Flammenschein weit sichtbar- Bahnverkehr wegen Gebäudebrand eingestellt

Hohenleipisch. Noch mitten in der Nacht, gegen 03:48 Uhr, alarmierte die Leistelle Lausitz die Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Plessa und der Stadt Elsterwerda in den Bereich des alten Bahnhofs von Hohenleipisch. Ein Lokführer hatte im Vorbeifahren Flammenschein wahrgenommen. Der Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster wurde ebenfalls alarmiert, zu einem späteren Zeitpunkt aber durch Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Sanität aus Doberlug-Kirchhain abgelöst, um wieder für den Regelrettungsdienst zur Verfügung zu stehen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


An der Einsatzstelle eingetroffen, fand man ein altes, unbewohntes Wohngebäude, welches in Brand stand. Aufgrund des baulichen Zustands, aber auch aufgrund der Brandintensität war von Beginn an die Brandbekämpfung nur im Außenangriff möglich. Wie der Einsatzleiter Markus Kießler gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster berichtete, wurde das Gebäude auch zur illegalen Müllentsorgung genutzt, was zum einen die Brandlast erhöhte, zum anderen immer wieder Detonationen, möglicherweise durch Druckgasbehältnisse, im Inneren des Gebäudes auslöste. Während des gesamten Löscheinsatzes war die benachbarte Bahnstrecke Berlin- Dresden gesperrt, sodass es zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kam. Über der Brandstelle leuchtete der Himmel weit sichtbar feuerrot, zudem stand eine mächtige Rauchsäule darüber.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


Da die Flammen in der Dachkonstruktion, bestehend aus Holz, Dachpappe und Plattenmaterial, zusätzlich zur Brandlast in den Räumlichkeiten reichlich Nahrung fanden, entschied man sich, die Brandbekämpfung zunächst mit Wasser, später mit Löschschaum durchzuführen. Die Löschmittel wurden über handgeführte Strahlrohre und über den Wasser-Schaum-Werfer am Korb der Drehleiter aus Elsterwerda ausgebracht.
Um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern, hatte bereits der ersteintreffende Gruppenführer eine Riegelstellung aufbauen lassen, bevor er die Einsatzleitung an Markus Kießler übergab.
Als weitere Maßnahme beorderte man schweres Abbruchgerät an die Einsatzstelle, um den Dachstuhl einzureißen. Um die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden nicht noch weiter zu gefährden, wurden während dieser Arbeiten auch lose Mauerwerksteile kontrolliert abgetragen bzw. zum Einstürzen gebracht.

Die Löschwasserversorgung erfolgte zunächst über die alarmierten Tanklöschfahrzeuge, bevor man eine Löschwasserentnahmestelle an einem Feuerlöschteich einrichtete.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (DW)


Der Einsatzleiter Markus Kießler lobt die gute und reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten an der Einsatzstelle. So waren unter seiner Führung in Spitzenzeiten bis zu 50 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienst, Katastrophenschutz (SEE Sanität), Landes- und Bundespolizei, Deutscher Bahn, Energieversorger Mitnetz und vom Abbruchunternehmen Fa. Bothur vor Ort. Auch der Amtsdirektor des Amtes Plessa, Göran Schrey, sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Romey machten sich ein Bild von den Arbeiten vor Ort.
Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen mussten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft zahlreiche Materialien, darunter Druckschläuche, Atemschutzgeräte oder auch das verbrauchte Schaumbildnerkonzentrat getauscht bzw. wieder aufgefüllt werden, wozu das Feuerwehrtechnische Zentrum aus Herzberg hinzugezogen wurde. (RRS)

Neues Tanklöschfahrzeug aus Eigenmitteln finanziert

Hirschfeld. Die Ortswehr Hirschfeld (gehört zur Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Schradenland) konnte kürzlich ein nagelneues Tanklöschfahrzeug (TLF 4000-Staffel) übernehmen und in den Einsatzdienst stellen. Das Neufahrzeug ersetzt ein TLF 16/25 aus dem Jahr 2001 am selben Standort.

Als Fahrgestell wählte man ein MAN TGM 18.320. Darauf montierte der Fahrzeugbauer Empl in seinem Werk in Österreich einen feuerwehrtechnischen Aufbau für sechs Einsatzkräfte sowie alle benötigten Gerätschaften für einen schlagkräftigen Erstangriff.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RS)

Namensgebend für das einzige Tanklöschfahrzeug in Diensten der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Schradenland ist sein Löschwasservorratsbehälter mit 4000 Litern Nennfüllvolumen. In einem weiteren Tank können bis zu 500 Liter Schaumbildnerkonzentrat mitgeführt werden. Für die Löschmittelabgabe steht eine heckseitig festeingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Löschwasservolumenstrom von 3000 Liter je Minute bei zehn Bar Pumpenausgangsdruck (FPN 10-3000) zur Verfügung. Für die tatsächliche Abgabe des jeweiligen Löschmittels kann ein auf dem Aufbaudach fest montierter Wasser-Schaum-Werfer, ein mitgeführter tragbarer Wasser-Schaum-Werfer oder einer der insgesamt vier Storz-B-Abgänge gewählt werden.

