entfernung sehen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Bereits bei Eintreffen an der Einsatzstelle stand eine Lagerhalle in Vollbrand. Die enge Bauweise begünstigte dabei einen drohenden Übergriff des Brandes auf weitere Gebäude, unter anderem eine weitere Halle und auch ein Wohnhaus. Aus diesem Grund wurde direkt die Alarmstufe erhöht, sodass weitere Kräfte und Mittel alarmiert wurden. Dank der mutigen Leistung der Kameradinnen und Kameraden konnten die Flammen aus einer direkt angrenzenden Halle „herausgetrieben“ sowie das Wohnhaus der Familie erfolgreich geschützt werden. Glücklicherweise waren neben zwei Bewohnern eines anderen Wohnhauses, welches direkt in der Rauchwolke stand und somit einige Stunden nicht bewohnbar war, keine weiteren Anwohner in direkter Gefahr.

Aufgrund des massiven Brandgeschehens forderte man zusätzlich weitere Tanklöschfahrzeuge zur Wasserversorgung an, um über deren Pumpen und Wasserwerfer, welche durchaus eine Wurfweite von 50 Metern und mehr haben, die Brandbekämpfung und die Riegelstellungen zu unterstützen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Wie bei fast jedem Großbrand, stellte auch hier die Löschwasserversorgung die Einsatzkräfte vor Probleme. Ein nahe gelegener Tiefbrunnen wurde frühzeitig in Betrieb genommen, jedoch reichte seine Förderleistung bei weitem nicht aus, um den hohen Löschwasserverbrauch zu stillen. In einem weiteren Schritt entschied man sich, eine Schlauchleitung zum Löschteich der Ortschaft Betten zu legen, immerhin ca. 550 Meter Entfernung, um auch von dort Löschwasser zu generieren. Diesen Löschteich befüllte man im laufenden Einsatz mit frischem Wasser, wofür das Wasserfass eines Agrarbetriebes mitsamt Zugfahrzeug sowie ein Tiefbrunnen im angrenzenden Waldstück zum Einsatz kamen. Des Weiteren richtete man mit den Tanklöschfahrzeugen einen Pendelverkehr vom Gewerbegebiet Massen aus ein.

Zur Ordnung des Raumes wurden insgesamt drei Abschnitte zur Brandbekämpfung plus einen Abschnitt zur Löschwasserversorgung sowie einen Bereitstellungsraum gebildet. Zudem wurde die nahe Bundestraße B96 bis ca. 4 Uhr in der Früh durch die Polizei voll gesperrt.

Die direkte Brandbekämpfung erfolgte vielfach über fahrzeuggebundene bzw. tragbare Wasserwerfer. Stellenweise kamen auch Kameradinnen und Kameraden unter Atemschutz mit handgeführten Strahlrohren zum Einsatz, jedoch war dies aufgrund der enormen Hitzestrahlung und der Trümmerschatten durch die instabilen und einsturzgefährdeten Gebäude schwierig. Eine weitere Schwierigkeit bildeten dabei die Blechdachplatten. Selbst nach dem Einsturz von zwei der drei betroffenen Lager- und Werkhallen, bildeten diese eine wasserabweisende Schicht auf dem eigentlichen Brandgut, sodass eine zielgerichtete Ausbringung des Löschmittels schwierig war.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)
Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Bereits in der Nacht, mit abnehmender Brandintensität, konnte man erste Einsatzkräfte auf den Heimweg schicken. In den Morgenstunden tauschte man dann die verbliebenden Männer und Frauen aus, um mit frischen Kräften die Brandbekämpfung fortzusetzen.

Gegen 9 Uhr stand an der Brandstelle ein Kettenbagger mit Greifer zur Verfügung, welcher zum einen die Blechdachplatten von den Brandguthaufen herunterzog, sodass nun endlich die übrigen Flammen und Glutnester direkt angegriffen werden konnten. Des Weiteren trug dieser auch instabile Hallenteile ab, was für die Sicherheit aller eingesetzten Kräfte und Mittel enorm wichtig war.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)
Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

Am Freitagnachmittag des 13.03.2026, gegen 16 Uhr, waren fast alle Brandstellen weitestgehend abgelöscht, sodass die Einsatzstelle an die Ortswehr Betten zur Brandwache übergeben werden konnte, die nur noch vereinzelte Glutnester nachlöschen musste. Nach erneuter Kontrolle, bei welcher keine Glutnester mehr gefunden wurden, wurde das betroffene Firmengelände am Samstag, den 14.03.2026, an den Eigentümer übergeben.

