Rückblick auf zwei Jahrzehnte in Herzberg/Elster

Foto: Pressestelle LK Elbe – Elster

Herzberg/Elster. Für die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Herzberg war der 2. Dezember 2017 ein ganz besonderer Tag. Der Ortsverband feierte sein 20-jähriges Bestehen, „Klein aber fein“. Zum Gratulieren kamen auch Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik, der Wirtschaft und natürlich auch Feuerwehren sowie befreundete Ortsverbände. In ihrer Festrede würdigte die amtierende THW-Landesbeauftragte für Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, Katrin Klüber, die vergangenen 20 Jahre, in denen ein stabiler und leistungsfähiger Ortsverband in Herzberg aufgebaut wurde. Sie erinnerte an die Aufbruchsstimmung der ersten Jahre nach der offiziellen Gründung am 14. Februar 1997 im Herzberger Rathaus. Damals begann man mit 3 Helfern, ein Jahr später waren es 17. Aktueller Stand – 43 ehrenamtliche Kameraden, davon 10 Frauen. Katrin Klüber verwies darauf, dass die Leistungsfähigkeit der Herzberger Helfer immer wieder unter Beweis gestellt werden konnte. Sie dankte für diese Einsatzbereitschaft. Kameradschaft und die Bereitschaft, anderen Menschen in Notlagen helfen zu können, schweißen eng zusammen. Eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, wie z.B. Feuerwehr und auch Polizei, aber auch unter den Ortsverbänden sei unerlässlich. Ihr großer Dank galt auch den Familien und den Arbeitgebern der Helfer. Denn ohne deren Verständnis wäre solch ein Ehrenamt nicht möglich. Sie betonte:

„Es ist nicht einfach ehrenamtliche Helfer zu finden, besonders in Gebieten mit sinkender Einwohnerzahl. Doch die Gesellschaft verlasse sich auf dieses Ehrenamt um im Notfall Hilfe zu erfahren. „In den vergangenen 20 Jahren könne man auf viele größere Einsätze und Übungen zurückblicken“, sagte Josefine Schönherr, als sie eine kurze Chronik des Ortsverbandes und später speziell eine über das Jugend-THW in Worten und vielen Bildern präsentierte.

Besonders stolz ist sie auf die Arbeit mit der THW-Jugend. „Spielerisch helfen lernen“, sei das Motto des Ortsverbandes. Nicht nur das Heranführen an die Technik, auch viele gesellige Wochenenden werden organisiert um zu verstehen, das Helfen nicht nur Ausbildung und Arbeit ist, sondern auch Spaß machen kann. Michael Marke, heute bereits selbst seit 9 Jahren Ortsbeauftragter des THW in Herzberg, meinte, dass der Ortsverband sehr gut aufgestellt sei, jedoch fehlt es an einem: „Ich würde mir wünschen, das wir noch mehr Helfer sind, um die Aufgaben zu lösen.“

Foto: Pressestelle LK Elbe – Elster

Dennoch, die Jugendarbeit habe sich gut entwickelt und in diesem Jahr konnten weitere vier Jugendliche in den aktiven Dienst übernommen werden. Er hob die Vielfältigkeit der Einsätze in den vergangenen zwei Jahrzehnten hervor. 38 Großeinsätze, bei denen 80.800 Dienststunden geleistet wurden. Bei Ausrufung eines Katastrophenalarms bspw. bei Hochwasser – das THW war immer zur Stelle. So 2002, 2006, 2010 und 2013. Mit der Einweihung des Stützpunktes im Herzberger Gewerbegebiet am 5. Dezember 1997, konnte dann auch die Technik kontinuierlich aufgestockt werden und ist unverzichtbarer Bestandteil der Rettungskette größerer Einsätze. Nun werden die Helfer abgefordert bei Unwettern, schwersten Unfällen, Bränden, besonderen internationalen Einsätzen oder auch mal als Unterstützung für größere Veranstaltungen.

„Dass die Zusammenarbeit gelingt, muss in erster Linie von den Helfern selbst kommen. Dabei spielt die Motivation eine wichtige Rolle. Ohne Menschen die bereit sind, solche Herausforderungen auf sich zu nehmen, funktioniert dieses System nicht“, so Michael Marke.

Für Landrat Christian Heinrich-Jaschinski feiert an diesem 2. Dezember mit dem THW Ortsverband Herzberg „ein lebendiger und leistungsstarker Vertreter des Katastrophenschutzes in unserer Region sein zwanzigjähriges Bestehen.“ Ihm selbst war es eine große Freude, allen Mitgliedern des Ortsverbandes im Namen der Kreisverwaltung alles Gute zum Geburtstag zu wünschen und für das Engagement und die vielen freiwillig geleisteten Arbeitsstunden – ob bei Einsätzen, Übungen oder bei der Ausbildung, seine Anerkennung auszusprechen. Auch er hat das THW bei der Bekämpfung von Großschäden bereits erlebt. Für ihn ist der hiesige Ortsverband deshalb eine Organisation, die Einsatzfreude mit hohem technischem Können verbindet.

„Die Sicherung lebenswichtiger Güter, sich für das menschliche Leben und die körperliche Unversehrtheit anderer einzusetzen, zeichnet die Arbeit des THW Ortsverbandes Herzberg aus“. Entsprechend lang und vielfältig ist die Liste der in 20 Jahren geleisteten Einsätze. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski: „Egal, worum es geht: Auf die THW-Helfer aus Herzberg ist Verlass! Das wissen auch die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Elbe-Elster und schätzen das THW als verlässlichen Partner in Notsituationen. Die in der – grundsätzlich auf den Ernstfall ausgerichteten – Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der THWler kommen immer wieder in Form sinnvoller und bürgernaher Hilfe zum Tragen.“

 


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