Im feuerwehrtechnischen Aus- und Aufbau werden allerhand Gerätschaften mitgeführt. Dies sind unter anderem Druckschläuche in Storz B+C+D, Saugschläuche in Storz A, Strahlrohre, Gerätschaften für einen Löschangriff mit Schaum, ein Überdrucklüfter, Verkehrssicherungsgerät, ein Stromerzeuger, Materialien zur Vegetationsbrandbekämpfung, Kleinlöschgeräte, eine vierteilige Steckleiter oder auch eine Motorkettensäge mitsamt Zubehör.

Am Heck des neuen Tanklöschfahrzeuges ist ein pneumatischer Lichtmast mit insgesamt vier LED-Scheinwerfern verbaut, um schnell und lichtstark eine Einsatzstelle zu beleuchten. Des Weiteren ist heckseitig oberhalb des Pumpenbedienstandes eine Verkehrswarneinrichtung, bestehend aus sechs LED-Strahlern, installiert.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RS)

Die Neubeschaffung des Tanklöschfahrzeuges war die erste von mehreren Investitionen des Amtes Schadenland in ihre Freiwillige Feuerwehr, wobei insbesondere neue Einsatzfahrzeuge beschafft und Gerätehäuser modernisiert werden. 520.000€ bezahlte die Amtsverwaltung aus eigenen Mitteln für das neue Tanklöschfahrzeug.

Wir, das Team des Blaulichtreport Elbe-Elster, wünschen der Ortswehr Hirschfeld allzeit gute Fahrt mit ihrem neuen TLF 4000-Staffel und stets eine sichere und gesunde Rückkehr von allen Einsätzen, Übungen und anderen Dienstfahrten. (RRS)

Technische Überprüfung der Feuerwehrtechnik erfolgreich gestartet

Bad Liebenwerda. Am Samstag, den 14. März 2026, fand im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Bad Liebenwerda die erste von insgesamt drei geplanten technischen Überprüfungen der Verbandsgemeindefeuerwehr statt. Im Fokus stand dabei der Bereich Uebigau-Wahrenbrück.

Ziel der Überprüfung ist es, sämtliche Fahrzeuge, Anhänger sowie die darauf verlastete feuerwehrtechnische Ausstattung umfassend zu kontrollieren. Neben der Überprüfung der Fahrzeuge selbst – von Beleuchtung bis hin zu Sauberkeit und Ordnung – wurden insbesondere Pumpen, Schläuche, Digitalfunktechnik sowie ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel geprüft. Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf sicherheitsrelevanter Ausrüstung wie tragbaren Leitern, Feuerwehrsicherheitsleinen, Haltegurten und Anschlagmitteln. Ergänzend dazu wurden auch die Motorkettensägen überprüft und kleinere Reparaturen direkt vor Ort durchgeführt.

Ein Kamerad bei der Prüfung einer dreiteiligen Schiebleiter. (Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda))

Weiterhin wurde das Erste-Hilfe-Material geprüft. Verbrauchsgüter mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum wurden ausgetauscht. Parallel waren die Bekleidungs- und Ausrüstungskammern besetzt, um verschlissene Schutzkleidung zu ersetzen und neue Ausstattungsgegenstände auszugeben.

Für diese umfangreiche Aufgabe kam ein Prüfteam aus ehrenamtlichen Technikwarten der gesamten Verbandsgemeindefeuerwehr zusammen. Der Dienst begann um 7:30 Uhr und endete gegen 16:00 Uhr. Alle Fahrzeuge und Anhänger des betreffenden Bereichs wurden dabei sorgfältig nach geltenden Prüfgrundsätzen kontrolliert.

Die gewonnenen Prüfergebnisse werden nun ausgewertet. Festgestellte Mängel werden behoben, defekte oder ausgemusterte Materialien ersetzt und notwendige Beschaffungen eingeleitet. Gleichzeitig dienen die erhobenen Daten auch statistischen Zwecken und der weiteren strategischen Planung. „Nach einem solchen Prüftag wissen alle Verantwortlichen genau, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen erforderlich sind“, so das Fazit aus der Auswertung.

