Cottbus/ Landkreis Spree-Neiße. Am 18. und 19. September 2026 üben Katastrophenschutzbehörden und Einsatzkräfte aus der Lausitz die Bewältigung einer großflächigen und länger andauernden Hochwasserlage. Dabei bildet die Übung „Spree – FLUT 2026“ die Fortsetzung der Ausbildungsreihe „Die Lausitz übt!“ aus den Jahren 2024 und 2025.
Ziel des Übungsszenarios ist es, trotz der Unterschiede in Ausbildung, Ausstattung und Strukturen der beteiligten Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und der kreisfreien Stadt Cottbus/Chóśebuz im Ernstfall schnell und abgestimmt zu reagieren. Neben der Führungsfähigkeit werden daher insbesondere Schichtwechsel in den Stäben Teil der Übung sein. In Spree-Neiße werden zudem die örtlichen Aufgabenträger der Stadt Spremberg/Grodk und der Gemeinde Neuhausen/Spree ihre eigenen Befehlsstellen besetzen und die Hochwasserübung mit den entsprechenden Kräften trainieren.
Der offizielle Auftakt der Übung im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa startet mit einem Lagevortrag und einem Pressegespräch am Freitag, dem 18. September 2026, um 17:00 Uhr im Ausbildungszentrum für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Spree-Neiße (Am Pferdegarten 6 in 03149 Forst (Lausitz)). (…)
Rückersdorf (Amt Elsterland). Anfang September kam es in der Ortslage Rückersdorf zu einem schweren Gebäudebrand auf einem Dreiseitenhof. Gegen 14:32 Uhr waren zunächst die ersten Einsatzkräfte, in diesem Fall die Ortswehren Rückersdorf, Oppelhain und Friedersdorf, mit dem Stichwort „Brand: Gebäude klein“ alarmiert worden. Im Nebengebäude eines Wohnhauses sollte eine Sauna brennen, so die weitere Information. Bereits um 14:38 Uhr, also nur sechs Minuten später, erhöhte die Leitstelle Lausitz das Stichwort auf „Brand: Gebäude groß“, denn es ging eine erhöhte Anzahl an Notrufen ein. Durch diese Stichworterhöhung wurden gemäß Alarm- und Ausrückeordnung die Ortswehren Schönborn, Lindena, Fischwasser sowie das Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Finsterwalde Mitte und der Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster nachalarmiert. Über der Einsatzstelle stand zu diesem Zeitpunkt eine massive und dunkle Rauchentwicklung, welche den Einsatzkräften deutlich den Weg wies. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte am Ort des Geschehens hatte der Brand des Nebengebäudes bereits auf das Wohnhaus, insbesondere auf die Fassade und den Dachstuhl übergegriffen. Dazu ergab die Erkundung, dass sich im Gebäude noch ein Hund befand. Mit mehreren Trupps unter Atemschutz begann man zeitnah die Löscharbeiten, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu stoppen und das Tier zu retten. Während die Brandbekämpfung unter anderem durch eine PV-Anlage auf dem Dach erschwert wurde, wie die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Elsterland gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte, konnte der Hund nach kurzer Zeit gerettet werden.
Der Rettungsdienst versorgte insgesamt zwei Personen und transportierte diese zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Eine weitere Schwierigkeit in der Brandbekämpfung im Bereich des Dachstuhls ergab sich durch die umfassende Ausbreitung der Flammen, denn hierdurch bestand Einsturzgefahr. Gegen 15:04 Uhr erfolgte eine weitere Nachalarmierung, insbesondere frische, einsatzbereite Atemschutzgeräteträger wurden benötigt, der Ortswehren Doberlug und Kirchhain (beide Stadt Doberlug-Kirchhain). Zudem ließ der Einsatzleiter eine lange Wegstrecke aufbauen, um das benötigte Löschwasser an die Einsatzstelle heran zu führen.