Parallel zu den Restlösch- und Aufräumarbeiten der Feuerwehr, war die Landespolizei an der Brandstelle im Rahmen ihrer Vor-Ort-Ermittlung tätig, um das Ausmaß des Großbrandes zu dokumentieren und mögliche Spuren zur Brandursache und dem Verlauf zu sichern. Die Landespolizei ließ eine Anfrage von Blaulichtreport Elbe-Elster zum aktuellen Stand der Ermittlungen bezüglich der Brandursache leider unbeantwortet.

Abschließend fasste Oliver Ittner als Einsatzleiter zusammen, dass in Spitzenzeiten bis zu 35 Fahrzeuge von Freiwilligen Feuerwehren, Landespolizei, Rettungsdienst und der Schnell-Einsatz-Einheit Sanität vor Ort waren. Dabei waren nach seiner Aussage bis zu 180 Einsatzkräfte involviert. Diese kamen aus dem Amt Kleine Elster, der Stadt Finsterwalde, dem Amt Elsterland, der Stadt Doberlug-Kirchhain, der Stadt Sonnewalde aber auch aus dem benachbarten Landkreis Oberspreewald-Lausitz aus der Gemeinde Bronkow und der Stadt Großräschen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (KT)

In Erinnerung bleiben wird die rasante Brandausbreitung. So waren nach Aussage des Einsatzleiters zu keiner Zeit die zentral gelegene Werkhalle als auch die angrenzende, im Bau befindliche Lagerhalle zu retten. Dagegen ist er glücklich, dass die dritte betroffene Halle als auch das nahe Wohnhaus gehalten werden konnten. Zudem gab es während des gesamten Einsatzes lediglich eine verletzte Einsatzkraft zu beklagen.

Einsatzleiter und Amtsbrandmeister Oliver Ittner bedankt sich bei der Vielzahl an Einsatzkräften für ihren Einsatz. Insbesondere in den Nachtstunden wurden unter extremen Bedingungen weitere Schäden an Gebäuden verhindert. Ein ebenso großes Dankeschön geht an alle involvierten Unternehmen, welche ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Einsatz unkompliziert freistellten, bei der Verpflegung unterstützten, mit Traktor und Wasserfass den Löschteich auffüllten oder mit dem Kettenbagger die Restlöscharbeiten unterstützten.

Ein weiteres großes Dankeschön geht an den geschädigten Familienbetrieb, welcher trotz dieses großen Schicksalsschlags, mit seinen Familienangehörigen und Mitarbeitern die Brandbekämpfung, die Verpflegung der Einsatzkräfte und die Aufräumarbeiten unterstützte. Abschließend „allen mitwirkenden Beteiligten ein großes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und gemeinsame Abarbeitung dieser außergewöhnlichen Einsatzlage“, so Ittner. (RRS)

Waldbrandtag in Wahrenbrück stärkt Zusammenarbeit im Ernstfall

Wahrenbrück. Am Samstag, den 21. März 2026, fand im Bereich Wahrenbrück ein Waldbrandtag anlässlich des „Tag des Waldes“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, verschiedene Akteure aus Forst, Feuerwehr und Verwaltung zusammenzuführen und die Zusammenarbeit im Falle eines Waldbrandes zu stärken. Im Fokus standen der fachliche Austausch sowie die Darstellung unterschiedlicher Einsatztaktiken und Maßnahmen im Waldbrandschutz. Neben Informationen zum Waldumbau und zur Förderung von Löschwasserentnahmestellen wurden auch praktische Ansätze der Brandbekämpfung vorgestellt.

Eine gängige, vielerorts bekannte Art für nachrückende Einsatzkräfte den Weg zu markieren. (Foto: C.Burkhardt (FF VG Liebenwerda, Ofw Wahrenbrück))

Hauptinitiator der Veranstaltung war der Waldbesitzerverband Brandenburg e.V. Die Organisation und Durchführung vor Ort erfolgte durch Christian Burkhardt, der im Vorstand des Verbandes als stellvertretender Vorsitzender tätig ist. Als Feuerwehrmann in Wahrenbrück, Waldbesitzer und Jäger bringt er zudem umfangreiche praktische Erfahrung ein und setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen Waldbrandvorsorge und Vegetationsbrandbekämpfung auseinander.

Für die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda waren die Ortsfeuerwehren Wahrenbrück, Winkel und Maasdorf vor Ort. Sie stellten ihre speziellen Fähigkeiten in der Vegetationsbrandbekämpfung vor, darunter Handwerkzeuge, Löschrucksäcke sowie Kreisregner für den gezielten Einsatz bei Flächenlagen.
Die Ortsfeuerwehr Wahrenbrück präsentierte zudem ihren Schlauchwagen, mit dem auch über längere Wegstrecken eine stabile Wasserversorgung sichergestellt werden kann.