Foto: Enzo Dietrich (FF Bad Liebenwerda)

Der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann bedankt sich ausdrücklich bei allen Kameradinnen und Kameraden, die ihren Samstag ehrenamtlich in den Dienst der Sicherheit gestellt haben:
„Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und bildet eine wichtige Grundlage für die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr.“

Die nächsten Termine stehen bereits fest: Am 18. April 2026 wird der Bereich Bad Liebenwerda überprüft, gefolgt von einer weiteren Überprüfung am 26. September 2026 für die Bereiche Falkenberg/Elster und Mühlberg/Elbe.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Fortbildung der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr zu alternativen Antrieben und Energien

Falkenberg/Elster. Am Samstag, den 7. März 2026, fand im Haus des Gastes in Falkenberg/Elster eine Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda zum Thema alternative Antriebe und Energien statt. Rund 90 Führungskräfte aus den Ortsfeuerwehren der Verbandsgemeinde nahmen an der Veranstaltung teil.
Eröffnet wurde die Fortbildung durch den Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann. Anschließend richtete Andrea Wagenmann, stellvertretende Verbandsgemeindebürgermeisterin, einige Grußworte an die anwesenden Kameradinnen und Kameraden.
Im Mittelpunkt der Fortbildung standen aktuelle Entwicklungen im Bereich moderner Antriebstechnologien sowie deren Bedeutung für die Feuerwehr im Einsatz. Prof. Dr.-Ing. Michael Lindemann von der HTW Berlin vermittelte grundlegende Kenntnisse zu Hochvoltantrieben und erläuterte die elektronische Sicherheit in Hochvoltfahrzeugen.

Foto: E.Zeidler, VG Liebenwerda


Im Anschluss berichtete Dr. Rolf-Dieter Erbe von der Berliner Feuerwehr über Einsatztaktiken und praktische Erfahrungen bei technischen Hilfeleistungen und Bränden an Elektrofahrzeugen. Weitere Fachvorträge befassten sich unter anderem mit den Sicherheitsaspekten von Lithium-Ionen-Batterien, vorgestellt durch Lars Hollmotz von der XBX-experts for battery safety GmbH, sowie mit Wasserstoffantrieben im Nutzfahrzeugbereich, präsentiert von Alexander Zehrer von Hyundai LKW.

Foto: E.Zeidler, VG Liebenwerda


Auch die zunehmende Bedeutung von Energieinfrastruktur im Einsatzgeschehen wurde thematisiert. Michael Mathes von EnBW informierte über den Umgang mit PV-Freiflächenanlagen und Batteriespeichern. Ergänzend erläuterte Sören Diecke von Mitnetz Strom unter anderem das richtige Verhalten bei Bränden an Trafostationen sowie Energieverteilersystemen. Den Abschluss bildete eine praktische Vorführung zum Schalten an gasisolierten Mittelspannungsanlagen.

Foto: E.Zeidler, VG Liebenwerda


Die Fortbildung verdeutlichte, wie stark sich Einsatzlagen durch neue Technologien verändern und wie wichtig es ist, dass Führungskräfte der Feuerwehr frühzeitig auf diese Entwicklungen vorbereitet werden.


Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda bedankt sich bei allen Referenten für die fachlich fundierten und praxisnahen Vorträge sowie bei allen Beteiligten der Organisation, insbesondere bei der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz. Ein besonderer Dank gilt außerdem dem Team des Hauses des Gastes Falkenberg für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie die technische Unterstützung während der Veranstaltung.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehren Uebigau-Wahrenbrück im Schützenhaus Uebigau

Am Samstag, den 21.02.2026, fand die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehren des Bereiches Uebigau-Wahrenbrück statt. Mit dieser Veranstaltung wurde zugleich die Reihe der vier Jahreshauptversammlungen der Verbandsgemeindefeuerwehr Liebenwerda für das Berichtsjahr 2025 abgeschlossen. Die Versammlung wurde im Saal des Schützenhauses des Schützenvereins Uebigau durchgeführt.

Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen, Vertreter der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr waren der Einladung gefolgt.

Foto: N.Holmig, FF Prestewitz

Anwesend waren unter anderem der Landrat des Landkreises Elbe-Elster, Christian Jaschinski, die Beigeordnete Frau Susann Kirst, der Vorsitzende der Verbandsgemeindeversammlung Jörg Fabian – zugleich in Vertretung für die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber –, die Bürgermeisterin der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Frau Dittgard Happich, sowie der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann. Ebenso nahmen Vertreter der Ortsgemeindewehrführungen der benachbarten Bereiche an der Versammlung teil und unterstrichen damit die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeindefeuerwehr.

Durch die Versammlung führten der Ortsgemeindewehrführer Michael Hartl und sein Stellvertreter Bert Busch. Für die Kinder- und Jugendfeuerwehr berichtete der Ortsgemeindejugendwart David Tigges. In den Jahresberichten wurde ein umfassender Rückblick auf das Einsatzgeschehen, die Ausbildungsaktivitäten sowie die kameradschaftlichen Veranstaltungen des Jahres 2025 gegeben.

Im Mittelpunkt stand dabei die Einsatzstatistik:
Die Feuerwehren des Bereiches Uebigau-Wahrenbrück wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 82 Einsätzen alarmiert. Diese gliederten sich in 37 Brandeinsätze und 45 Hilfeleistungseinsätze.