Foto: FF Rückersdorf
Mit einem massiven aber koordinierten Löschangriff im Innen- und Außenangriff, bei Welchem auch Löschschaum Verwendung fand, bekam man schließlich den Brand unter Kontrolle. Gegen 15:34 Uhr teilte der Einsatzleiter der Leitstelle Lausitz mit, dass man mit den Nachlöscharbeiten begonnen habe. Insbesondere die Suche nach versteckten Glutnestern gestaltete sich aufwendig. Wie uns weiterhin mitgeteilt wurde, konnten gegen 17:24 Uhr alle Einsatzkräfte die Brandstelle verlassen und ihre Gerätehäuser anfahren. Hier erfolgte im Anschluss das Aufrüsten der Fahrzeuge, um wieder vollständig einsatzbereit zu sein. Zuvor hatte man noch an der Einsatzstelle in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreises Elbe-Elster 40 B-Schläuche, zehn C-Schläuche und 14 Atemschutzgeräte getauscht sowie durch Brandrauch und Ruß kontaminierte Einsatzkleidung verpackt und für die Reinigung mitgegeben. Wie in allen ungeklärten Brandfällen übernahm im Anschluss an die beschriebenen Maßnahmen die Landespolizei die Einsatzstelle und startete ihre Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache. (RRS)
Bad Liebenwerda. Am Samstag, den 05. September, hieß es bei der Feuerwehr Bad Liebenwerda: Tore auf und herzlich willkommen! Ab 11 Uhr konnten interessierte Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr werfen und sich die Einsatzfahrzeuge einmal ganz aus der Nähe anschauen.
Dabei gab es einiges zu entdecken. Die Kameradinnen und Kameraden erklärten die umfangreiche Ausstattung der Fahrzeuge und standen für Fragen rund um den Feuerwehralltag zur Verfügung. Besonders für die kleinen Besucher war es spannend, einmal selbst zu sehen, was alles benötigt wird, wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz ausrückt.
Ein besonderes Highlight war die Vorführung unserer Kinder- und Jugendfeuerwehr. Ganz wie bei einem echten Einsatz wurden die jungen Feuerwehrleute alarmiert und zeigten eindrucksvoll, wie ein Einsatz bei einem Gebäudebrand mit Menschenrettung ablaufen kann. Mit viel Engagement und Teamarbeit meisterten sie ihre Aufgabe und zeigten, dass der Feuerwehrnachwuchs schon heute mit großer Begeisterung bei der Sache ist.
Auch die Mitglieder der aktiven Wehr stellten ihr Können unter Beweis und demonstrierten den Ablauf einer technischen Hilfeleistung. So konnten die Besucher hautnah erleben, wie vielfältig die Aufgaben der Feuerwehr sind und wie wichtig ein gutes Zusammenspiel im Einsatz ist.
Für die Feuerwehr Bad Liebenwerda und den Feuerwehrverein war es ein rundum gelungener Tag. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Besucherinnen und Besuchern, die unserer Einladung gefolgt sind, sowie allen Helferinnen und Helfern, Kameradinnen und Kameraden und Unterstützern, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.
Und wer beim Zuschauen vielleicht selbst Lust auf Feuerwehr bekommen hat: Sowohl die Feuerwehr als auch der Feuerwehrverein freuen sich jederzeit über neue Mitglieder. Denn Feuerwehr lebt von Menschen, die sich engagieren, füreinander einstehen und gemeinsam etwas bewegen.
Danke an alle, die diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben!
Amt Elsterland. Die Feuerwehren im Amt Elsterland starten mit einer neu aufgestellten Führungsspitze in den September. Seit dem 1. September 2026 trägt Fabian Dähne von der Freiwilligen Feuerwehr Schönborn als neuer Amtswehrführer die Verantwortung für die Wehren des Amtes. An seiner Seite stehen künftig drei Stellvertreter. So wurden Benjamin Wolf und Enrico Barth von der Freiwilligen Feuerwehr Rückersdorf sowie Kai Eckert von der Freiwilligen Feuerwehr Eichholz zu den stellvertretenden Amtswehrführern ernannt. Gemeinsam bilden die vier Kameraden die neue Amtswehrführung und übernehmen damit wichtige Aufgaben bei der Koordination und Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens im Amt Elsterland.
Der Neubesetzung vorausgegangen war eine Anhörung der Führungskräfte der Feuerwehren im Amtsgebiet. Die offizielle Ernennung der neuen Amtswehrführung erfolgte anschließend während einer Sitzung des Amtsausschusses durch Amtsdirektor Herrn Kaiser.
Mit dem Wechsel endet zugleich die Amtszeit der bisherigen Führung. Der bisherige Amtswehrführer G. Schmidt von der Freiwilligen Feuerwehr Fischwasser sowie R. Kunze von der Freiwilligen Feuerwehr Schönborn standen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung.