Malte Eberwein (mit.), Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Brandenburg, und Marcel Schmidt (lin.), designierter Landrat, während einer kurzen Ansprache. (Foto: C.Burkhardt (FF VG Liebenwerda, Ofw Wahrenbrück))

Beteiligt waren außerdem Vertreter des Forstamtes Elbe-Elster, des Waldbesitzerverbandes Brandenburg, der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie Jäger, private Waldbesitzer und Forstunternehmen. Auch der zukünftige Landrat Marcel Schmidt war vor Ort, um sich einen Überblick zu verschaffen und mit den beteiligten Akteuren ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung bot eine wichtige Plattform, um Wissen zu bündeln, Abläufe abzustimmen und die Zusammenarbeit der Beteiligten weiter zu stärken.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Rettungsübung an der Elbbrücke Mühlberg erfolgreich durchgeführt

Mühlberg/Elbe. Am Samstag, den 21. März 2026, fand an der Elbbrücke Mühlberg eine umfangreiche Rettungsübung unter Beteiligung mehrerer Ortsfeuerwehren der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie weiterer Fachkräfte statt. Ziel der Übung war es, Einsatzabläufe bei Notfällen innerhalb des Brückenkörpers realitätsnah zu erproben und weiter zu optimieren.

Hintergrund der Übung waren Erkenntnisse aus Wartungs- und Prüfungsarbeiten an der Brücke. Dabei wurde festgestellt, dass für Einsatzlagen im Inneren des Bauwerks bislang kein vollständig abgestimmtes Rettungskonzept vorlag. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg sowie der Ingenieurskammer Sachsen wurde daher eine praxisnahe Übung vorbereitet.

Foto: Andy Selig (FF VG Liebenwerda, Ofw Mühlberg)

Im Rahmen der Übung wurden zwei zentrale Einsatzszenarien dargestellt, die insbesondere den Abtransport von Personen aus dem Brückenkörper zum Schwerpunkt hatten. Zum einen wurde als Hauptübung das sichere Herausführen einer gehfähigen Person trainiert. Zum anderen erfolgte die Rettung einer verletzten Person mittels Schleifkorbtrage, einschließlich des kontrollierten Ablassens aus dem Brückenkörper.

Eingesetzt waren:
• die Ortsfeuerwehr Mühlberg als örtlich zuständige und unterstützende Einsatzkräfte,
• der Einsatzleitwagen (ELW) der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda zur Führungsunterstützung des Einsatzleiters,
• die Fachgruppe Absturzsicherung, bestehend aus Kräften der Ortsfeuerwehren Falkenberg/Elster, Prestewitz und Bad Liebenwerda,
• eine Drohneneinheit der Ortsfeuerwehr Falkenberg/Elster.

Die Drohne, verlastet auf dem Einsatzleitwagen, unterstützte die Übung durch Luftaufnahmen. Diese dienten sowohl der Dokumentation als auch der Lageübersicht für den Einsatzleiter. Zudem war ein Rettungswagen des Rettungsdienstes Elbe-Elster vor Ort, besetzt mit einem Praxisanleiter sowie Auszubildenden. Dadurch konnten die Abläufe besonders realitätsnah dargestellt und trainiert werden.

Foto: Andy Selig (FF VG Liebenwerda, Ofw Mühlberg)

Die Rettungs- sowie Einzelübungen wurden durch ein professionelles Kamerateam filmisch begleitet. Das entstandene Material soll künftig in der Ausbildung von Studierenden sowie Fachkräften eingesetzt werden, die mit der Prüfung von Brücken und vergleichbaren Bauwerken betraut sind. Ziel ist es, praxisnah zu vermitteln, wie Rettungsmaßnahmen ablaufen und welche Anforderungen im Bereich Arbeits- und Unfallschutz zu beachten sind. Auch die Feuerwehr beabsichtigt, die Aufnahmen künftig für eigene Übungs- und Ausbildungszwecke zu nutzen.

Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg, der Ingenieurskammer Sachsen sowie der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Liebenwerda vor Ort. Sie begleiteten die Übung fachlich und unterstützten die Abstimmung zwischen technischen Anforderungen und einsatztaktischen Maßnahmen.

Besondere Herausforderungen stellten die beengten Platzverhältnisse, die komplexen Zugangswege sowie die Koordination unterschiedlicher Akteure dar. Gleichzeitig konnten wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Rettungs- und Einsatzkonzepten gewonnen werden.