Das Einsatzaufkommen bewegte sich weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Neben klassischen Brandeinsätzen prägten insbesondere technische Hilfeleistungen das Einsatzgeschehen – darunter Verkehrsunfälle, Türnotöffnungen, Unterstützungseinsätze für den Rettungsdienst sowie wetterbedingte Schadenslagen. Auch überörtliche Einsätze stellten die Kameradinnen und Kameraden vor besondere Herausforderungen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Fortbildung. Zahlreiche Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene sowie intensive Standortausbildungen trugen dazu bei, die Einsatzbereitschaft nachhaltig zu sichern. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung qualifizierter Führungskräfte, Atemschutzgeräteträger und Maschinisten für die dauerhafte Sicherstellung der Einsatzfähigkeit.

Foto: N.Holmig, FF Prestewitz

In den Grußworten würdigten die Vertreter aus Politik und Feuerwehr das hohe Engagement, das Verantwortungsbewusstsein sowie den ausgeprägten Gemeinschaftssinn der Einsatzkräfte. Der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann betonte in seinem Beitrag die besondere Bedeutung des Ehrenamtes im ländlichen Raum und verwies zugleich auf die Herausforderungen der kommenden Jahre – insbesondere in den Bereichen Nachwuchsgewinnung, Ausbildung, Technik und Tageseinsatzbereitschaft.

Neben dem Rückblick standen auch Beförderungen, Ehrungen für langjährige und treue Dienste sowie Bestellungen und Abberufungen in beziehungsweise aus Funktionen im Mittelpunkt der Versammlung. Diese Momente verliehen der Veranstaltung einen würdigen und zugleich persönlichen Rahmen.

Mit der Jahreshauptversammlung in Uebigau-Wahrenbrück endete die diesjährige Versammlungsreihe der Verbandsgemeindefeuerwehr Liebenwerda. Die Veranstaltungen in allen vier Bereichen haben erneut gezeigt, wie leistungsfähig, engagiert und zukunftsorientiert die Feuerwehren innerhalb der Verbandsgemeinde aufgestellt sind.

Die Versammlung klang in kameradschaftlicher Atmosphäre mit guten Gesprächen und einem regen Austausch zwischen Einsatzkräften sowie Gästen aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr aus.

Foto: N.Holmig, FF Prestewitz

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

Garagenbrand nach sehr kurzer Anfahrt erfolgreich bekämpft

Bad Liebenwerda. Unweit des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenwerda, kam es am Samstag, den 14.02.2026, zu einem Brand in einem gemischt genutzten Gebäude, in dem sich unter Anderem mehrere Wohneinheiten befinden.

In einer angebauten Garage waren verschiedene Materialien eines Handwerksbetriebes gelagert, welche zusammen mit der Garage selbst in Brand geraten waren. Ein technischer Defekt gilt als mögliche Ursache.

Foto: FF Bad Liebenwerda

Als die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr an der gemeldeten Adresse eintrafen, hatte der Eigentümer bereits erste Löschmaßnahmen mit Feuerlöschern und einem Gartenschlauch gestartet. Umgehend übernahmen die Kameradinnen und Kameraden die Löschmaßnahmen. Hierzu kamen Atemschutzgeräteträger mit zwei handgeführten C-Strahlrohren zum Einsatz. Angrenzende Bereiche der Garage sowie das anschließende Wohnhaus wurden mittels Wärmebildkamera auf mögliche verdeckte Brandausbreitungen kontrolliert. Zudem wurde durch einen Überdrucklüfter massiv Frischluft in das Gebäude eingeblasen, um giftige Rauchgase zu entfernen.

Nach Ende der Brandbekämpfung und aller anderen Maßnahmen, wurde das Gebäude an den Eigentümer übergeben, unter der Auflage, dass dieser eine Brandwache zu stellen hatte. Abschließend teilte die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mit, dass glücklicherweise keine Personen bei diesem Ereignis verletzt wurden, sodass der Rettungsdienst ausschließlich in Bereitschaft blieb.

Im Einsatz befanden sich an diesem Samstag die Ortswehren Bad Liebenwerda, Neuburxdorf, Prieschka, Möglenz, Dobra, Zeischa und Lausitz. Hinzu kamen weitere Kräfte vom Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster und von der Landespolizei Brandenburg. (RRS)

Brand zerstört Gebäude einer Kfz-Werkstatt

Sonnewalde. Ein Großbrand hat in der Nacht zum Sonntag, den 8. Februar 2026, eine Kfz-Werkstatt in Sonnewalde zerstört. Kurz nach 3 Uhr ging bei der Leitstelle Lausitz der Alarm ein. Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, war das Gebäude bereits vollständig von Flammen erfasst.