Die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Elsterland bedanken sich bei der bisherigen Amtswehrführung für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig wünschen sie der neu aufgestellten Führung alles Gute und viel Erfolg für ihre neuen Aufgaben und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit. Diesen Glückwünschen schließt sich auch das Team von Blaulichtreport Elbe-Elster an und wünscht der neuen Amtswehrführung alles Gute. (JK)
Fünf Übungseinsätze, gemeinsame Einsatzlagen und ein Flugzeugabsturz mit anschließender Personensuche forderten die Nachwuchskräfte.
Bad Liebenwerda. Vom 29. bis 30. August 2026 absolvierte die Jugendfeuerwehr Bad Liebenwerda ihren Berufsfeuerwehr-Tag. Für 24 Stunden übernahmen die Jugendlichen eine Schicht unter einsatznahen Bedingungen – mit Übernachtung, Verpflegung, Einsatzbereitschaft und realistisch vorbereiteten Übungslagen.
Fünf Einsatzaufträge galt es abzuarbeiten. Bei einem Gebäudebrand in Thalberg erfolgte die Brandbekämpfung gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Theisa und Zeischa. In Bad Liebenwerda wurde eine Person aus einer Montagegrube gerettet. Ein weiterer gemeinsamer Einsatz führte die Kräfte zu einem Verkehrsunfall in Zeischa.
Für den Höhepunkt sorgte ein simulierter Flugzeugabsturz. Nach der Sicherung und Abarbeitung der Einsatzstelle schloss sich die Suche nach dem vermissten Piloten an. Dabei waren eine strukturierte Einsatzkoordination, Kommunikation und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte gefragt.
Früh am Morgen hieß es erneut: Einsatzbereitschaft herstellen, Fahrzeuge besetzen und ausrücken zum Kleinbrand.
Der Berufsfeuerwehr-Tag vermittelte praxisnah, wie wichtig Teamarbeit, Einsatzdisziplin, technische Fertigkeiten und Verantwortungsbewusstsein im Feuerwehrdienst sind.
Ein besonderer Dank gilt dem Jugendclub Thalberg/Theisa, der Firma Paul Baur, der Kieswerk Zeischa GmbH sowie allen weiteren Unterstützern für ihre tatkräftige Hilfe.
Die Bombensprengung bei Elsterwerda-Biehla war erfolgreich. Der Sperrkreis ist somit wieder aufgehoben und die Anwohnerinnen und Anwohner dürfen wieder zurück in ihre Wohnungen. Auch die Sperrung des Bahnverkehrs ist wieder aufgehoben.
Elsterwerda. Am morgigen Dienstag, den 15.09.2026, kommt es in der Stadt Elsterwerda zur Entschärfung eines Bombenblindgängers, nachdem dieser bei Gleisbauarbeiten entdeckt worden war. Wie die Stadt Elsterwerda mitteilte, soll nach Angaben des Kampfmittelbeseitungsdienstes, der nicht detonierte Sprengkopf einer Fliegerbombe amerikanischer Bauart vor Ort gesprengt werden.
Dazu wird ab 9 Uhr ein Sperrkreis eingerichtet, mit einem Radius von ca. 300 Metern im den Fundort im Elsterwerda-Biehla. Die betroffenen Straßen haben wir für Sie unten aufgelistet. Die Stadtverwaltung bittet alle Einwohnerinnen und Einwohner im betroffenen Gebiet dieses bis 9 Uhr zu verlassen, damit nach Möglichkeit die Arbeiten frühzeitig beginnen können. Auch Tiere sollen bis 9 Uhr aus dem Sperrkreis gebracht werden.
Als möglicher Anlaufpunkt stehen ab 8 Uhr das Stadthaus, Foyer und die Stadtbibliothek als Aufenthaltsort zur Verfügung. Es wird darauf hingewiesen etwas Proviant mitzubringen. Auch an notwenige Medikamente sollte gedacht werden. Wasser, Kaffee und Tee werden zur Verfügung gestellt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Elsterwerda stehen unter der Telefonnummer 03533/ 65-126 zur Verfügung.
Personen, welche den Sperrkreis nicht aus eigener Kraft verlassen können, und/ oder bettlägerige bzw. zu pflegende Personen im Haushalt haben, werden gebeten sich zu melden, damit Transport und ggf. Unterkunft organisiert werden können.