Foto: Andy Selig (FF VG Liebenwerda, Ofw Mühlberg)

Ein besonderer Dank gilt der Ortsfeuerwehr Mühlberg, die die Versorgung aller eingesetzten Kräfte sichergestellt hat. Von einem gemeinsamen Frühstück bis hin zur abschließenden Mittagsverpflegung sowie der Bereitstellung von kalten und warmen Getränken war die Betreuung der Kameradinnen und Kameraden jederzeit gewährleistet.

Ebenso gilt ein herzlicher Dank der Ortsgemeindewehrführung Mühlberg sowie allen beteiligten Akteuren, Unterstützern und Helfern, die maßgeblich zum reibungslosen und erfolgreichen Ablauf der Übung beigetragen haben.

Die Verantwortlichen zogen insgesamt ein positives Fazit: Die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktionierte sehr gut und bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Einsätze und Maßnahmen im Bereich komplexer Infrastruktur.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Flammenschein weit sichtbar- Bahnverkehr wegen Gebäudebrand eingestellt

Hohenleipisch. Noch mitten in der Nacht, gegen 03:48 Uhr, alarmierte die Leistelle Lausitz die Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Plessa und der Stadt Elsterwerda in den Bereich des alten Bahnhofs von Hohenleipisch. Ein Lokführer hatte im Vorbeifahren Flammenschein wahrgenommen. Der Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster wurde ebenfalls alarmiert, zu einem späteren Zeitpunkt aber durch Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Sanität aus Doberlug-Kirchhain abgelöst, um wieder für den Regelrettungsdienst zur Verfügung zu stehen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


An der Einsatzstelle eingetroffen, fand man ein altes, unbewohntes Wohngebäude, welches in Brand stand. Aufgrund des baulichen Zustands, aber auch aufgrund der Brandintensität war von Beginn an die Brandbekämpfung nur im Außenangriff möglich. Wie der Einsatzleiter Markus Kießler gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster berichtete, wurde das Gebäude auch zur illegalen Müllentsorgung genutzt, was zum einen die Brandlast erhöhte, zum anderen immer wieder Detonationen, möglicherweise durch Druckgasbehältnisse, im Inneren des Gebäudes auslöste. Während des gesamten Löscheinsatzes war die benachbarte Bahnstrecke Berlin- Dresden gesperrt, sodass es zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kam. Über der Brandstelle leuchtete der Himmel weit sichtbar feuerrot, zudem stand eine mächtige Rauchsäule darüber.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


Da die Flammen in der Dachkonstruktion, bestehend aus Holz, Dachpappe und Plattenmaterial, zusätzlich zur Brandlast in den Räumlichkeiten reichlich Nahrung fanden, entschied man sich, die Brandbekämpfung zunächst mit Wasser, später mit Löschschaum durchzuführen. Die Löschmittel wurden über handgeführte Strahlrohre und über den Wasser-Schaum-Werfer am Korb der Drehleiter aus Elsterwerda ausgebracht.
Um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern, hatte bereits der ersteintreffende Gruppenführer eine Riegelstellung aufbauen lassen, bevor er die Einsatzleitung an Markus Kießler übergab.
Als weitere Maßnahme beorderte man schweres Abbruchgerät an die Einsatzstelle, um den Dachstuhl einzureißen. Um die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden nicht noch weiter zu gefährden, wurden während dieser Arbeiten auch lose Mauerwerksteile kontrolliert abgetragen bzw. zum Einstürzen gebracht.

Die Löschwasserversorgung erfolgte zunächst über die alarmierten Tanklöschfahrzeuge, bevor man eine Löschwasserentnahmestelle an einem Feuerlöschteich einrichtete.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


Der Einsatzleiter Markus Kießler lobt die gute und reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten an der Einsatzstelle. So waren unter seiner Führung in Spitzenzeiten bis zu 50 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienst, Katastrophenschutz (SEE Sanität), Landes- und Bundespolizei, Deutscher Bahn, Energieversorger Mitnetz und vom Abbruchunternehmen Fa. Bothur vor Ort. Auch der Amtsdirektor des Amtes Plessa, Göran Schrey, sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Romey machten sich ein Bild von den Arbeiten vor Ort.
Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen mussten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft zahlreiche Materialien, darunter Druckschläuche, Atemschutzgeräte oder auch das verbrauchte Schaumbildnerkonzentrat getauscht bzw. wieder aufgefüllt werden, wozu das Feuerwehrtechnische Zentrum aus Herzberg hinzugezogen wurde. (RRS)

Neues Tanklöschfahrzeug aus Eigenmitteln finanziert

Hirschfeld. Die Ortswehr Hirschfeld (gehört zur Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Schradenland) konnte kürzlich ein nagelneues Tanklöschfahrzeug (TLF 4000-Staffel) übernehmen und in den Einsatzdienst stellen. Das Neufahrzeug ersetzt ein TLF 16/25 aus dem Jahr 2001 am selben Standort.