Der Einsatzort ist den Einsatzkräften aus der Region nicht unbekannt. Bereits im September 2024 hatte dort ein leerstehendes Wohnhaus gebrannt. Einige Monate später, im Dezember 2024, wurde eine Werkstatt für Fahrzeugaufbereitung samt Reifenservice durch ein Feuer vernichtet. Während beim ersten Brand noch ein Übergreifen auf benachbarte Gebäudeteile verhindert werden konnte, war der Schaden beim zweiten Ereignis erheblich.

In der aktuellen Nacht rückten zunächst Wehren aus Sonnewalde, Münchhausen und Breitenau an, später kamen weitere Kräfte hinzu. Insgesamt waren 127 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Sonnewalde, Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain und Frankena mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Auch Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort. Die Einsatzleitung übernahm Thomas Trodler der Ortswehr Breitenau. Er gliederte den Einsatz in vier Abschnitte. Um ausreichend Löschwasser aus drei Entnahmestellen fördern zu können, musste die Bundesstraße B96 vorübergehend gesperrt werden.

Foto: FF Stadt Sonnewalde

Die Situation am Einsatzort war mit erheblichen Risiken verbunden. In der Werkstatt lagerten zahlreiche Gasflaschen, die dauerhaft gekühlt werden mussten. Trotz dieser Maßnahmen kam es im Inneren des Gebäudes zu mehreren Explosionen. Daraufhin wurde ein Rückzug der Einsatzkräfte angeordnet und die Taktik angepasst. Um benachbarte Gebäude zu schützen, darunter das Wohnhaus des Eigentümers, ein weiteres Wohnhaus mit Scheune sowie ein Schuppen, richtete die Feuerwehr eine sogenannte Riegelstellung mit unbemannten Monitoren ein. So konnte verhindert werden, dass die Flammen auf die umliegende Bebauung übergriffen.

Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden gegen 7.30 Uhr hin, anschließend blieb eine Brandwache zur Absicherung vor Ort. Zwischenzeitlich bereitete eine ausgefallene Wasserpumpe Probleme, die jedoch behoben werden konnten.

Foto: FF Stadt Sonnewalde

Die Ermittlungen zur Brandursache führt die Polizeidirektion Süd. Nach ersten Erkenntnissen wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen. Konkrete Angaben zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor, es wird jedoch mit einem sehr hohen Sachschaden gerechnet. Für Montag, den 9. Februar war eine Begutachtung der Brandstelle durch Umwelt- und Bauordnungsamt geplant. Dabei sollten mögliche Auswirkungen des Löschwassers geprüft und die Standfestigkeit des ausgebrannten Gebäudes beurteilt werden.

Nach Angaben der Einsatzführung funktionierte die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen reibungslos. Durch zusätzliche Kräfte aus Doberlug und Frankena standen ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung, sodass der umfangreiche Einsatz personell abgesichert war. (JK)

Neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für die Ortswehr Sonnewalde

Sonnewalde. Kürzlich konnte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Sonnewalde bei der Ortswehr Sonnewalde ein neues Einsatzfahrzeug in Dienst stellen. Hierbei handelt es sich um ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10 (HLF 10).
Das Fahrzeug ist, wie sein Name verrät, für Einsatzlagen bei Technischen Hilfeleistungen (bspw. nach Verkehrsunfällen, bei Türnotöffnungen, nach Sturmschadenereignissen, …), bei Brandeinsätzen aller Art sowie auch im begrenzten Maße für den Erstangriff bei Gefahrguteinsätzen konzipiert. Aus diesem Grund wird es am Standort Sonnewalde die Funktion des erstausrückenden Fahrzeuges einnehmen.
Das neue HLF 10 basiert auf einem MAN TGM 16.290-Fahrgestell. Dies steht für 16 Tonnen zulässige Gesamtmasse und 290 PS Motorleistung. Seine Motorleistung bringt das Fahrgestell permanent über alle vier Räder auf die Straße bzw. den jeweiligen Untergrund.


Die im Heckgeräteraum festeingebaute Feuerlöschkreiselpumpe leistet 2000 Liter Löschwasserstrom bei zehn Bar Ausgangsdruck (FPN 10-2000). Die Abgabe kann wahlweise über vier festverrohrte Storz B-Druckabgänge erfolgen. Zusätzlich steht im Geräteraum G6 eine Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe, bestehend aus zwei in Buchten gelagerten C-Schläuchen mit einem entsprechenden Hohlstrahlrohr, zur Verfügung. Die Feuerlöschkreiselpumpe kann je nach Einsatzort und -lage aus dem 1400 Liter fassenden Löschwasservorratsbehälter oder über Hydranten gespeist werden. Alternativ ist auch eine Löschwasserentnahme aus einem offenen Gewässer möglich.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS)


