Unwegsames Gelände erschwerte Zugang und Brandbekämpfung

Foto: Blaulichtreport Elbe-Elster

Sallgast. Am Abend des 29.05.2020 kam es neben dem Wald- und Moorbrand bei Hohenleipisch zu einem zweiten bestätigten Schadfeuer im Vegetationsbereich. Bei Sallgast war ein Waldbrand ausgebrochen und hatte sich auf ca. 100 Metern mal 20 Metern ausgebreitet.

Das erste große Problem dieses Einsatzes war die Erreichbarkeit der Einsatzstelle. Die Anfahrt erfolgte aufgrund der Rauchentwicklung auf Sicht, jedoch gab es keine Möglichkeit mit den Einsatzfahrzeugen in die Nähe der Brandfläche zu fahren. Somit mussten die ersten Führungskräfte einen Fußmarsch durch das bewaldete und unwegsame Gelände unternehmen, um die Lage und das Ausmaß des Feuers zu erkunden. Kurz darauf wurde mit hohem Personalaufwand ein erster Löschangriff gestartet. Dieser erfolgte mit Kleinlöschgeräten, zum Beispiel Kübelspritzen und Löschruchsäcken, Schippen und Feuerpatschen. Ironischer weise befand sich der Waldbrand in direkter Nähe zum Grubenteich, sodass die Löschwasserentnahme für die Kleinlöschgeräte gesichert war. So konnten die Kameradinnen und Kameraden, welche aus den Ortswehren Sallgast, Massen, Göllnitz, Lichterfeld, Crinitz, Dollenchen, Finsterwalde und Sonnewalde kamen, zumindest die Flammen niederschlagen und eine weitere Ausbreitung stoppen.

Um die Glutnester vollständig ablöschen zu können, wurde ein Löschangriff mit handgeführten Strahlrohren benötigt. Hierzu verlegte man vom Standort der Einsatzfahrzeuge aus eine fast 400 Meter lange Schlauchleitung durch das Gelände. Im Anschluss brachten die mitgeführten Tanklöschfahrzeuge (TLF) das Löschwasser im Pendelverkehr herbei.

Nach dreieinhalb Stunden Brandbekämpfung konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Um bei Bedarf weitere Nachlöscharbeiten zu einem späteren Zeitpunkt schnell wieder aufnehmen zu können, ließ man die Schlauchleitung über Nacht liegen. Erst am Tag danach, nach einer weiteren Kontrolle der Brandstelle, wurde diese zurückgebaut.

Die größten Probleme des Einsatzes lagen in dem unwegsamen Gelände sowie der aufkommenden Dunkelheit, welche die Arbeiten zusätzlich behinderte. Insgesamt waren 41 Kameradinnen und Kameraden an diesem Einsatz beteiligt. (RSS)

Zum Abschluss noch ein paar Worte des Amtsbrandmeisters Oliver Ittner:

“Aufgrund der Ausbreitungsgefahr und durch die Erschwernisse in der Wasserversorgung, war ein schnelles eindämmen der Flammen mittels Kleinlöschgeräten und viel Arbeitsaufwand nötig. Ich danke den eingesetzten Einsatzkräften für Ihre Einsatzbereitschaft unter diesen erschwerten Bedingungen und ich bin sehr froh, dass wir diese anfänglich schwierige Einsatzsituation schnell kontrollieren und erfolgreich beenden konnten. Die hohe Personalstärke von Beginn des Einsatzes sicherte maßgeblich den schnellen Einsatzerfolg!“

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