Abschließend teilt die Stadtverwaltung Elsterwerda mit, dass von der Sperrung auch der Bahnhof Elsterwerda-Biehla betroffen ist mitsamt der Bahnstrecken Berlin-Dresden und Hoyerswerda-Leipzig. Somit ist mit starken Auswirkungen auf den Bahnverkehr während der Sperrung zu rechnen.
Folgende Straße sind komplett vom Sperrkreis betroffen:
Friedrichstraße
Waldflorastraße
Am Nordbahnhof
Elfastraße
Lorenzstraße
Ladestraße
Schleinitzweg
Folgende Straßen sind teilweise vom Sperrkreis betroffen:
Berliner Straße 39, 41, 43, 43a, 43b, 66, 68c, 70, 72, 74, 76, 76a, 78, 80, 82, 84, 86, 88
Schmerkendorf. Am Dienstag, 1. September 2026, besuchte der Staatssekretär des Innern, Uwe Schüler, die Verbandsgemeinde Liebenwerda. Treffpunkt war die Ortsfeuerwehr Schmerkendorf im Bereich Falkenberg/Elster.
Anlass des Besuchs war ein Schreiben einer Bürgerin aus Schmerkendorf an Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke. Darin wurden die Situation der Feuerwehren im ländlichen Raum, die Unterstützung des Ehrenamtes, Fragen der Finanzierung sowie die besondere Berücksichtigung kleiner Ortsfeuerwehren thematisiert. Das Schreiben wurde über das Innenministerium an Staatssekretär Schüler weitergeleitet, der den persönlichen Austausch vor Ort einem umfangreichen Schriftverkehr vorzog.
Am Treffen nahmen die Angehörigen der aktiven Einsatzabteilung, der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung teil. Der Ortswehrführer Marcel Matschke stellte die Ortsfeuerwehr in einer Präsentation vor und führte die Gäste durch das Feuerwehrhaus. Staatssekretär Schüler informierte über die aktuelle Finanzierungssituation und Förderpolitik des Landes. Gemeinsam mit Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber, Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann, Ortsgemeindewehrführer Sören Dieke und dessen Stellvertreter Ronny Neupert wurden zudem die Herausforderungen der Ortsfeuerwehr und der gesamten Verbandsgemeindefeuerwehr erörtert.
Ein kleiner Imbiss und eine gesellige Gesprächsrunde in einer angenehmen Atmosphäre rundeten den Besuch ab.
Deutschland. Am Donnerstag, den 10. September 2026, findet in ganz Deutschland der nächste Bundesweite Warntag statt. Der gemeinsame Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen dient dazu, die verschiedenen Warnsysteme zu erproben und die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen.
Gegen 11:00 Uhr wird bundesweit eine Probewarnung ausgelöst. Dabei kommen verschiedene Warnkanäle zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Radio und Fernsehen, Internetseiten und soziale Medien, digitale Anzeigetafeln, Warn-Apps auf dem Smartphone, Cell Broadcast sowie örtlich Lautsprecherwagen und Sirenen. Gegen 11:45 Uhr soll anschließend die Entwarnung erfolgen.
Mit dem Warntag soll überprüft werden, ob die technischen Warnsysteme zuverlässig funktionieren und die Bevölkerung im Ernstfall schnell und möglichst flächendeckend erreicht werden kann. Gleichzeitig soll der Aktionstag das Bewusstsein für Warnungen stärken. Denn wer die verschiedenen Warnwege und deren Bedeutung kennt, kann bei einer tatsächlichen Gefahrenlage schneller und richtig reagieren. Die Probewarnung bietet außerdem die Möglichkeit, mögliche technische oder organisatorische Schwachstellen aufzudecken. Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend genutzt werden, um die Warninfrastruktur weiter zu verbessern.
Die Grafik zeigt symbolisch den Warnmittelmix, welcher zum Bundesweiten Wartntag getestet werden soll und verschiedene Anwendungsfälle. (Quelle: BBK)
Wichtig: Bei den Warnmeldungen und möglichen Sirenensignalen am kommenden Donnerstag, den 10. September 2026, handelt es sich lediglich um einen Probealarm. Eine tatsächliche Gefahrenlage besteht nicht.
Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bundeszentrale für politische Bildung
Landkreis Elbe-Elster. Für die Eigentümer von Wald-, Forst- oder auch Agrarflächen sind Vegetationsbrände ein gefürchtetes Szenario. Wird der Brand frühzeitig entdeckt und zeitnah eine schlagkräftige Brandbekämpfung (BBK) vorgenommen, so sind die Schäden meistens überschaubar und die Vegetation erholt sich in den kommenden Wochen und Monaten. Kann sich der Brand hingegen zeitlich intensivieren und großflächig ausbreiten, dies wird durch verschiedene Faktoren begünstigt, entstehen häufig schwerwiegende wirtschaftliche als auch ökologische Schäden. Der Schaden an Flora und Fauna kann immens sein, beispielweise dann, wenn der Brand sich zum Vollfeuer entwickelt und vom Wurzelwerk bis in die Baumkronen alles organische Material umsetzt. Zumeist sind dann junge wie ältere Bäume verbrannt oder die Rinde so stark beschädigt, dass das Leitbahnsystem zum Wasser-& Nährstofftransport irreparabel ist. Dies hat dann die Folge, dass ganze Baumbestände gefällt werden müssen, so dass mehrere Generationen an Pflanzen vernichtet wurden. Glücklicherweise ist das letztgenannte Szenario (noch) kein Alltag auf dem Gebiet des Landkreises Elbe- Elster, wenngleich es bereits mehrfach vorkam.
Faktoren, die einen Vegetationsbrand begünstigen, können sein: der Wind, die ausgetrocknete Vegetation (sehr anfällig ist insbesondere totes ausgetrocknetes Geäst), leicht brennbare Pflanzen (insbesondere harz- oder ölhaltige Nadelgehölze), hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung. Aufgrund des intensiven Sommerwetters in den letzten Wochen mit wenig Niederschlägen, hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung, lag die reale Gefahr von Wald- und Flächenbränden, in der Fachsprache gerne als Vegetationsbrand bezeichnet, dauerhaft auf einem hohen Niveau. Auch die Niederschläge in den vergangenen Wochen, welche stellenweise sehr dürftig ausfielen, konnten bisher keine echte Entspannung in dieser angespannten Lage bringen.
Wir als Blaulichtreport Elbe-Elster möchten euch an dieser Stelle mal eine Zusammenfassung geben wie viele Einsätze im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung (VBBK) allein in der letzten Woche absolviert wurde.
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Finsterwalde rückte im Zeitraum von Montag, den 10.08.2026, bis zum Sonntag, den 16.08.2026, zu insgesamt vier Vegetationsbrandeinsätzen aus. Drei der vier Einsätze fanden dabei im eigenen Stadtgebiet statt, einmal wurde überörtlich unterstützt, wie man aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde erfuhr. Die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Elsterland rückte im genannten Zeitraum insgesamt drei Mal aus, wie deren Pressesprecher gegenüber Blaulichtreport Elbe- Elster mitteilte. Vorrangig betraf dies die Ortswehren Schönborn und Rückersdorf, um mit ihren Tanklöschfahrzeugen im Kampf gegen die Flammen zu unterstützen. Dabei wurden alle Einsätze überörtlich absolviert. Der Stadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Elsterwerda teilte auf Nachfrage mit, dass es „trotz der Trockenheit relativ entspannt“ war. So sei man in den vergangenen Wochen leidglich acht Einsätze im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung gefahren.
Die meisten VBBK- Einsätze in unserer Umfrage absolvierte die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda, relativierend muss man hier aber auch sagen, dass diese die größte Feuerwehr im Landkreis Elbe-Elster ist, deckt sie doch die Stadtgebiete von Bad Liebenwerda, Mühlberg/ Elbe, Falkenberg/ Elster und Uebigau-Wahrenbrück ab. Im Zeitraum ab Montag, den 10.08.2026, wurde man zu insgesamt 13 Brandeinsätzen im eigenen Zuständigkeitsbereich alarmiert, wie der Verbandsgemeindewehrführer gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte. Hierbei handelte es sich ausnahmslos um Vegetationsbrände. Diese gliederten sich in verschiedene Größenkategorien auf, sodass fünf Mal zu Kleinbränden alarmiert wurde, drei Mal zu Flächenbränden und weitere fünf Mal zu Waldbränden. Die Einsätze mit den größten betroffenen Brandflächen ereigneten sich im Bereich Prieschka- Zeischa (22.000 Quadratmeter) und bei Lönnewitz (3600 Quadratmeter), wie Blaulichtreport Elbe- Elster auf Nachfrage erfuhr. Weiterhin war die FF VG Liebenwerda zwei Mal überörtlich zur Unterstützung anderer Kommunen gefordert.