In der Mannschaftskabine können bis zu neun Einsatzkräfte Platz nehmen, wovon sich zukünftig auf der Anfahrt zum Einsatzort bereits zwei Kameradinnen und Kameraden mit umluftunabhängigen Atemschutz ausrüsten können. Zudem sind hier weitere Ausrüstungsgegenstände, bspw. Handlampen, Funkgeräte, ein Rucksack mit Sanitätsmaterial und viel Kleinmaterial untergebracht.
Im feuerwehrtechnischen Aufbau, welcher wie auch der Ausbau durch die Firma Rosenbauer realisiert wurde, sind allerhand Gerätschaften untergebracht. In den insgesamt sieben Geräteräumen sind auf Halterungen und Auszügen sowie in Kisten und Koffern unter anderem Druckschläuche, Strahlrohre, Hand- und Brechwerkzeuge, Material zur Vegetationsbrandbekämpfung (z.B. zwei Löschrucksäcke, Handwerkzeuge zur Bodenbearbeitung und Netzmittelkartuschen) und Material für die Brandbekämpfung mit Schaum untergebracht. Des Weiteren sind hydraulische Rettungsgeräte der Marke Weber, Verkehrssicherungs- und Beleuchtungsgerät, Unterbaumaterial, ein tragbarer Stromerzeuger mit 13,6 kVA Leistung, eine Atemschutznotfalltasche (dient zur Rettung von verunfallten Atemschutzgeräteträgern), ein Elektro-Drucklüfter und vieles Weitere auf dem neuen HLF 10 zu finden.
Zusätzlich zur genormten Mindestbeladung orderte man eine dreiteilige Schiebleiter, welche auf dem Aufbaudach verlastet wurde, da ein solches Rettungsgerät gemäß Gefahrenabwehrbedarfsplan der Stadt Sonnewalde für bestimmte Gebäude mit entsprechender Höhe als Rettungsmittel gefordert ist. Bislang stand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Sonnewalde nur ein solches Exemplar zur Verfügung, verlastet auf dem Löschgruppenfahrzeug (LF 20) der Ortswehr Breitenau.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS)
Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS)


Die Gesamtinvestition in das neue HLF 10 mitsamt der Zusatzbeladung betrug 475.000€, wie die Stadt Sonnewalde gegenüber Blaulichtreport Elbe-Elster mitteilte.
Seit dem Jahr 2023 holte man sich Angebote verschiedener Hersteller für ein HLF 20 ein, um mittelfristig ein neues Einsatzfahrzeug am Standort Sonnewalde zu stationieren.
Anfang 2024 bekam man ein Angebot der Firma Rosenbauer über das Musterfahrzeug einer Landesbeschaffung des Landes Brandenburg einer HLF 10-Serie. Nach Prüfung des Angebots und der Möglichkeiten, Sonderbeladungen in die Beschaffung zu integrieren, erfolgte nach der Vorstellung des Beschaffungskonzeptes der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Stadt Sonnewalde. In diesem Zusammenhang verpflichtete man sich auch gegenüber dem Land Brandenburg das Fahrzeug abzunehmen.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS)


Schließlich erfolgte Ende November 2025 die Auslieferung des werksneuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 10 an die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Sonnewalde im Zusammenhang mit einer gründlichen Einweisung der Maschinisten auf das neue Fahrzeug mitsamt aller Einbauten.
Danach folgten feuerwehrinterne Ausbildungen, um das Fahrzeug auch wirklich zu kennen und bedienen zu können, bevor am 23.01.2026 die offizielle Indienststellung durch den Bürgermeister der Stadt Sonnewalde, Herrn Freitag, und den Stadtbrandmeister, Herrn Guse, am Standort Sonnewalde erfolgte.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (RRS)

Wir, das Team des Blaulichtreport Elbe-Elster, wünschen der Ortswehr Sonnewalde allzeit gute Fahrt mit ihrem neuen HLF 10 und stets eine sichere und gesunde Rückkehr von allen Einsätzen, Übungen und anderen Dienstfahrten.
Zudem bedanken wir uns beim Sachbearbeiter Brandschutz, Herrn Jüngling, für die Möglichkeit des Fototermins am neuen Einsatzfahrzeug. (RRS)

Kleiner Fakt am Rande: Sein „Feuertaufe“ hat das neue HLF 10 auch bereits absolviert. Am Sonntag, den 08.02.2026, brannte in Sonnewalde das Gebäude einer Kfz-Werkstatt. Stand das Gebäude bei Eintreffen bereits der ersten Einsatzkräfte bereits in Vollbrand, so konnten die Flammen schließlich in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Kommunen gelöscht werden.

Katastrophenschutz-Leuchtturm in Mühlberg/Elbe erfolgreich getestet

Mühlberg/Elbe. Die Verbandsgemeinde Liebenwerda hat unter Leitung der Stabsstelle Brand- und Bevölkerungsschutz am Dienstag, den 03. Februar, und Mittwoch, den 04. Februar 2026, den Katastrophenschutz-Leuchtturm für den Bereich Mühlberg/Elbe in Betrieb genommen und im Rahmen eines Probebetriebes umfassend getestet.

