Nach Großbrand in Finsterwalde folgt Großeinsatz in Elsterwerda

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Elsterwerda. Bereits am 18.09.2017 ertönten gegen 16:40 Uhr die Sirenen und Meldeempfänger der Kameradinnen und Kameraden aus Elsterwerda und den Ortsteilen Biehla und Kraupa. Mit dem Einsatzstichwort „Brand Gebäude groß“ sind die Einsatzkräfte in den späten Nachmittagstunden von der Leitstelle Lausitz alarmiert worden. Im Ortsteil Krauschütz fing eine Scheune, mit Stroh und Heu gefüllt, Feuer. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Objekt bereits in Vollbrand.

„Als die Leitstelle uns alarmierte, ahnte wohl kaum einer von uns, welche Ausmaße dieser Einsatz annehmen wird. Als wir dann die Rauchsäule am Himmel auf dem Weg zum Einsatzort sahen, dachten wohl viele: Warum schon wieder wir.“ teilte der Einsatzleiter Daniel Neubert mit.

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Das Gebäude mit einer Grundfläche von 50 x 30 Metern war bis unters Dach mit Heu- bzw. Strohballen gefüllt, teilweise über 5 Meter hoch.

Noch während die Einsatzkräfte die ersten Strahlrohre zur Abriegelung des Brandes auf benachbarte Flächen aufbauten, stürzte das Gebäude aufgrund der enormen Brandausbreitung ein. Bis in die Nacht hinein waren die drei Ortswehren der Stadt Elsterwerda zusammen mit den Feuerwehren aus Plessa, Prösen, Hohenleipisch, Hirschfeld, Gröden und Merzdorf mit den Löscharbeiten beschäftigt.

„Zwar mussten wir in diesem Jahr schon mehrere Heuballenbrände zusammen mit den Feuerwehren aus Hohenleipisch und Plessa löschen, aber dieser Brand sprengte alle Dimensionen.“ fügte der Ortswehrführer, welcher vor Ort als Einsatzleiter tätig war, hinzu.

Foto: Blaulichtreport Elbe – Elster

Auch am nächsten Tag setzten sich die Löscharbeiten bis in die Abendstunden fort. Da selbst der massive Einsatz von Netzwasser bzw. Schaum nur einen überschaubaren Erfolg brachte, wurde am zweiten Einsatztag zusammen mit dem Besitzer und der Stadtverwaltung beschlossen, die Material- und Personalschlacht zu beenden und das Feuer kontrolliert abbrennen zu lassen. Hierfür wurde der Eigentümer zu einer Brandwache verpflichtet. Am dritten Tag wurden die Kräfte allerdings erneut alarmiert, da das Feuer drohte, sich auf angrenzende Flächen auszubreiten. Dies konnte schnell mit einem Einsatz von Schaum verhindert werden. Insgesamt waren die Einsatzkräfte ca. 30 Stunden mit dem Brandobjekt beschäftigt.

„Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und Helfern vor Ort, der Firma Jakober und Grünberg, die mit schwerer Technik maßgeblich unterstützten und der Verwaltung. Besonders möchte ich mich bei den Familien und Arbeitgebern bedanken – die Belastungsgrenze ist langsam erreicht und dennoch haben alle Verständnis gezeigt und sind mit Herzblut dabei. Als eine besondere Geste überreichte uns die Familie William aus Elsterwerda während des Einsatzes mehrere Ladungen mit „Nervenfutter“. So etwas stärkt nicht nur den Magen, sondern auch das Gefühl, für die richtige Sache zu kämpfen. Vielen Dank noch einmal auf diesem Weg an Janko Williams mit seiner Initiative Elsterwerda-lacht, der Fleischer Hanisch und dem Autohaus am Elstercenter, welchem ebenfalls unser Dank gilt .“, so Neubert. Mit Freuden wurde diese Aktion auch vom Stadtbrandmeister der Stadt Elsterwerda, Uwe Petersen, angenommen.

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