Staatschutz ermittelt nach Notrufmissbrauch

Landkreis Elbe – Elster. Bundesweit kam es am gestrigen Dienstag zu einem Missbrauch von Notrufen. So geschehen auch im Landkreis Elbe – Elster im Stadtgebiet Doberlug – Kirchhain. Am Dienstagabend, den 20.12.2022 gegen 21:14 Uhr, wurden die Feuerwehren aus Kirchhain und Doberlug zu einem Gasgeruch/Gasaustritt alarmiert. Der Notruf soll über eine Notruf-App abgesetzt worden sein.

Mit der App erreichen Anwender Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Notfall. Das Programm nutzt die Standort-Funktion des Smartphones, um den genauen Standort an die zuständige Einsatzleitstelle zu übermitteln. So können Einsatzkräfte Nutzer besser finden, auch wenn sie selbst nicht genau wissen, wo sie sind. Über die App können Nutzer außerdem Notrufe absetzen, ohne sprechen zu müssen. Das ermöglicht Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten den direkten Kontakt zu den Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.

Am Einsatzort trafen die Einsatzkräfte jedoch weder auf einen Verletzten, welcher gemeldet wurde, noch konnte ein Gasaustritt festgestellt werden. Im Laufe des Tages/Abends wurden laut der Leitstelle Lausitz weitere Notrufe im Einsatzgebiet abgesetzt, zu denen mehrere Einsatzkräfte entsandt wurden. Diese standen für diese Zeit nicht für andere Einsatzlagen zur Verfügung.

Der polizeiliche Staatsschutz hat jetzt die Ermittlungen wegen des Missbrauchs von Notrufen aufgenommen. „Nach ersten Erkenntnissen komme eine Gruppe von selbst ernannten Umweltaktivisten aus Süddeutschland in Betracht“, heißt es seitens der Polizei. Einzelheiten will die Behörde „aus ermittlungstaktischen Gründen“ derzeit nicht bekanntgeben.



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