Ein Katastrophenschutz-Leuchtturm ist eine zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung in besonderen Krisen- und Notlagen, insbesondere bei länger andauernden Stromausfällen oder großflächigen Schadensereignissen. Er dient dazu, der Bevölkerung ein Mindestmaß an Versorgung, Orientierung und Sicherheit zu bieten, wenn wichtige Infrastrukturen wie Strom, Telefon oder Internet zeitweise nicht zur Verfügung stehen.

Zu den wesentlichen Aufgaben eines Katastrophenschutz-Leuchtturms gehören:
• die Bereitstellung von Wärme und Aufenthaltsmöglichkeiten,
• die Notversorgung mit Trinkwasser,
• die Möglichkeit, mitgebrachte Nahrung zu erwärmen,
• Erste Hilfe,
• Lademöglichkeiten für mobile Kommunikationsgeräte,
• sowie die Weitergabe verlässlicher Informationen an die Bevölkerung.

Foto: Emma Nixdorf, VG Liebenwerda
Foto: Emma Nixdorf, VG Liebenwerda

Im Rahmen des Probebetriebes wurde das Betreiberkonzept des Landkreis Elbe-Elster auf die örtlichen Gegebenheiten des Bereiches Mühlberg/Elbe sowie auf die Strukturen der Verbandsgemeinde Liebenwerda angepasst und praktisch umgesetzt. Dabei wurden unter realistischen Bedingungen unter anderem die Notstromversorgung, die Kommunikationswege, die Raumaufteilung, die Materiallogistik sowie die personellen Abläufe getestet. Ziel war es, die Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutz-Leuchtturms für den Ernstfall sicherzustellen und mögliche Optimierungen frühzeitig zu erkennen.

Als Standort für den Katastrophenschutz-Leuchtturm im Bereich Mühlberg/Elbe wurde die Grundschule Mühlberg festgelegt. Das Gebäude bietet aufgrund seiner räumlichen Gegebenheiten und technischen Voraussetzungen geeignete Bedingungen, um im Krisenfall als zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung zu dienen und die notwendigen Versorgungs- und Informationsangebote bereitzustellen.

Foto: Stefanie Richter, VG Liebenwerda

Am Mittwoch, den 04. Februar 2026, nutzten die Amtsleitungen und die dazugehörigen Kolleginnen und Kollegen der Verbandsgemeinde Liebenwerda sowie die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber und der Bürgermeister der Stadt Mühlberg/Elbe, Maximilian Schöne, die Gelegenheit, den Katastrophenschutz-Leuchtturm vor Ort zu besichtigen.
Ebenfalls anwesend war der Sachbearbeiter Zivilschutz des Landkreises Elbe-Elster, Patrick Berg. In diesem Rahmen konnten organisatorische Abläufe erläutert, offene Fragen geklärt und weitere notwendige Abstimmungen vorgenommen werden.

Ein besonderer Dank gilt der Schulleiterin Frau Neumann sowie ihrem Team, insbesondere der Schulsekretärin Frau Babinsky und dem Hausmeister Herrn Schwartze. Durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten der Grundschule Mühlberg/Elbe, die tatkräftige Unterstützung während des Probebetriebes und die wertvollen praxisnahen Hinweise leisteten sie einen entscheidenden Beitrag zum erfolgreichen Ablauf der Maßnahme. Die konstruktive Zusammenarbeit vor Ort trug wesentlich dazu bei, organisatorische Abläufe realitätsnah zu erproben und weiter zu optimieren.

Foto: Stefanie Richter, VG Liebenwerda

Die im Rahmen des Probebetriebes gewonnenen Erkenntnisse werden nun ausgewertet und aufbereitet, um einen verbindlichen Ablaufplan für den Betrieb der Katastrophenschutz-Leuchttürme zu erstellen. Gleichzeitig soll die Bevölkerung umfassend über Aufgaben, Funktionen und Standorte informiert werden. Ein besonderes Ziel ist es dabei, auch Unterstützungspersonal aus der Bevölkerung für den Einsatz in den Katastrophenschutz-Leuchttürmen zu gewinnen.

Im weiteren Jahresverlauf ist geplant, auch die Katastrophenschutz-Leuchttürme in Bad Liebenwerda, Falkenberg/Elster und Uebigau-Wahrenbrück in Betrieb zu nehmen und im Rahmen weiterer Probebetriebe zu testen. Auf diese Weise soll die Einsatzbereitschaft aller vorgesehenen Standorte schrittweise sichergestellt und weiter optimiert werden.

Der erfolgreiche Probebetrieb in Mühlberg/Elbe stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Krisenvorsorge für die Bevölkerung in der Verbandsgemeinde Liebenwerda nachhaltig zu stärken.