Als Fahrgestell wählte man ein MAN TGM 18.320. Darauf montierte der Fahrzeugbauer Empl in seinem Werk in Österreich einen feuerwehrtechnischen Aufbau für sechs Einsatzkräfte sowie alle benötigten Gerätschaften für einen schlagkräftigen Erstangriff.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RS)

Namensgebend für das einzige Tanklöschfahrzeug in Diensten der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Schradenland ist sein Löschwasservorratsbehälter mit 4000 Litern Nennfüllvolumen. In einem weiteren Tank können bis zu 500 Liter Schaumbildnerkonzentrat mitgeführt werden. Für die Löschmittelabgabe steht eine heckseitig festeingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Löschwasservolumenstrom von 3000 Liter je Minute bei zehn Bar Pumpenausgangsdruck (FPN 10-3000) zur Verfügung. Für die tatsächliche Abgabe des jeweiligen Löschmittels kann ein auf dem Aufbaudach fest montierter Wasser-Schaum-Werfer, ein mitgeführter tragbarer Wasser-Schaum-Werfer oder einer der insgesamt vier Storz-B-Abgänge gewählt werden.

Im feuerwehrtechnischen Aus- und Aufbau werden allerhand Gerätschaften mitgeführt. Dies sind unter anderem Druckschläuche in Storz B+C+D, Saugschläuche in Storz A, Strahlrohre, Gerätschaften für einen Löschangriff mit Schaum, ein Überdrucklüfter, Verkehrssicherungsgerät, ein Stromerzeuger, Materialien zur Vegetationsbrandbekämpfung, Kleinlöschgeräte, eine vierteilige Steckleiter oder auch eine Motorkettensäge mitsamt Zubehör.

Am Heck des neuen Tanklöschfahrzeuges ist ein pneumatischer Lichtmast mit insgesamt vier LED-Scheinwerfern verbaut, um schnell und lichtstark eine Einsatzstelle zu beleuchten. Des Weiteren ist heckseitig oberhalb des Pumpenbedienstandes eine Verkehrswarneinrichtung, bestehend aus sechs LED-Strahlern, installiert.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RS)

Die Neubeschaffung des Tanklöschfahrzeuges war die erste von mehreren Investitionen des Amtes Schadenland in ihre Freiwillige Feuerwehr, wobei insbesondere neue Einsatzfahrzeuge beschafft und Gerätehäuser modernisiert werden. 520.000€ bezahlte die Amtsverwaltung aus eigenen Mitteln für das neue Tanklöschfahrzeug.

Wir, das Team des Blaulichtreport Elbe-Elster, wünschen der Ortswehr Hirschfeld allzeit gute Fahrt mit ihrem neuen TLF 4000-Staffel und stets eine sichere und gesunde Rückkehr von allen Einsätzen, Übungen und anderen Dienstfahrten. (RRS)

Technische Überprüfung der Feuerwehrtechnik erfolgreich gestartet

Bad Liebenwerda. Am Samstag, den 14. März 2026, fand im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda die erste von insgesamt drei geplanten technischen Überprüfungen der Verbandsgemeindefeuerwehr statt. Im Fokus stand dabei der Bereich Uebigau-Wahrenbrück.

Ziel der Überprüfung ist es, sämtliche Fahrzeuge, Anhänger sowie die darauf verlastete feuerwehrtechnische Ausstattung umfassend zu kontrollieren. Neben der Überprüfung der Fahrzeuge selbst – von Beleuchtung bis hin zu Sauberkeit und Ordnung – wurden insbesondere Pumpen, Schläuche, Digitalfunktechnik sowie ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel geprüft. Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf sicherheitsrelevanter Ausrüstung wie tragbaren Leitern, Feuerwehrsicherheitsleinen, Haltegurten und Anschlagmitteln. Ergänzend dazu wurden auch die Motorkettensägen überprüft und kleinere Reparaturen direkt vor Ort durchgeführt.

Ein Kamerad bei der Prüfung einer dreiteiligen Schiebleiter. (Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda))

Weiterhin wurde das Erste-Hilfe-Material geprüft. Verbrauchsgüter mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum wurden ausgetauscht. Parallel waren die Bekleidungs- und Ausrüstungskammern besetzt, um verschlissene Schutzkleidung zu ersetzen und neue Ausstattungsgegenstände auszugeben.