Foto: Fw Herzberg (Elster)
Die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Plessa war im befragten Zeitraum insgesamt vier Mal zur Vegetationsbrandbekämpfung gefordert. Diese gliederten sich auf in je einen Kleinbrand und einen Flächenbrand sowie zwei Waldbrände, wobei die letztgenannten zwei Einsätze überörtlich gefahren wurden. In dem benannten Zeitraum rückten die Herzberger Einsatzkräfte zu zwei überörtlichen Flächenbränden und einem Waldbrand aus. Auch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Sonnewalde waren überörtlich gefordert. Wie man gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte, wurde man insgesamt drei Mal überörtlich mit je einem Tanklöschfahrzeug hinzugezogen.
Nicht vergessen darf man auch, dass „neben“ den Vegetationsbränden das normale Alltagsgeschäft der Freiwilligen Feuerwehren weiterlief. So mussten ebenfalls Technische Hilfeleistungen (bspw. Türnotöffnungen, Verkehrsunfälle oder Sturmschäden) abgearbeitet werden. Dazu kommt für alle Kameradinnen und Kameraden der zeitliche Aufwand durch regelmäßige Aus- und Fortbildungen an den Standorten sowie auf Landkreis- bzw. Landesebene, als auch die Pflege und Wartung der Einsatztechnik. Wir als Blaulichtreport Elbe- Elster bedanken uns bei allen Kameradinnen und Kameraden in den Freiwilligen Feuerwehren für ihren aufopferungsvollen Einsatz, bedanken uns auch bei den stillen aber wichtigen Unterstützern ohne die vielfach eine erfolgreiche Brandbekämpfung nur schwerer möglich wäre, beispielsweise den Landwirten, und wünschen euch stets eine sichere und gesunde Heimkehr von allen Alarmen. Zugleich möchten wir an alle Wald- und Forsteigentümer appellieren den Waldumbau weg vom reinen Kiefernwald hin zu einem Mischwald mit möglichst vielen verschiedenen Baumarten voran zu treiben, um langfristig das Brandrisiko durch diesen hohen Nadelbaumanteil zu senken. Sprechen Sie hierzu gerne mit ihrer Revierförsterin oder ihrem Revierförster. (RRS/ SZ)
Finsterwalde. Ein Brand in einer Lagerhalle eines Recyclingbetriebes hat am Montagabend, den 17. August 2026, einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. In Spitzenzeiten waren rund 100 Einsatzkräfte aus mehreren Ämtern und Städten vor Ort.
Um 21:27 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte zunächst aufgrund einer ausgelösten Brandmeldeanlage zu dem Betrieb an der L60 alarmiert. Beim Eintreffen stellte sich jedoch schnell heraus, dass es sich nicht um einen Fehlalarm handelte: In einer Halle war ein Müll- bzw. Sperrmüllhaufen in Brand geraten.
Die Lage entwickelte sich zu Beginn dynamisch. Aufgrund des brennbaren Materials bestand die Gefahr, dass sich das Feuer auf weitere Bereiche und schließlich auf die gesamte Halle ausbreiten könnte. Um ausreichend personelle und technische Reserven zu schaffen, wurden deshalb frühzeitig weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Eine zusätzliche Herausforderung stellte die eingeschränkte Löschwasserversorgung vor Ort dar. Aus diesem Grund wurden unter anderem weitere Tanklöschfahrzeuge zur Einsatzstelle beordert.
Foto: B. Lenartowsky
In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Unternehmens gelang es den Einsatzkräften zunächst, eine Maschine aus dem gefährdeten Bereich der Halle zu bringen und vor den Flammen zu schützen. Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung intensiviert, sodass eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Kräfte wieder reduziert werden.
Für die anschließenden umfangreichen Nachlöscharbeiten musste die Halle teilweise leergeräumt werden. Der brennende Müllhaufen wurde auseinandergezogen, um verbliebene Glutnester gezielt freizulegen und abzulöschen. Diese Arbeiten nahmen entsprechend Zeit und Personal in Anspruch.
Die rund 100 Einsatzkräfte, die an dem Einsatz beteiligt waren, kamen aus Finsterwalde, dem Amt Kleine Elster, Sonnewalde, Doberlug-Kirchhain und dem Amt Elsterland.
Die Brandursache ist unbekannt. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor. (JK)