(Mitteilung der Stabstelle Brand- und Bevölkerungsschutz VG Liebenwerda)

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehren Falkenberg/Elster: Rückblick auf 2025 im Haus des Gastes

Falkenberg/Elster. Am Samstag, den 31. Januar 2026, fand im Haus des Gastes in Falkenberg/Elster die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehren des Bereiches Falkenberg/Elster statt. Damit setzte die Verbandsgemeindefeuerwehr Liebenwerda die Reihe ihrer Jahreshauptversammlungen fort.

Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr nahmen an der Veranstaltung teil. Unter ihnen befanden sich unter anderem die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber, der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann, der stellvertretende Kreisbrandmeister Mario Harnisch, die Amtsleiterin für Ordnung und Recht der Verbandsgemeinde Liebenwerda Andrea Wagenmann, der Vorsitzende der Verbandsgemeindeversammlung Jörg Fabian sowie Führungskräfte der Feuerwehren aus den umliegenden Ortsgemeinden und den eng verbundenen Feuerwehren aus Beilrode (Sachsen) und Herzberg/Elster.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (MU)

Durch die Versammlung führte der stellvertretende Ortsgemeindewehrführer Ansgar Große, der in gewohnt souveräner und professioneller Weise moderierte.

Der Ortsgemeindewehrführer Sören Diecke präsentierte in einem eindrucksvollen Rückblick auf das Einsatzjahr 2025 eine sehr gelungene Bild- und Präsentationsreihe, die das vielfältige Einsatzgeschehen sowie das kameradschaftliche Miteinander, aber auch die Gefahren und Herausforderungen des Feuerwehrdienstes anschaulich widerspiegelte.

Ronny Neupert sorgte in seiner Funktion als stellvertretender Ortsgemeindewehrführer und zugleich als Vorsitzender des Feuerwehrvereins Falkenberg gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins sowie dem Team des Hauses des Gastes für eine hervorragend organisierte Veranstaltung. Das Haus war festlich hergerichtet und der Service verlief reibungslos und zur vollsten Zufriedenheit aller Teilnehmer.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Rückblick auf das Einsatzjahr 2025. Die Feuerwehren des Bereiches Falkenberg/Elster wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 85 Einsätzen alarmiert. Diese gliederten sich in 32 Brandeinsätze und 53 Hilfeleistungseinsätze. Besonders zeitintensiv waren dabei erneut Einsätze im Zusammenhang mit Türnotöffnungen und Tragehilfen, wetterbedingten Schadenslagen und Kleinbränden sowie Verkehrsunfällen. Auch das Waldbrandereignis in der Gohrischheide stellte eine besondere Herausforderung für den Bereich Falkenberg/Elster dar.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Fortbildung der Kameradinnen und Kameraden. Zahlreiche Lehrgänge und Übungen auf Orts-, Bereichs- und Verbandsgemeindeebene trugen dazu bei, die Einsatzbereitschaft und Handlungssicherheit weiter zu stärken.

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (MU)

Für die Kinder- und Jugendfeuerwehr hielt der Ortsgemeindejugendwart Kevin Birnbaum einen eigenen Bericht. Anhand einer anschaulichen Präsentation stellte er die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten sowie die besonderen Ereignisse und Aktivitäten der Kinder- und Jugendfeuerwehr aus dem Jahr 2025 vor. Dabei bat er um Verständnis und Unterstützung für die bevorstehenden Veränderungen und Herausforderungen in diesem wichtigen Bereich der Nachwuchsarbeit.

In seinem Grußwort wies der Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann besonders auf die Bedeutung des Ehrenamtes und die stetig wachsenden Anforderungen an die Feuerwehren hin. Gleichzeitig sprach er die Herausforderungen an, den Brand- und Bevölkerungsschutz auch künftig finanziell und organisatorisch dauerhaft sicherzustellen.

Weiterhin nutzte die Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber im Rahmen ihres Grußwortes die Gelegenheit, Ansgar Große auch offiziell in den Ruhestand zu verabschieden. Nach langjähriger Tätigkeit bei der Stadt Elsterwerda, unter anderem in leitender Funktion als stellvertretender Bürgermeister, trat Ansgar Große zum 1. Februar 2026 in den Ruhestand. In ihrer Würdigung dankte sie ihm für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg und wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute – verbunden mit dem Hinweis, dass er künftig neben seiner Familie nun auch mehr Zeit für sein Ehrenamt in der Feuerwehr haben werde.

v.l. Claudia Sieber, Ansgar Große und Martin Neumann (Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster (MU))

Neben dem Rückblick auf das Einsatzgeschehen standen auch Beförderungen und Ehrungen für langjährige und treue Dienste im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung. Zum Abschluss dankte die Ortsgemeindewehrführung allen Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen, den Funktionsträgern, der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.

Die Jahreshauptversammlung klang in angenehmer und kameradschaftlicher Atmosphäre mit guten Gesprächen und einem regen Austausch zwischen den Einsatzkräften und Gästen aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr aus.

(Mitteilung der FF VG Liebenwerda)

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