Für diese umfangreiche Aufgabe kam ein Prüfteam aus ehrenamtlichen Technikwarten der gesamten Verbandsgemeindefeuerwehr zusammen. Der Dienst begann um 7:30 Uhr und endete gegen 16:00 Uhr. Alle Fahrzeuge und Anhänger des betreffenden Bereichs wurden dabei sorgfältig nach geltenden Prüfgrundsätzen kontrolliert.

Die gewonnenen Prüfergebnisse werden nun ausgewertet. Festgestellte Mängel werden behoben, defekte oder ausgemusterte Materialien ersetzt und notwendige Beschaffungen eingeleitet. Gleichzeitig dienen die erhobenen Daten auch statistischen Zwecken und der weiteren strategischen Planung. „Nach einem solchen Prüftag wissen alle Verantwortlichen genau, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen erforderlich sind“, so das Fazit aus der Auswertung.

Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda)

Der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann bedankt sich ausdrücklich bei allen Kameradinnen und Kameraden, die ihren Samstag ehrenamtlich in den Dienst der Sicherheit gestellt haben:
„Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und bildet eine wichtige Grundlage für die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr.“

Die nächsten Termine stehen bereits fest: Am 18. April 2026 wird der Bereich Bad Liebenwerda überprüft, gefolgt von einer weiteren Überprüfung am 26. September 2026 für die Bereiche Falkenberg/Elster und Mühlberg/Elbe.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Fortbildung der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr zu alternativen Antrieben und Energien

Falkenberg/Elster. Am Samstag, den 7. März 2026, fand im Haus des Gastes in Falkenberg/Elster eine Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda zum Thema alternative Antriebe und Energien statt. Rund 90 Führungskräfte aus den Ortsfeuerwehren der Verbandsgemeinde nahmen an der Veranstaltung teil.
Eröffnet wurde die Fortbildung durch den Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann. Anschließend richtete Andrea Wagenmann, stellvertretende Verbandsgemeindebürgermeisterin, einige Grußworte an die anwesenden Kameradinnen und Kameraden.
Im Mittelpunkt der Fortbildung standen aktuelle Entwicklungen im Bereich moderner Antriebstechnologien sowie deren Bedeutung für die Feuerwehr im Einsatz. Prof. Dr.-Ing. Michael Lindemann von der HTW Berlin vermittelte grundlegende Kenntnisse zu Hochvoltantrieben und erläuterte die elektronische Sicherheit in Hochvoltfahrzeugen.

Foto: E.Zeidler, VG Liebenwerda


Im Anschluss berichtete Dr. Rolf-Dieter Erbe von der Berliner Feuerwehr über Einsatztaktiken und praktische Erfahrungen bei technischen Hilfeleistungen und Bränden an Elektrofahrzeugen. Weitere Fachvorträge befassten sich unter anderem mit den Sicherheitsaspekten von Lithium-Ionen-Batterien, vorgestellt durch Lars Hollmotz von der XBX-experts for battery safety GmbH, sowie mit Wasserstoffantrieben im Nutzfahrzeugbereich, präsentiert von Alexander Zehrer von Hyundai LKW.

Foto: E.Zeidler, VG Liebenwerda


Auch die zunehmende Bedeutung von Energieinfrastruktur im Einsatzgeschehen wurde thematisiert. Michael Mathes von EnBW informierte über den Umgang mit PV-Freiflächenanlagen und Batteriespeichern. Ergänzend erläuterte Sören Diecke von Mitnetz Strom unter anderem das richtige Verhalten bei Bränden an Trafostationen sowie Energieverteilersystemen. Den Abschluss bildete eine praktische Vorführung zum Schalten an gasisolierten Mittelspannungsanlagen.

Foto: E.Zeidler, VG Liebenwerda


Die Fortbildung verdeutlichte, wie stark sich Einsatzlagen durch neue Technologien verändern und wie wichtig es ist, dass Führungskräfte der Feuerwehr frühzeitig auf diese Entwicklungen vorbereitet werden.


Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda bedankt sich bei allen Referenten für die fachlich fundierten und praxisnahen Vorträge sowie bei allen Beteiligten der Organisation, insbesondere bei der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz. Ein besonderer Dank gilt außerdem dem Team des Hauses des Gastes Falkenberg für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie die technische Unterstützung während der Veranstaltung.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehren Uebigau-Wahrenbrück im Schützenhaus Uebigau

Am Samstag, den 21.02.2026, fand die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehren des Bereiches Uebigau-Wahrenbrück statt. Mit dieser Veranstaltung wurde zugleich die Reihe der vier Jahreshauptversammlungen der Verbandsgemeindefeuerwehr Liebenwerda für das Berichtsjahr 2025 abgeschlossen. Die Versammlung wurde im Saal des Schützenhauses des Schützenvereins Uebigau durchgeführt.

Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen, Vertreter der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr waren der Einladung gefolgt.

Foto: N.Holmig, FF Prestewitz

Anwesend waren unter anderem der Landrat des Landkreises Elbe-Elster, Christian Jaschinski, die Beigeordnete Frau Susann Kirst, der Vorsitzende der Verbandsgemeindeversammlung Jörg Fabian – zugleich in Vertretung für die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber –, die Bürgermeisterin der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Frau Dittgard Happich, sowie der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann. Ebenso nahmen Vertreter der Ortsgemeindewehrführungen der benachbarten Bereiche an der Versammlung teil und unterstrichen damit die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeindefeuerwehr.

Durch die Versammlung führten der Ortsgemeindewehrführer Michael Hartl und sein Stellvertreter Bert Busch. Für die Kinder- und Jugendfeuerwehr berichtete der Ortsgemeindejugendwart David Tigges. In den Jahresberichten wurde ein umfassender Rückblick auf das Einsatzgeschehen, die Ausbildungsaktivitäten sowie die kameradschaftlichen Veranstaltungen des Jahres 2025 gegeben.

Im Mittelpunkt stand dabei die Einsatzstatistik:
Die Feuerwehren des Bereiches Uebigau-Wahrenbrück wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 82 Einsätzen alarmiert. Diese gliederten sich in 37 Brandeinsätze und 45 Hilfeleistungseinsätze.

Das Einsatzaufkommen bewegte sich weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Neben klassischen Brandeinsätzen prägten insbesondere technische Hilfeleistungen das Einsatzgeschehen – darunter Verkehrsunfälle, Türnotöffnungen, Unterstützungseinsätze für den Rettungsdienst sowie wetterbedingte Schadenslagen. Auch überörtliche Einsätze stellten die Kameradinnen und Kameraden vor besondere Herausforderungen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Fortbildung. Zahlreiche Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene sowie intensive Standortausbildungen trugen dazu bei, die Einsatzbereitschaft nachhaltig zu sichern. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung qualifizierter Führungskräfte, Atemschutzgeräteträger und Maschinisten für die dauerhafte Sicherstellung der Einsatzfähigkeit.

Foto: N.Holmig, FF Prestewitz

In den Grußworten würdigten die Vertreter aus Politik und Feuerwehr das hohe Engagement, das Verantwortungsbewusstsein sowie den ausgeprägten Gemeinschaftssinn der Einsatzkräfte. Der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann betonte in seinem Beitrag die besondere Bedeutung des Ehrenamtes im ländlichen Raum und verwies zugleich auf die Herausforderungen der kommenden Jahre – insbesondere in den Bereichen Nachwuchsgewinnung, Ausbildung, Technik und Tageseinsatzbereitschaft.

Neben dem Rückblick standen auch Beförderungen, Ehrungen für langjährige und treue Dienste sowie Bestellungen und Abberufungen in beziehungsweise aus Funktionen im Mittelpunkt der Versammlung. Diese Momente verliehen der Veranstaltung einen würdigen und zugleich persönlichen Rahmen.

Mit der Jahreshauptversammlung in Uebigau-Wahrenbrück endete die diesjährige Versammlungsreihe der Verbandsgemeindefeuerwehr Liebenwerda. Die Veranstaltungen in allen vier Bereichen haben erneut gezeigt, wie leistungsfähig, engagiert und zukunftsorientiert die Feuerwehren innerhalb der Verbandsgemeinde aufgestellt sind.

Die Versammlung klang in kameradschaftlicher Atmosphäre mit guten Gesprächen und einem regen Austausch zwischen Einsatzkräften sowie Gästen aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr aus.

Foto: N.Holmig, FF Prestewitz

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Garagenbrand nach sehr kurzer Anfahrt erfolgreich bekämpft

Bad Liebenwerda. Unweit des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenwerda, kam es am Samstag, den 14.02.2026, zu einem Brand in einem gemischt genutzten Gebäude, in dem sich unter Anderem mehrere Wohneinheiten befinden.

In einer angebauten Garage waren verschiedene Materialien eines Handwerksbetriebes gelagert, welche zusammen mit der Garage selbst in Brand geraten waren. Ein technischer Defekt gilt als mögliche Ursache.

