Ein Tag wie bei der Berufsfeuerwehr

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Sonnewalde. Ein ereignisreiches Berufsfeuerwehrwochenende startete am Freitag, den 22. September 2017 im Gerätehaus in Breitenau. Dort bezogen alle Jugendfeuerwehrmitglieder des Löschzuges II der Stadt Sonnewalde ab 16 Uhr ihre Unterkunft, um in erlebnisreiche Tage zu starten. Begonnen wurde mit einer Ausbildungseinheit zum Thema Kartenkunde. Hier wurde durch die Jugendwarte eine konkrete Einweisung in das Kartensystem, das der Feuerwehr im Einsatz zur Verfügung steht, gegeben. Im Anschluss ging es zum Orientierungslauf ins Gelände rund um den Ortsteil Breitenau. Hier mussten bestimmte Koordinaten gesucht werden. Eine Box mit verschiedenen Überraschungen stand für jede der drei Gruppen am Ende des Weges zur Verfügung. Nach dem Abendbrot wurden die Jugendfeuerwehrmitglieder in zwei Einheiten eingeteilt, um das Löschgruppenfahrzeug (LF 20) und ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) im Alarmfall besetzen zu können, denn eins war klar, es würde in der folgenden Nacht zu einer Alarmierung kommen. Gegen 20.30 Uhr war es dann endlich soweit. Eine besorgte Ehefrau meldete der Einsatzleitung, dass ihr Ehemann von der Pilzsuche nicht nach Hause gekommen war. Innerhalb kürzester Zeit waren beide Einsatzfahrzeuge besetzt und es ging in ein Waldgebiet nähe Birkwalde. Tatkräftig unterstützt wurde diese Übung von den aktiven Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr. An der Einsatzstelle eingetroffen, gingen beide Einheitsführer zur Lageerkundung vor. Dabei stellte sich heraus, dass noch eine zweite Person vermisst wurde. Die beiden Fahrzeugbesatzungen mussten zunächst zwei Waldwege ausleuchten und eine Verletztensammelstelle einrichten. Nun ging es in das betroffene Waldstück. Nach kurzer Zeit konnte die erste Person gefunden werden, zum Glück unverletzt. Bei der zweiten Person handelte es sich um einen verletzten Mann, welcher patientenschonend gerettet werden musste. Nach getaner Arbeit konnten beide Mannschaften wieder ins Gerätehaus einrücken. Am Samstag ging es nach einem reichhaltigen Frühstück los zu den geplanten Ausflugspunkten. Hier kamen nun auch die Bambinis mit hinzu. So machten sich 25 Jugendfeuerwehrmitglieder und acht Betreuer auf den Weg zum ADAC – Luftrettungszentrum nach Senftenberg in den Nachbarlandkreis Oberspreewald – Lausitz. Dort angekommen wurde die Gruppe herzlich von zwei diensthabenden Piloten zu einem Rundgang in Empfang genommen. Das Glück bestand darin, dass beide Hubschrauber noch am Boden waren.

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

So konnten die Jugendlichen den Rettungshubschrauber ,,Christoph 33“ und den Intensivtransporthubschrauber ,,Christoph Brandenburg “ aus nächster Nähe anschauen. Noch während des Rundganges konnten die Angehörigen der Kinder- und Jugendfeuerwehr Live eine Alarmierung von ,,Christoph Brandenburg“ mit verfolgen. Dieser wurde zu einer Patientenverlegung gerufen. Im Anschluss besucht, wurden die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Senftenberg. Bei einer Führung durch die Wache konnten zahlreiche Einsatzmittel- und fahrzeuge bestaunt werden. Um auch die körperliche Fitness zu trainieren, ging es anschließend in den Kletterpark nach Moritzburg. Hier stand die Teambildung auf dem Plan. In vier Gruppen musste aus einfachsten Mitteln ein Floß gebaut werden, welches im Anschluss zu Wasser gelassen wurde. Beim Rudern rund um den See ist glücklicherweise kein Kind Baden gegangen. Um 17 Uhr verlegte die Gruppe wieder nach Breitenau. Hier hatten bereits viele Eltern das gemeinsame Abschlussgrillen vorbereitet. Stolz berichteten die kleinen Floriansjünger von ihren Erlebnissen und ein herrliches Wochenende neigte sich dem Ende.

 

Die Verantwortlichen möchten sich herzlich bei den Sponsoren und mitwirkenden, der Sparkasse Elbe-Elster, dem Luftrettungszentrum Senftenberg, den Kameraden der Feuerwehr Senftenberg, dem Kletterpark in Moritzburg und bei dem Busunternehmen „Obst“ für den schönen Ausflug bedanken. Desweiteren geht ein großer Dank an alle Eltern, Betreuer und aktiven Kameraden vom Löschzug II für die getätigte Unterstützung, ohne welche dieses Wochenende nicht so hätte verlaufen können.


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