Foto: FF Bad Liebenwerda

Als die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr an der gemeldeten Adresse eintrafen, hatte der Eigentümer bereits erste Löschmaßnahmen mit Feuerlöschern und einem Gartenschlauch gestartet. Umgehend übernahmen die Kameradinnen und Kameraden die Löschmaßnahmen. Hierzu kamen Atemschutzgeräteträger mit zwei handgeführten C-Strahlrohren zum Einsatz. Angrenzende Bereiche der Garage sowie das anschließende Wohnhaus wurden mittels Wärmebildkamera auf mögliche verdeckte Brandausbreitungen kontrolliert. Zudem wurde durch einen Überdrucklüfter massiv Frischluft in das Gebäude eingeblasen, um giftige Rauchgase zu entfernen.

Nach Ende der Brandbekämpfung und aller anderen Maßnahmen, wurde das Gebäude an den Eigentümer übergeben, unter der Auflage, dass dieser eine Brandwache zu stellen hatte. Abschließend teilte die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mit, dass glücklicherweise keine Personen bei diesem Ereignis verletzt wurden, sodass der Rettungsdienst ausschließlich in Bereitschaft blieb.

Im Einsatz befanden sich an diesem Samstag die Ortswehren Bad Liebenwerda, Neuburxdorf, Prieschka, Möglenz, Dobra, Zeischa und Lausitz. Hinzu kamen weitere Kräfte vom Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster und von der Landespolizei Brandenburg. (RRS)

Brand zerstört Gebäude einer Kfz-Werkstatt

Sonnewalde. Ein Großbrand hat in der Nacht zum Sonntag, den 8. Februar 2026, eine Kfz-Werkstatt in Sonnewalde zerstört. Kurz nach 3 Uhr ging bei der Leitstelle Lausitz der Alarm ein. Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, war das Gebäude bereits vollständig von Flammen erfasst.

Der Einsatzort ist den Einsatzkräften aus der Region nicht unbekannt. Bereits im September 2024 hatte dort ein leerstehendes Wohnhaus gebrannt. Einige Monate später, im Dezember 2024, wurde eine Werkstatt für Fahrzeugaufbereitung samt Reifenservice durch ein Feuer vernichtet. Während beim ersten Brand noch ein Übergreifen auf benachbarte Gebäudeteile verhindert werden konnte, war der Schaden beim zweiten Ereignis erheblich.

In der aktuellen Nacht rückten zunächst Wehren aus Sonnewalde, Münchhausen und Breitenau an, später kamen weitere Kräfte hinzu. Insgesamt waren 127 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Sonnewalde, Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain und Frankena mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Auch Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort. Die Einsatzleitung übernahm Thomas Trodler der Ortswehr Breitenau. Er gliederte den Einsatz in vier Abschnitte. Um ausreichend Löschwasser aus drei Entnahmestellen fördern zu können, musste die Bundesstraße B96 vorübergehend gesperrt werden.

Foto: FF Stadt Sonnewalde

Die Situation am Einsatzort war mit erheblichen Risiken verbunden. In der Werkstatt lagerten zahlreiche Gasflaschen, die dauerhaft gekühlt werden mussten. Trotz dieser Maßnahmen kam es im Inneren des Gebäudes zu mehreren Explosionen. Daraufhin wurde ein Rückzug der Einsatzkräfte angeordnet und die Taktik angepasst. Um benachbarte Gebäude zu schützen, darunter das Wohnhaus des Eigentümers, ein weiteres Wohnhaus mit Scheune sowie ein Schuppen, richtete die Feuerwehr eine sogenannte Riegelstellung mit unbemannten Monitoren ein. So konnte verhindert werden, dass die Flammen auf die umliegende Bebauung übergriffen.

Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden gegen 7.30 Uhr hin, anschließend blieb eine Brandwache zur Absicherung vor Ort. Zwischenzeitlich bereitete eine ausgefallene Wasserpumpe Probleme, die jedoch behoben werden konnten.

Foto: FF Stadt Sonnewalde

Die Ermittlungen zur Brandursache führt die Polizeidirektion Süd. Nach ersten Erkenntnissen wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen. Konkrete Angaben zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor, es wird jedoch mit einem sehr hohen Sachschaden gerechnet. Für Montag, den 9. Februar war eine Begutachtung der Brandstelle durch Umwelt- und Bauordnungsamt geplant. Dabei sollten mögliche Auswirkungen des Löschwassers geprüft und die Standfestigkeit des ausgebrannten Gebäudes beurteilt werden.

Nach Angaben der Einsatzführung funktionierte die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen reibungslos. Durch zusätzliche Kräfte aus Doberlug und Frankena standen ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung, sodass der umfangreiche Einsatz personell abgesichert war. (JK)

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